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Omdurman ( Umm Durmān; Alternativschreibung Umm Durman) ist eine Stadt im sudanesischen Bundesstaat Al-Chartum und ist größte Stadt des Landes.
Mit der Hauptstadt Khartum und der Stadt Bahri bildet sie getrennt durch den Nil, der hier zusammenfließt, eine mit Brücken verbundene sogenannte Dreistadt. Anders als in dem wirtschaftlich prosperierenden Khartum, wird in Omdurman vornehmlich gewohnt. Die Stadt hat seit ihrer Gründung durch den Mahdi Muhammad Ahmad ihre eigene Tradition. Sie fungiert als religiöses Zentrum des Landes. Unter anderem beherbergt sie die Islamische Universität und verschiedene Sufi-Bruderschaften (Tariqas) sind hier aktiv.
Bevölkerungsentwicklung:
| Jahr | Einwohner |
|---|---|
| 1909 (Zensus)Encyclopedia Britannica von 1911: Band 20, Seite 101 | 42.779 |
| 1956 (k.A.) | 113.600 |
| 1973 (Zensus) | 299.399 |
| 1983 (Zensus) | 526.284 |
| 1993 (Zensus) | 1.271.403 |
| 2006 (Berechnung) | 2.970.099 |
Das Zentrum bildet der Suq Omdurman, der größte Markt des Landes, an dem auch die Hauptmoschee liegt. In Omdurman finden sich eine Reihe von Universitäten und Krankenhäusern und weiteren Märkten wie dem Suq Libia und dem Suq al-Shabi. Nicht weit von der "neuen Brücke" nach Khartum und der großen Parlamentshalle steht der moderne Bau der "Nilein Moschee". Die in weiß gehaltene "Moschee der zwei Nile" (so die wörtl. Übersetzung des Namens) hat eine prismaförmigen Kuppel und gilt auch als Wahrzeichen Omdurmans.
Daneben gibt es ein Repräsentationszentrum aus den Zeiten des Mahdi Muhammad Ahmad, als Omdurman Hauptstadt war. So findet sich ein großer für Versammlungen angelegter Platz vor der zweitürmigen Khalifa Moschee mit ihrer silbernen Kuppel und dem Grab des Mahdi, einem gelben kastenförmigen Gebäude mit ebenfalls versilberter Kuppel. Direkt daneben steht das Khalifa House, einem Museum, in dem Relikte aus Mahdi Muhammad Ahmad und Besatzerzeit eines der ältesten Automobile der Welt zu sehen ist.
Eine Vielzahl von Moscheen prägt das Bild der weiten Fläche der Stadt. Im Viertel Al-Masalam nördlich des zentralen Marktes gibt es eine große zweitürmige koptische Kirche. In Al-Mulazmeen gibt es außerdem die Kirche einer amerikanischen Mission. Auch die Radio- und Fernsehstation des Landes findet sich in Omdurman, im reicheren Stadtteil Al-Mulazmeen, direkt am Nil. Anders als in Khartum und Bahri sind die Nebenstraßen in Omdurman meistens unbefestigt. Auf ihnen finden sich vornehmlich PKW, Busse und Minibusse, Esel- und Pferdekarren, motorisierte Rikschas, Fußgänger und wenige Fahrradfahrer.
Weiter gibt es u.a. ein paar Restaurants am Nil oder in den Stadtteilen der reicheren Bevölkerung und sogenannte Clubs, in denen Platz für die großen Hochzeitsfeiern und andere Feierlichkeiten ist. Es gibt zwei Fußballstadien und mindestens zwei Kinos. Überall finden sich diverse kleine Läden, Esslokale und mobile Teeküchen entlang der Straßen.
Je weiter man sich vom Stadtzentrum entfernt, kommen Obst- und Gemüsestände an der Straße dazu, auf weiten Flächen kann man Friedhöfe sehen. Die Ausläufer der Stadt bilden ärmliche Wohngegenden und Slums. An den Ufern des Nils wird in einem recht schmalen Streifen Ackerbau betrieben. Das Ufer des Weißen Nils wird von Omdurman aus als Strand für Spaziergänge genutzt.
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