Die Olsa (polnisch Olza, tschechisch Olše) ist ein rechter Nebenfluss der Oder in Polen und Tschechien. Die Gegend entlang Olsa ist ein Zentrum der Steinkohlenbergbaus und der Industrie.
Sie entspringt in den polnischen Westbeskiden 3 km südwestlich des Widderberges (Baranowa Góra) und der Quelle der Weichsel.
Die Olsa fließt in westliche Richtung am Dorf Istebna vorbei. Nach etwa 12 km auf polnischen Gebiet geht ihr Lauf hinter Jasnowice, nahe dem Dreiländereck zwischen Tschechien, Polen und der Slowakei, auf tschechischem Gebiet weiter.
An der Olsa liegt die Stadt Jablunkov (Jablunkau), wo die Lomná einmündet. Am Flusslauf, der nach Nordwest und Nord geht, liegen Třinec (Trzynietz) und Teschen (polnisch Cieszyn, tschechisch Český Těšín). Seit dem Ende des ersten Weltkrieges teilt der Fluss diese Stadt mit kurzzeitigen Unterbrechungen.
Die Olsa stellt nun bis zum Ende ihres Laufs unweit von Bohumín (Oderberg) die Staatsgrenze zwischen Polen und Tschechien dar, lediglich um die Stadt Karviná (Karwin) fließt sie ausschließlich auf tschechischem Gebiet.
Nach 83 km mündet die Olsa bei dem Dorf Olza (Olsau) in die Oder.
Die Grenzziehung an der Olsa war ein Ergebnis des Ersten Weltkriegs und des Zusammenbruches der k.u.k. Monarchie im Jahre 1918. Weil sowohl Polen als auch die Tschechoslowakei das gesamte Olsagebiet und auch das Hultschiner Ländchen beanspruchten, kam es 1919 zum Polnisch-Tschechischen Grenzkrieg. Auch nach der Beilegung des Konfliktes schwelte dieser verdeckt weiter, so dass Polen seine Ansprüche beim Münchner Abkommen von 1938 durchsetzte. Nach der deutschen Besetzung Polens im Jahre 1939 wurde das gesamte Olsagebiet Teil des Deutschen Reiches. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurde der Grenzverlauf entsprechend den Festlegungen von 1918 wieder hergestellt.