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Die Opéra Garnier, auch Palais Garnier genannt, ist eines der zwei Pariser Opernhäuser, die der staatlichen Institution Opéra National de Paris unterstehen. Sie liegt auf dem rechten Seineufer im 9. Arrondissement. Ihren Namen verdankt sie ihrem Erbauer Charles Garnier. Seit der Eröffnung der neuen Opéra Bastille im Jahre 1989 wird sie hauptsächlich für Ballettaufführungen des hauseigenen Ballettensembles Ballet de l'Opéra de Paris genutzt, führt aber weiterhin auch klassische Opern auf.

Entstehung


Die Oper wurde von 1862 bis 1875 vom Baumeister Charles Garnier im Auftrag von Napoleon III. erbaut. Nach dem Ende der Kaiserherrschaft Napoleons pausierte die Bautätigkeit für fast drei Jahre. Schließlich entschloss sich die Regierung der III. Republik jedoch, den Bau fertig stellen zu lassen.

Architektur


Mit ihrem neobarocken, im Inneren üppig ausgeschmücktem Stil ist die Oper einzigartig unter den Pariser Bauwerken jener Zeit, die meist durch Klassizismus und Historismus bestimmt sind. Der Baumeister wollte mit der Oper einen eigenen Style Napoléon III schaffen.

Außen tragen Bogenpfeiler der unteren Fassade allegorischen Skulpturenschmuck: die lyrische Poesie, die Musik, das Idyll, die Deklamation, der Gesang, das Drama, der Tanz und das lyrische Drama. Über den Bogen sieht man Medaillons mit Abbildungen von Cimarosa, Haydn, Pergolesi und Bach. In den Nischen über der Loggia sind vergoldete Bronzebüsten großer Komponisten (Halévy, Meyerbeer, Rossini, Auber, Spontini, Beethoven und Mozart) abgebracht. Auf der Attika stehen Bronzegruppen der lyrischen Poesie mit den Musen und den Genien des Ruhmes. Die riesige Kuppel krönt eine Apollostatue, flankiert von Pegasusfiguren.

1963 wurde das ursprüngliche Deckengemälde in der Kuppel über dem Zuschauerraum von Marc Chagall mit einem neuen Deckenbild übermalt.

Phantom der Oper


Dieses Opernhaus ist der Originalschauplatz der Geschichte des Phantoms der Oper. Realer Hintergrund dieser Geschichte sind mysteriöse Geräusche aus dem Untergrund während der ersten Aufführungen sowie ein nie völlig aufgeklärter Unfall, bei dem der tonnenschwere Kronleuchter im Zuschauerraum abstürzte, glücklicherweise ohne dass Menschen ernsthaft zu Schaden kamen. Auch der unterirdische See, hinter welchem sich das Phantom versteckt, ist real. Bei Ausschachtarbeiten des Kellergewölbes stieß man auf einen bisher unbekannten unterirdischen Seitenarm der Seine, welcher den Keller voll Wasser laufen lies. Die Angst der Theaterleute vor diesem unheimlichen Keller und seinen labyrinthartigen Gängen gab dem „Operngeist“ seine Gestalt.

Galerie


Bild:OperaGarnierBauplan.jpg|Bauplan Bild:Salle Opera Garnier.jpg|Zuschauerraum Bild:OperaGarnierKuppelChagall.jpg|Kuppel über dem Zuschauerraum Bild:OperaGarnierWandelgang.jpg|Wandelgang für das Publikum Bild:OperaGarnierDeckenmosaik.jpg|Deckenmosaik Bild:OperaGarnierWandgemälde.jpg|Allegorisches Wandgemälde

Weblinks


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