Der Opportunismus bezeichnet die Anpassung an die opportune, das heißt zweckmäßige jeweilige Situation beziehungsweise Lage.
Es ist ein überwiegend negativ besetzter Begriff.
Der Opportunismus stellt die Zweckmäßigkeit über die Grundsatztreue.
Eine abgeschwächte Form des Opportunismus findet sich im Pragmatismus oder auch Realismus wieder.
Man kann als Gegenpol zum Opportunisten den Ideologen sehen.
Schwierig zu definieren und festzulegen ist, in diesem Begriffszusammenhang, der Übergang zwischen Kompromissbereitschaft und Opportunismus.
Politischer Opportunismus nimmt unter Umständen langfristige Nachteile in Kauf, um kurzfristig Zustimmung zu erzielen und bedeutet oftmals das Aufgeben der eigenen Meinung - teilweise oder ganz - zum Vorteil einer anderen Meinung, welcher man größere Chancen auf allgemeine Zustimmung einräumt.
Der Darwinismus beschreibt beispielsweise ein opportunistisches Prinzip in der Natur.
In der Historie ist Adolf Hitler ein Beispiel für einen Opportunisten. In seinen propagandistischen Reden, mit denen er versuchte neue Wähler zu gewinnen, versprach er beispielsweise Vermietern steigende Miet-Einnahmen, den Mietern aber gleichzeitig sinkende Mieten. Je nach Situation passte er sich also an, ohne dabei einer Linie treu zu bleiben. Die nationalsozialistische Herrschaft wies entsprechend dem Opportunismus seiner Führungskräfte keine widerspruchsfreie Programmatik auf.
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