Vier Orchestersuiten von Johann Sebastian Bach sind erhalten (BWV 1066-1069). Sie werden nach ihren besonders langen Kopfsätzen, die der Form der Französischen Ouvertüre folgen, auch „Ouvertüren“ genannt.
Bach schrieb diese Suiten möglicherweise erst nach 1723 in Leipzig. Eine frühere Entstehung, z. B. in Bachs Zeit als Hofmusiker in Köthen, lässt sich nicht nachweisen.
Besetzung: Oboe I/II, Fagott, Violine I/II, Viola, Basso continuo
Satzfolge: Ouverture — Courante — Gavotte I/II — Forlane — Menuett I/II — Bourrée I/II — Passepied I/II
Besetzung: Traversflöte, Violine I/II, Viola, Basso continuo
Satzfolge: Ouverture — Lentement — Rondeau — Sarabande — Bourrée I/II — Polonaise/Double — Menuett — Badinerie
Die abschließende Badinerie („Tändelei“) mit ihrer virtuosen Soloflöten-Partie gehört zu den bekanntesten Stücken der klassischen Musik.
Besetzung: Trompete I–III, Pauken, Oboe I/II, Violine I/II, Viola, Basso continuo
Satzfolge: Ouverture — Air — Gavotte I/II — Bourrée — Gigue
Das von den Streichern vorgetragene Air mit seinen lang angehaltenen Akkorden und weit ausgreifenden Kantilenen über der häufig in Oktavsprüngen fortschreitenden Basslinie gehört zu den bekanntesten Stücken der klassischen Musik.
Besetzung: Trompete I–III, Pauken, Oboe I–III, Fagott, Violine I/II, Viola, Basso continuo
Satzfolge: Ouverture — Bourrée I/II — Gavotte — Menuett I/II — Réjouissance
Den Eingangssatz dieser Suite verwendete Bach in seiner Kantate „Unser Mund sei voll Lachens“ (BWV 110) wieder.
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"Orchestersuiten (Bach)".
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