Der Opel Omega, ein PKW des Herstellers Adam Opel AG, kam 1986 als Nachfolger des Opel Rekord E auf den Markt.
Anfänglich gab es Motoren mit 1,8 l Hubraum und 60 kW (82, 90 und 115PS) ohne Katalysator sowie den schon aus dem Kadett GSi bekannten 2,0 l mit 85 kW (115 PS mit Katalysator) oder 90 kW (122 PS ohne Katalysator). Hinzu kamen die noch vom Rekord stammenden 2,3 l 1986 Diesel- bzw. Turbodieselmotoren mit 73 bzw. 100 PS. Von September 1988 bis Oktober 1992 gab es einen 2,4l-Einspritzmotor mit 92 kW (125 PS), der ein weiterentwickelter Rekord-Motor war. Ab Oktober 1990 gab es Limousine und Caravan auch mit dem 2,6l-Sechszylinder C26NE.
Parallel wurde der Omega ab 09/86 in einer sportlichen Variante als "Omega 3000" angeboten. Zunächst waren die aus dem Senator A bekannten 3,0 l mit 115 kW (156 PS mit Katalysator) oder 130 kW (177 PS ohne Katalysator) lieferbar. Ab Frühjahr 1987 stand dann modernisierter 3,0 l mit 130 kW (177 PS mit Katalysator) zur Verfügung. Ab diesem Zeitpunkt wurde der 3,0 l mit 156 PS im Omega nicht mehr angeboten. Im Oktober 1990 kam der neu entwickelte 3,0 l 24V-Motor mit 150 kW (204PS) hinzu. Dieser Motor hatte zwei obenliegende Nockenwellen und ein Schaltsaugrohr (DUAL-RAM) und bot sehr gute Fahrleistungen bei relativ niedrigem Verbrauch. Ein noch stärkerer Omega wurde 1990/91 vorgestellt: Der Omega Evolution 500 3,0 24V war eine Rennmaschine, die zu Homologationszwecken eine Straßenzulassung erhielt. Der Motor (230 PS) wurde vom Tuner Irmscher durch Modifikation des 3,0 l 24V kreiert. Parallel zum Omega wurde von 1987 bis 1993 das damalige Top-Modell "Senator B" angeboten. Der Senator wurde auf dem deutschen Markt nur mit den vom Omega A bekannten Sechszylinder-Reihenmotoren angeboten, für einige Auslandsmärkte gab es noch den 2,3-Liter-Turbodiesel. Die technische Verwandtschaft mit dem Omega A war sehr hoch.
Den bisher stärksten Omega gab es von 1989 bis 1992. Dieser Lotus Omega 3,6l 24V Bi-Turbo hatte 277 kW (377 PS) und kostete zuletzt ca. 125.000 DM. Gebaut wurde der Lotus Omega in England auf Basis des Omega 3000 in sehr geringen Stückzahlen von der Sportwagenschmiede Lotus, die seinerzeit zum GM-Konzern gehörte. In England wurde der Lotus Omega als Lotus Carlton verkauft.
Zum Modelljahr 2000 erhielt der Omega ein größeres Facelift. Sowohl die Front als auch das Heck wurden neu gestaltet, auch der Innenraum wurde weitgehend überarbeitet. Chromleisten entfielen nun zum größten Teil, dafür waren Stoßfänger und Seitenleisten in Wagenfarbe lackiert. Es gab neue Ausstattungslinien, der MV6 entfiel. Die edelste Variante nannte sich nun "Executive". In ihr war fast alles enthalten, was die Aufpreisliste zu bieten hatte: Lederpolster, elektrisch verstellbare Sitze, Xenon-Licht, Tempomat, Radio mit CD-Wechsler und Telefon... Aufpreispflichtig waren bei dieser Ausstattung fast nur noch das Schiebedach und die Metallic-Lackierung. Die Facelift-Modelle standen ab Oktober 1999 bei den Händlern.
2000 sollte wieder ein "Über-Omega" mit einem 5,7l-V8 mit 230 kW (315 PS) gebaut werden, er wurde aber wenige Wochen vor der geplanten Markteinführung zurückgezogen, weil angebliche Kühlungsprobleme beim V8-Motor nicht in den Griff zu bekommen waren. Es sollte der Leichtmetall-V8 (LS1) aus der Corvette zum Einsatz kommen, welcher im Gegensatz zu den bei den großen Cadillacs verbauten Northstar-V8-Vierventilern über mehr Hubraum, aber nur über eine zentrale Nockenwelle und zwei Ventile pro Zylinder verfügt. Auf dem amerikanischen Markt wurde der Omega als "kleiner" Cadillac Catera angeboten. Da er ebenfalls in Rüsselsheim gebaut wurde, sollte er vom guten Ruf des "Made in Germany" profitieren. Äußerlich unterschied sich der Cadillac vom Opel hauptsächlich durch einen anderen Kühlergrill sowie geänderte Rückleuchten, technisch waren sie praktisch identisch. Beim Catera kam ausschließlich der 3,0 bzw. später der 3,2 Liter V6 zum Einsatz.
Im gleichen Jahr kam ein 2,6l-132kW-Motor (180 PS), welcher den 2,5-l-V6 ersetzte. Ein Jahr später folgte ein 2,2l Diesel mit 92 kW (125 PS). Für alle, die vergebens auf einen stärker motorisierten Omega gewartet hatten, schob Opel 2001 einen 3,2l-160kW (218 PS) nach, der den 3,0-Liter ablöste und nur noch mit Automatik-Getriebe lieferbar war. Der erste Common Rail-Diesel kam 2001 wieder als zugekaufter BMW-Motor als 2,5l-Sechszylinder mit 100 kW (150 PS).
Der Omega wird seit Mai 2003 nicht mehr gebaut. Damit ging bei Opel eine Ära zu Ende, denn der Omega war der letzte Opel in klassischer Bauweise mit Frontmotor und Heckantrieb. Seine Position wurde jedoch nicht wie geplant durch den Opel Signum eingenommen. Die Modellstudie Insignia zeigt eine mögliche Lösung zur Nachfolge des Omegas. Wenn eines Tages ein Omega-Nachfolger gebaut werden sollte, wird es nach Presseberichten keine Stufenhecklimousine mehr sein. Weiterhin ist nicht davon auszugehen, dass dieser Nachfolger in Deutschland gebaut wird. Ein Import aus Australien scheint dabei nicht ausgeschlossen.
In Australien (unter dem Markennamen Holden) wird der Omega in leicht veränderter Form auch heute noch mit V6- und V8-Motoren gebaut. Dort heißt er allerdings nicht Omega, sondern je nach Ausstattung Commodore, Berlina oder Calais. Neben Limousine und Kombi werden auch noch weitere Karosserie-Varianten angeboten: Als Limousine mit verlängertem Radstand (Statesman/Caprice), als Allrad-Gelände-Kombi (Adventra), als zwei- und viertüriger Pickup (Ute/Crewman) und als zweitüriges Coupé Monaro. Der Monaro wird in leicht abgewandelter Form in Amerika als Pontiac GTO und in England unter dem Namen Vauxhall Monaro vertrieben. Das Coupé ist ausschließlich mit V8-Motor erhältlich.
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