| I. Olympische Sommerspiele | - bgcolor="#FFFFFF" valign="top" | Olympic rings.svg | - bgcolor="#FFFFFF" | Teilnehmende Nationen | 13 | - bgcolor="#FFFFFF" valign="top" | Teilnehmende Athleten | 262 (nur Männer) | - bgcolor="#FFFFFF" | Wettbewerbe | 43 in 9 Sportarten | - bgcolor="#FFFFFF" | Eröffnung | 6. April 1896 * | - bgcolor="#FFFFFF" | Schlussfeier | 15. April 1896 * | - bgcolor="#FFFFFF" valign="top" | eröffnet durch | Georg I. von Griechenland | - bgcolor="#FFFFFF" valign="top" | Olympischer Eid | erst ab 1920 (Sportler) erst ab 1972 (Kampfrichter) | - bgcolor="#FFFFFF" | Olympische Fackel | erst ab 1928 | - bgcolor="#FFFFFF" | * In Griechenland galt 1896 noch der Julianische Kalender. Nach diesem fanden die Spiele vom 25. März bis 3. April statt. |
|---|
- bgcolor="#efefef" | Medaillenspiegel | ||||
| Platz | Land | S | B | 3. | Total |
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Us flag large 44 stars.png USA | 11 | 6 | 2 | 19 |
| 2 | Flag of Greece (1828-1978).svg Griechenland | 10 | 19 | 18 | 47 |
| 3 | Flag of the German Empire.svg Deutschland | 7 | 5 | 3 | 15 |
| 4 | 5 | 4 | 2 | 11 | |
| 5 | 3 | 3 | 1 | 7 | |
| 6 | Hungary flag 1867.png Ungarn | 2 | 1 | 3 | 6 |
| 7 | Flag of the Habsburg Monarchy.svg Österreich | 2 | - | 3 | 5 |
| 8 | Australien2 | - | - | 2 | |
| 9 | 1 | 2 | 4 | 7 | |
| 10 | 1 | 2 | - | 3 |
Es waren die ersten Olympischen Spiele der Neuzeit, nachdem die Olympischen Spiele der Antike im Jahre 393 durch den römischen Kaiser Theodosius I. wegen der Verehrung heidnischer Götter verboten worden waren.
Obwohl die Spiele auch für damalige Verhältnisse kaum sportliche Leistungen der Spitzenklasse erbrachten, wurden sie allgemein als großer Erfolg angesehen und sorgten maßgeblich dafür, dass die Olympischen Spiele sich dauerhaft etablieren konnten. Es nahmen 262 Athleten teil, Frauen waren nicht zugelassen, durften aber im Gegensatz zu den antiken Spielen immerhin zuschauen. Auch wenn die Olympischen Sommerspiele 1896 verglichen mit heutigen Austragungen sehr klein waren, hatten die Spiele von Athen doch eine bis dahin unbekannte Größe für eine Sportveranstaltung.
Nach dem Beschluss, die Olympischen Spiele wieder aufleben zu lassen, musste der erste Austragungsort bestimmt werden. De Coubertins Wunschvorstellung war es eigentlich, die ersten Spiele der Neuzeit im Jahr 1900 anlässlich der Weltausstellung in Paris auszutragen. Doch die übrigen Delegierten befürchteten, wegen der langen Wartezeit von sechs Jahren könnte das Interesse wieder abflauen. Sie beschlossen deshalb, die ersten Olympischen Spiele bereits 1896 durchzuführen. Einige Delegierte wünschten London als Austragungsort. Doch nach einem Gespräch mit dem griechischen Delegierten Demetrius Vikelas schlug de Coubertin Athen vor, um Griechenland als Ursprung der Olympischen Spiele zu ehren. Die Delegierten stimmten diesem Vorschlag einstimmig zu und wählten Vikelas zum ersten Präsidenten des neu gegründeten Internationalen Olympischen Komitees (IOC).
Kronprinz Konstantin, der die Idee der Olympischen Spiele stets unterstützt hatte, beschloss die Bildung eines neuen Organisationskomitees mit ihm selbst als Vorsitzenden. Nachdem er begonnen hatte, öffentlich für die Spiele zu werben, konnten große Spenden akquiriert werden, einerseits aus Griechenland selbst, andererseits von den bedeutenden griechischen Gemeinschaften in London, Marseille und Istanbul. Auf diese Weise kamen 330.000 Drachmen zusammen. Eine Serie von Sonderbriefmarken brachte weitere 400.000 Drachmen ein, der Verkauf von Eintrittskarten 200.000 Drachmen.
Auch die königliche Familie Griechenlands förderte dieses Ereignis stark. Nikolaus von Griechenland, ein Sohn des griechischen Königs Georg I., war der Präsident der Schießwettbewerbe. Auch weitere Angehörige des Königshauses, zum Beispiel Georg von Griechenland, beteiligten sich an den Vorbereitungen. Auf Wunsch des Kronprinzen übernahm der reiche Geschäftsmann George Averoff sämtliche Kosten für den Neubau des Panathinaikon-Stadions. Insgesamt spendete er etwa 920.000 Drachmen. Um seine Großzügigkeit zu ehren, wurde eine Statue von Averoff geschaffen und einen Tag vor Beginn der Spiele enthüllt. Diese steht noch heute vor dem Stadion.
Das Panathinaikon-Stadion basierte auf den erhaltenen Strukturen des ehemaligen Stadions, in dem die antiken „Panathenischen Spiele“ ausgetragen worden waren. Es war ursprünglich im Jahr 330 v. Chr. gebaut worden. Das unter der Leitung des Architekten Anastasios Metaxas neu gebaute Stadion in Form eines Hufeisens hatte im Innenraum eine Länge von 236 Metern, die ovale Laufbahn war 333,33 Meter lang. Die Tribünen sollten mit Hilfe von Averoffs Spenden in Marmor ausgekleidet werden. Da jedoch die Zeit zu knapp wurde, mussten Teile der Struktur aus Holz gebaut und architektonisch möglichst geschickt versteckt werden. Das Stadion hatte etwa 69.000 Plätze, davon 50.000 Sitzplätze. Für die ersten Olympischen Spiele wird eine Gesamtzuschauerzahl von etwa 312.000 geschätzt. Es soll 30 bis 40 akkreditierte Journalisten gegeben haben, darunter acht Fotografen.
Das größte Team stellten die Griechen, gefolgt von den Deutschen und den Franzosen. Die Teilnehmer waren nicht in Nationalteams organisiert und es fanden nur in Ausnahmefällen Qualifikationswettkämpfe statt. Für Großbritannien beispielsweise traten zwei Angestellte der Botschaft in Athen an. An den ersten Olympischen Spielen entzündeten sich auch nationalistische Konflikte. So nahmen die Turner in Frankreich, Belgien und Deutschland eine kompromisslos oppositionelle Haltung gegen eine gemeinsame Veranstaltung mit den als proletarisch und englisch verschrieenen übrigen Sportarten ein. In Deutschland erschienen kurz vor Meldeschluss Zeitungsartikel, welche versuchten, die Olympischen Spiele als französisch-griechische und somit für Deutsche unwürdige Veranstaltung zu denunzieren - durchaus mit einigem Erfolg. Die 19 deutschen Sportler, die trotzdem nach Athen reisten, erhielten von der Deutschen Turnerschaft einen Verweis. Das Streben nach Höchstleistung galt als gesundheitsgefährdend, unästhetisch und unsozial.
Einige Quellen bezeichnen den in Alexandria lebenden Dionysios Kasdaglis als Vertreter Ägyptens, die meisten jedoch (darunter auch das IOC) als Vertreter Griechenlands. Die zwei Athleten aus Smyrna zählen in fast allen Quellen als Griechen. Obwohl Australien damals noch ein integraler Bestandteil des Vereinigten Königreichs war, wird Edwin Flack in den Statistiken als Australier geführt. Österreich und Ungarn waren zwar Bestandteile des Staates Österreich-Ungarn, doch wurden die Resultate von Sportlern dieser Länder in den Statistiken getrennt geführt. Zu den ungarischen Resultaten werden gemäß der damaligen territorialen Ausdehnung Ungarns auch jene von Athleten aus der Vojvodina und der Slowakei hinzugerechnet.
Auch Belgien, Chile und Russland hatten Teilnehmer gemeldet, zogen diese dann jedoch zurück.
| Die erfolgreichsten Teilnehmer | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Rang | Sportler | Land | Sportarten | 1. Platz | 2. Platz | 3. Platz |
| 1 | Carl Schuhmann | Flag of the German Empire.svg Deutschland | Gewichtheben Ringen Turnen | 4 | 0 | 1 |
| 2 | Hermann Weingärtner | Flag of the German Empire.svg Deutschland | Turnen | 3 | 2 | 2 |
| 3 | Alfred Flatow | Flag of the German Empire.svg Deutschland | Turnen | 3 | 1 | 0 |
| 4 | Paul Masson | Flag of France.svg Frankreich | Radsport | 3 | 0 | 0 |
| 5 | Robert Garrett | Us flag large 44 stars.png Vereinigte Staaten | Leichtathletik | 2 | 2 | 0 |
| 6 | Fritz Hofmann | Flag of the German Empire.svg Deutschland | Leichtathletik Turnen | 2 | 1 | 1 |
Jüngster Teilnehmer war der 10-jährige griechische Turner Dimitrious Loundras. Der älteste war der US-amerikanische Schütze Charles Waldstein mit 40 Jahren. Der jüngste Olympiasieger war der Grieche Ioannis Malokinis, der im Alter von 16 Jahren das Schwimmen für Matrosen gewann, der älteste der griechische Schütze Georgios Orphanidis mit 36 Jahren.
| Zeitplan der Olympischen Sommerspiele 1896 | ||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| April | 06 | 07 | 08 | 09 | 10 | 11 | 12 | 13 | 14 | 15 |
| Eröffnung | ||||||||||
| Fechten | • | • | ||||||||
| Gewichtheben | • | |||||||||
| Leichtathletik | • | • | • | • | ||||||
| Radsport | • | • | • | • | ||||||
| Ringen | • | |||||||||
| Schießen | • | • | • | • | ||||||
| Schwimmen | • | |||||||||
| Tennis | • | |||||||||
| Turnen | • | • | ||||||||
| Abschluss | ||||||||||
| April | 06 | 07 | 08 | 09 | 10 | 11 | 12 | 13 | 14 | 15 |
| • = Medaillenentscheidungen | ||||||||||
Anschließend trugen neun Marschkapellen und 150 Chorsänger die Olympische Hymne vor. Spyros Samara hatte sie komponiert, Kostis Palamas schrieb den Text dazu. Die Hymne stieß auf Zustimmung und das Publikum forderte eine Zugabe.
Die Eröffnungsfeiern bei Olympischen Spielen beinhalten heute noch Elemente dieser kurzen und schlichten Feier. Das Staatsoberhaupt des Gastgeberlandes eröffnet noch immer offiziell die Spiele und auch die Olympische Hymne, welche seit 1958 einen offiziellem Status hat, wird gespielt. Andere Elemente wie der Einmarsch der Athleten, die Olympische Fackel und der Olympische Eid kamen erst bei späteren Austragungen hinzu.
Daraufhin ehrte der König die erfolgreichen Sportler. Die Sieger erhielten Silbermedaillen, die Zweitplatzierten Bronzemedaillen. Einzelne Gewinner erhielten auch Sonderpreise. Zu ihnen gehörte Spiridon Louis: Er erhielt von Michel Bréal, dem Erfinder des Marathonlaufs, einen Pokal. Louis führte danach die Ehrenrunde der Medaillengewinner durch das Stadion an, unter den Klängen der Olympischen Hymne. Schließlich beendete der König formell die Veranstaltung, mit den Worten:
Die Ruderwettkämpfe hätten im Hafen von Piräus, an der Bucht von Phaleron, stattfinden sollen. Am geplanten Wettkampftag, dem 13. April, herrschte jedoch starker Wind und heftiger Regen, was eine Durchführung der sieben Wettbewerbe verhinderte. Segeln wurde ebenfalls abgesagt, weil gemäß dem offiziellen Bericht „weder geeignete Boote vorhanden waren noch fremde zur Verfügung gestellt wurden“.
Der allererste Sieger eines olympischen Ereignisses war Francis Lane (USA), der einen Vorlauf über 100 Meter in 12,5 Sekunden gewann. Erster Olympiasieger der Neuzeit war James Brendan Connolly aus den Vereinigten Staaten, der den Dreisprung-Wettkampf mit über einem Meter Vorsprung für sich entschied. Die Harvard University hatte ihrem Studenten keine Erlaubnis gewährt, nach Athen zu reisen. Um dennoch teilnehmen zu können, exmatrikulierte er sich selbst; 1949 verlieh ihm seine Universität die Ehrendoktorwürde.
Robert Garrett, ein Student der Princeton University, gewann neben dem Kugelstoßen auch den Wettbewerb im Diskuswerfen. Letztere Disziplin war noch nie zuvor an internationalen Wettkämpfen ausgetragen worden. Garrett hatte einen Schmied damit beauftragt, nach einer wissenschaftlichen Zeichnung einen Diskus herzustellen. Er wog rund 10 Kilogramm und erwies sich als zu schwer, um damit werfen zu können. Als Robert Garrett erfuhr, dass der im Wettkampf verwendete Diskus nur 2 Kilogramm wog, meldete er sich trotzdem an. Zur Enttäuschung der griechischen Zuschauer, die ihre Athleten für unschlagbar hielten, gewann der US-Amerikaner den Wettbewerb.
Der bedeutendste Wettbewerb aus Sicht der Gastgeber war der neu eingeführte Marathonlauf. Er entsprang der Legende des Pheidippides, der den Athenern die Nachricht vom Sieg über die Perser bei der Schlacht bei Marathon gemeldet haben soll und in Athen vor Erschöpfung starb. Im Stadion selbst warteten 50.000 Zuschauer, die Hügel rund um das Stadion waren dicht gesäumt. Jubel brach aus, als Spiridon Louis, ein Wasserträger aus Maroussi, als Erster im Stadion ankam. Die griechischen Prinzen begleiteten ihn auf der letzten Runde. Louis trat zwar nach dem Olympiasieg nie mehr zu einem Rennen an, wurde aber zu einem Nationalhelden. Privatleute überhäuften ihn mit Geschenken, darunter eine goldene Uhr und ein goldenes Zigarrenetui, gerüchteweise erhielt er auch einen kleinen Bauernhof und mehrere Familien sollen ihre Töchter zur Heirat angeboten haben.
Der erste Wettkampf war das zweihändige Gewichtheben. Der aus dem Vereinigten Königreich stammende Launceston Elliott und der Däne Viggo Jensen schafften das selbe Gewicht. Doch die Jury entschied, dass Jensen den „besseren Stil“ gezeigt habe und erklärte den Dänen zum Sieger. Die britische Delegation, die mit dieser Regel nicht vertraut war, legte Protest ein. Beide Athleten traten zu einer weiteren Runde an, doch keiner konnte seine Leistung verbessern und am Klassement änderte sich nichts.
Launceston Elliott revanchierte sich beim einarmigen Gewichtheben, das unmittelbar danach stattfand. Jensen hatte sich bei seinem letzten zweihändigen Versuch leicht verletzt und wurde lediglich Zweiter. Das griechische Publikum war sehr angetan von Elliotts Leistung und auch von seinem attraktiven Äußeren. Eine „Dame in hoher Position“, die dem Wettkampf zugeschaut hatte, soll ihm angeblich einen Heiratsantrag gemacht haben.
Der Dominator der Bahnrennen war der Franzose Paul Masson, der das Zeitfahren über eine Bahnrunde, das 2000-Meter-Rennen und das 10.000-Meter-Rennen gewann. Beim 100-Kilometer-Bahnrennen war Masson als Schrittmacher für seinen Landsmann Léon Flameng im Einsatz, der trotz eines Sturzes und einer Panne gewann. Der österreichische Fechter Adolf Schmal siegte im 12-Stunden-Rennen, welches nur von zwei Fahrern beendet wurde, während der Grieche Aristidis Konstantinidis das Straßenrennen gewann.
Abgesehen von den zwei griechischen Ringern hatten alle Teilnehmer zuvor an anderen olympischen Wettkämpfen teilgenommen. Launceston Elliott, der Sieger im Gewichtheben traf beispielsweise auf Turnolympiasieger Carl Schuhmann. Letzterer siegte mit Leichtigkeit und traf im Finale auf den Griechen Georgios Tsitas. Der Kampf musste nach 40 Minuten wegen einbrechender Dunkelheit abgebrochen und am darauf folgenden Morgen neu angesetzt werden. Schuhmann benötigte schließlich noch eine Viertelstunde für den Sieg.
Erster Wettbewerb war das Militärgewehrschießen über 200 Meter. Der Sieger Pantelis Karasevdas war der einzige, der mit allen Schüssen das Ziel traf. Der zweite Wettbewerb, das Militärpistolenschießen, wurde von zwei US-amerikanischen Brüdern dominiert, John Paine und Sumner Paine. Um die Gastgeber vor einer weiteren Blamage zu bewahren, beschlossen die Brüder, dass nur einer von ihnen im freien Pistolenschießen antreten würde. Sumner Paine gewann den Wettbewerb und war der erste Verwandte eines Olympiasiegers, der selbst Olympiasieger wurde.
Die Paine-Brüder nahmen nicht am 25-Meter-Pistolenschießen teil, weil die Jury befand, ihre Waffen entsprächen nicht dem erforderlichen Kaliber. Diesen Wettbewerb gewann Ioannis Phrangoudis, der darüber hinaus beim freien Gewehrschießen Zweiter wurde. Wegen der einbrechenden Dunkelheit konnte der Wettbewerb, der am gleichen Tag wie das Pistolenschießen stattfand, nicht rechtzeitig beendet werden. Der Wettbewerb ging am darauf folgenden Morgen weiter und wurde schließlich von Georgios Orphanidis gewonnen.
Alfréd Hajós aus Ungarn war zweimal am Start und gewann die Rennen über 100-Meter-Freistil und 1200-Meter-Freistil, letzteres mit einem Vorsprung von über zweieinhalb Minuten. 28 Jahre später wurde Hajós einer von nur zwei Athleten, die auch in einem olympischen Kunstwettbewerb eine Medaille gewannen.
Ein Kuriosum war das 100-Meter-Matrosenschwimmen. An diesem Wettbewerb durften nur Matrosen der im Hafen von Piräus liegenden griechischen Kriegsschiffe teilnehmen. Von elf gemeldeten „Sportlern“ traten nur drei an. Obwohl die Beschränkung des Teilnehmerfelds eigentlich der olympischen Idee widersprach, wurde der offizielle Charakter des Rennens später nie angezweifelt, weder von Pierre de Coubertin noch von anderen einflussreichen Mitgliedern des IOC.
Der für Großbritannien startende Ire John Pius Boland, der zufälligerweise in Athen im Urlaub war, wurde von einem griechischen Freund für das Turnier angemeldet – und gewann es mit Leichtigkeit. In der ersten Runde hatte er den Deutschen Friedrich Adolph Traun geschlagen, der zuvor im 800-Meter-Lauf ausgeschieden war. Boland und Traun beschlossen, am Doppelturnier teilzunehmen, welches sie schließlich gewannen. Die errungene Silbermedaille wurde beiden Ländern zugeschrieben.
Drei Olympiasieger stammten aus anderen Ländern: Der Schweizer Louis Zutter gewann am Pauschenpferd, der Grieche Ioannis Mitropoulos an den Ringen, dessen Landsmann Nikolaos Andriakopoulos beim Seilklettern.
Olympische Sommerspiele 1896 | Sportveranstaltung 1896
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