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Omen (Pl. Omen oder Omina, v. lat.: omen = Vorzeichen, Vogelschau) ist ein Vorzeichen eines zukünftigen Ereignisses. Schon im Lateinischen war oft ein schlechtes Vorzeichen gemeint (vgl. das deutsche Adjektiv ominös).

Der Glaube an Omina bezeichnet eine Verknüpfung zwischen zwei Ereignissen, nicht notwendig eine kausale. Überall auf der Welt findet sich der Glaube an Vorzeichen, aus denen sich Hinweise über zukünftiges Geschehen deuten lässt. Das Individuum glaubt, ein Omen entweder zufällig wahrzunehmen, oder es macht sich auf die Suche. Die römischen Heere führten z. B. lange eigens Priester mit, die z. B. vor Schlachten in Funktion traten (Vogelschau).

Als Omen kann jedes Ereignis und Geschehen betrachtet werden, zum Beispiel Naturerscheinungen (Wetter, Verhalten von Tieren), Begegnungen mit bestimmten Personen oder andere unerklärliche Dinge, wie das Ergebnis eines Würfelwurfs. Heute existiert diese Vorstellung in der westlichen Welt lediglich noch als Volksglaube, häufig in Berufen, die riskante Züge haben (Seeleute, Soldaten, Schauspieler), wächst aber auch in Kriegszeiten wieder an.

Siehe auch: Nomen est omen, Menetekel, Aberglaube, Augur

Mantik

Omen | Omen | Омен | Omen | Гатање | Omen

 

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