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Open-Source-Medizin bezeichnet medizinische Projekte im Geiste des Open Source und der Open Culture.

Das Modell wurde unter anderem in einem Artikel von den Juristen Stephen M. Maurer und Arti Rai sowie dem Pharmaforscher Andrej Sali in der Public Library of Science (PLoS) vom 28. Dezember 2004 vorgeschlagen.

Sie stellen fest, dass Tropenkrankheiten wie Malaria, die Schlafkrankheit, das Denguefieber oder die Flussblindheit jährlich zahlreiche Todesopfer fordern. Für die Pharmaindustrie lohne sich jedoch die Entwicklung von Medikamenten oft nicht, weil die Dritte Welt keinen ökonomisch attraktiven Markt darstelle.

Sie schlagen daher eine Zusammenarbeit von Forschern auf freiwilliger Basis unter Verzicht auf das Geistige Eigentum mit einer neu zu entwickelnden freien Lizenz für den Medizinbereich vor. Die Recherchekosten sollen durch Open Access auf eine Datenbank für Forschungsergebnisse gesenkt werden.

Aus dieser Idee ging unter anderem die Tropical Disease Initiative hervor, die zur Zeit Forschungen für Malaria und Schistosomiasis koordiniert (Stand: 2006).

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