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Kreuzherren, auch Kreuzbrüder nennen sich die Mitglieder des Orden vom Heiligen Kreuz (Ordo sanctae crucis - O.S.C). Der kleine christliche Orden mit weltweit ca. 600 Mitgliedern (Deutschland: 21, Stand 1998) wurde 1211 durch den Kanoniker Theodorus von Celles mit vier Gefährten in Huy an der Maas gegründet. Ordo_Sanctae_Crucis.png Der Orden richtete sein Leben nach den Regeln des hl. Augustinus aus und widersprach damit dem Kreuzfahrergedanken, das Reich Gottes mit Waffengewalt verwirklichen zu können. Papst Innozenz IV. erkannte den Orden 1248 offiziell an. Die Ordensdevise lautet: In Cruce Salus ("Im Kreuz ist Heil").

1287 fand der Kreuzbruder Johannes von Eppa in Köln die Gebeine der hl. Odilia, einer Gefährtin der hl. Ursula, wodurch der Orden in Deutschland bekannt wurde. Die hl. Odilia wurde zur Patronin des Ordens erhoben.

Ab 1410 fand eine Erneuerung des Ordensgedankens statt: die moderne devotie (moderne Frömmigkeit), die von der Laienbewegung des Geert Grote ausging, inspirierte die Kreuzbrüder.

Während der Reformation wurden viele Klöster geschlossen, doch schon bald darauf neu belebt. Neuer Augenmerk wurde auf die Errichtung lateinischer Schulen gerichtet, angeregt durch den Gedanken des Humanismus.

Unter Napoléon wurden 1804 alle Kloster aufgehoben, in 1840 waren nur noch zwei Klöster übrig. 1964 wurden die Reliquien der hl. Odilia durch einige Kreuzbrüder aus den Niederlanden zur Beyenburger Klosterkirche der Kreuzherren nach Wuppertal-Beyenburg überführt und die deutsche Niederlassung neu begründet. Eine weitere kleine Klostergemeinschaft gibt es noch in Bonn.

Der Orden gliederte sich 1957 in die Provinz Augustinus in den Niederlanden (zzgl. Indonesien) und Provinz Theodorus von Celles in Belgien (zzgl. Kongo-Kinshasa). 1981 kam Deutschland als Provinz hinzu. Im Jahr 2000 wurden die drei europäischen Provinzen zur Provinz Theodor von Celles (Europa) zusammengelegt. Ohne die Region Kongo zählte sie 148 Mitglieder.

Ehemalige Klöster


Literatur


  • Cornelius Rudolphus Hermans, Annales Canonicorum Regularium S. Augustini Ordinis Sanctae Crucis, Bd. 1-3, s'Hertogenbosch 1858
  • Robert Haaß, Die Kreuzherren in den Rheinlanden, Bonn 1932
  • Hans-Ulrich Weiss, Die Kreuzherren in Westfalen, 1963

Weblinks


Ordensinstitut | Orde van het Heilig Kruis

 

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