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Onkel Dagobert – Sein Leben, seine Milliarden (The Life and Times of Scrooge McDuck) ist ein Comic des Comicautors und -zeichners Don Rosa. In zwölf Hauptkapiteln auf 212 Seiten wird die umfangreiche Lebensgeschichte des Fantastilliardärs Dagobert Duck in den Jahren 1867 bis 1947 beschrieben.

Der dänische Egmont-Verlag beauftragte Rosa im Jahr 1991, Ordnung in Ducks Leben zu bringen und die Geschichte, wie aus dem letzten männlichen Nachfahren der verarmten schottischen McDucks der reichste Mann der Welt wurde, aufzuzeigen.

Die Comics des Zeichners Carl Barks, der Dagobert Duck 1947 erfunden hatte, dienten als Grundlage für Dagoberts Lebensgeschichte. Don Rosa durchsuchte sie gründlich auf Hinweise über Dagoberts Vergangenheit. Selbst kleine Randbemerkungen bei Barks wurden so in Sein Leben, seine Milliarden eingearbeitet. Das erste Zusammentreffen von Donald Duck und Dagobert Duck seit Donalds Kindheit, das Carl Barks 1947 beim ersten Auftritt von Dagobert schilderte, bildet den Abschluss des Hauptwerkes.

Für sein Werk, das als sein magnum opus gilt, erhielt Don Rosa im Jahr 1995 den Eisner Award.

Don Rosa fertigte in den folgenden Jahren weitere Zusatzkapitel an, die einzelne Erlebnisse in der Jugend Dagoberts ausführlicher erzählen.

Die deutsche Erstveröffentlichung der zwölf Hauptkapitel erfolgte 1993 bis 1995 in Fortsetzungen in der Micky Maus, gefolgt von einem Nachdruck in sechs Alben. 2003 folgte eine Neuausgabe in einem Band, der außerdem sechs Zusatzkapitel, ausführliche Vorworte von Don Rosa zu jedem Kapitel sowie eine um drei Seiten erweiterte Fassung des letzten Kapitels enthält. Von diesem Band erschien auch eine limitierte signierte Ausgabe (999 Exemplare) als Hardcover, die aufgrund von weit über 1000 Vorbestellungen bei Erscheinen bereits vergriffen war. Mittlerweile werden Exemplare dieser signierten Ausgabe für enorm hohe Preise bei Ebay und auf Tauschbörsen gehandelt (bis zu 180 €).

Inhalt


Die Handlung beginnt 1877 in Schottland, als Dagobert noch jung war. Dagobert bekommt zum zehnten Geburtstag von seinem Vater einen Schuhputzkasten geschenkt, mit dem er seinen legendären ersten Zehner verdient. Mit dem Geld, das er in der folgenden Zeit durch Schuheputzen und den Verkauf von Torfblöcken verdient, folgt er mit 13 Jahren seinem Onkel Diethelm nach Amerika. Mit Diethelm bereist Dagobert den Mississippi auf der Suche nach einem gesunkenen Dampfer und macht dabei Bekanntschaft mit den Panzerknackern. Finanziell bringt dies Dagobert jedoch nicht weiter, ebensowenig sein Versuch als Cowboy in den Weiten Montanas. Bei der Suche nach Silber stößt er auf eine Kupferader, die sich, durch die Einführung der Elektrizität und der damit verbundenen vergrößerten Nachfrage, als Goldgrube entpuppt.

Nach fünf Jahren kehrt Dagobert wegen Familienproblemen erstmals wieder zurück nach Schottland. Die 10.000 Dollar, die Dagobert bisher verdient hat, gehen komplett für die ausstehende Grundsteuer der Duckenburgh drauf, der seit langem verlassenen Stammburg der McDucks.

In Afrika macht sich Dagobert auf die Suche nach Gold und Diamanten, kann aber kein größeres Vermögen anhäufen. Erst beim Goldrausch in Alaska, wo er sich einen Namen als Knauser und Geizhals macht, verdient Dagobert schließlich seine erste Million. Hier lernt er auch Nelly, den Stern des Nordens, kennen. Sie ist die Erste, für die er Gefühle hegt. Durch Investitionen wird er innerhalb der nächsten fünf Jahre zum Milliardär.

Als Dagobert nach Schottland zurückkehrt, hat er sich reichlich verändert: Er ist nicht mehr der aufstrebende junge Dagobert, sondern ein harter Geschäftsmann und wird von den Bewohnern nicht grade wohlgesonnen aufgenommen. Er beschließt, mit seinen Schwestern nach Amerika zurück zu gehen und ein Stück Land zu besiedeln, das Fort Entenhausen, welches er von Emanuel Erpel, dem Sohn des Stadtgründers gekauft hat. Dagoberts Vater verstirbt – von Dagobert unbemerkt – am Tag der Abreise; seine Mutter starb bereits Jahre zuvor.

In Entenhausen begegnet Dagobert der Familie Duck, deren Sohn Degenhard sich mit Dagoberts Schwester Dortel anfreundet. Beim Aufbau seines ersten Geldspeichers (damals nicht mehr als die Ansammlung seiner Gold gefüllten Fässer) trifft er – nach mittlerweile 22 Jahren – die Panzerknacker wieder, kann sie jedoch mit Hilfe des Präsidenten Roosevelt vertreiben, den er einst in Montana kennenlernte.

Nach sieben weiteren Jahren, in denen Dagobert seinem Ziel, reichster Mann der Welt zu werden, immer näher rückt, nimmt er seine Schwestern, die sich seitdem um die Verwaltung seiner Gelder in Entenhausen kümmern, mit auf seine Reisen. Nachdem Dagobert das Dorf eines Afrikanerstammes niederbrennen lässt, der ihm sein Land nicht für einen halben Taler verkaufen will, verlassen ihn seine Schwestern und kehren zurück nach Entenhausen. Dagobert will seinen Schwestern ursprünglich folgen, doch durch einige lohnende Geschäfte auf dem Weg, die er sich nicht entgehen lassen will, kehrt er erst nach 23 Jahren im Jahr 1930 nach Entenhausen zurück. Dagobert beschäftigt sich inzwischen nur noch mit der Vergrößerung seines Vermögens und interessiert sich nicht für seine Verwandten, die sich auf das Wiedersehen freuten. Dagobert hat es geschafft, der reichste Mann der Welt zu werden, vergrault jedoch seine Familie (darunter Dortels Sohn Donald).

Das letzte Kapitel spielt 17 Jahre später im Jahr 1947. Dagobert lebt inzwischen seit Jahren verbittert und zurückgezogen in seiner Villa. Was aus Dagoberts ehemaligem Vermögen wurde, ist unbekannt, sein Imperium hat er zehn Jahre zuvor aufgelöst, weil niemand seines Erbes würdig wäre.

Am Weihnachtstag trifft Dagobert erstmals wieder auf seinen Neffen Donald und dessen Neffen Tick, Trick und Track. Weil Donald die Geschichten aus Dagoberts Leben für erfunden hält, zeigt ihm Dagobert, was wirklich in seinem alten Bürogebäude lagert: ein großer Speicher (Pegelstand fast 100 Meter) mit all dem Geld, das er mit seinen eigenen Händen verdiente. Jede Münze ist mit Erinnerungen an sein Leben verbunden. Nachdem die Panzerknacker (inzwischen bereits die nächste Generation) den Geldspeicher überfallen, kann Dagobert sie zusammen mit Donald und dessen Neffen besiegen. In Donald und den Neffen sieht Dagobert die Familie, die er nie hatte, und erkennt, dass er seine letzten Jahre verplempert hat. Er wird motiviert, wieder aktiv zu handeln und neue Abenteuer zu erleben.

Kapitel


Hauptkapitel

  • 1. Der Letzte aus dem Clan der Ducks
  • 2. Der Herr des Mississippi
  • 3. Der Held der Badlands
  • 4. Der Kupferkönig
  • 5. Der Retter der Duckenburgh
  • 6. Der Schrecken von Transvaal
  • 7. Der Jäger des heiligen Opals
  • 8. Der Einsiedler am White Agony Creek
  • 9. Der Milliardär im Hochmoor
  • 10. Der Herrscher über Entenhausen
  • 11. Der Geschäftsmann ohne Gewissen
  • 12. Der Einsiedler der Villa Duck
Zusatzkapitel

  • Das Geheimnis des Glückszehners
    wird gerne auch als Kapitel 0 bezeichnet. Die Geschichte erzählt, wie Dagobert seinen ersten Zehner tatsächlich verdient hat, und wieso es sich dabei um eine amerikanische und nicht um eine schottische Münze handelt.
  • Abenteuer auf Java
  • Der Rächer von Windy City
  • Die Verschwörung der Gauner
  • Der letzte Schlitten nach Dawson
  • Der Jaguargott von Culebra
  • Die Gefangene am White Agony Creek

Literatur


  • Don Rosa: Onkel Dagobert, Sein Leben, seine Milliarden. Egmont Ehapa Verlag 2003, ISBN 3770403894.

Comics | Disney

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