Olpe liegt im
Ebbegebirge in
Nordrhein-Westfalen und ist eine
Mittlere kreisangehörige Stadt des
Kreises Olpe im
Regierungsbezirk Arnsberg. Die Stadt ist
Sitz des Kreises Olpe.
Geografie
Geografische Lage
Olpe liegt am Südrand des Naturparks Ebbegebirge. Im Norden Olpes liegt
Südwestfalens größte Talsperre, der
Biggesee.
Olpe befindet sich in einem ausgedehnten Hügelland. Im Norden von Olpe sind die Hänge steiler, die Täler enger (z.B. bei den Ortschaften Rhode, Neger), im Süden haben die Hügel weiche Kuppen und die Täler sind weiträumiger. Es gibt dort auch kleine Hochflächen.
Die höchsten Berge sind:
- Engelsberg (589 m)
- Rother Stein (583 m)
- Feld-Berg (556 m)
- Hohe Rhonard (526 m)
Die Innenstadt ist von den folgenden Bergen umgeben:
- Imberg
- Hatzenberg
- Gallenberg
- Lindenhardt
- Eichhardt
- Kimicker Berg
- Bratzkopf
- Kreuzberg
Zum Stadtgebiet gehören auch einige Flüsse oder Bäche, die alle im Biggesee münden:
- Bigge ist Mündungsfluss der
- Olpe, diese wird durch die folgenden Bäche gebildet:
- Günse,
- Felmicke (unterirdisch),
- Kortemicke (unterirdisch),
- Ahe
Weitere Flüsse im Stadtgebiet:
Der Veischedebach mündet nicht in den Biggesee, sonden bei
Grevenbrück in die
Lenne.
Ausdehnung des Stadtgebiets
Das Stadtgebiet Olpe hat eine Gesamtfläche von 86 km². Die maximale Ausdehnung liegt in nord-südlicher wie west-östlicher bei 11 Kilometern. Die tiefste Stelle in Olpe ist der Biggesee (Wasserspiegel) mit 307,5 m über NN, die höchste Erhebung ist der Engelsberg bei Neuenkleusheim mit 589 m über NN.
Nachbargemeinden
Stadtgliederung
Räumlich ist das Stadtgebiet gegliedert in die Ortschaften:
Altenkleusheim, Dahl, Friedrichsthal, Eichhagen, Griesemert, Günsen, Hohl, Neuenkleusheim, Lütringhausen, Unterneger, Mittelneger, Oberneger, Oberveischede, Rehringhausen, Rhode, Rhonard, Rüblinghausen, Saßmicke, Sondern, Stachelau, Thieringhausen und Waukemicke
(nur Ortsteile mit mehr als 50 Einwohnern).
Klima
Durch die Hügellage und die häufigen Westwinde regnet es in Olpe oft. Die
Wolken saugen sich über den
Atlantischen Ozean mit
Wasserdampf voll. Wenn diese dann gegen die Berghänge des Olper Hügellandes gedrängt werden, steigen sie höher und der Wasserdampf wird durch die Kälte zu größeren Tropfen, die dann als Regen herunter fallen.
Der kälteste Monat ist der Januar, der wärmste Monat Juli. Die hohe Luftfeuchtigkeit führt in den Wintermonaten oft zu Nebel.
Geschichte
Olpe soll seinen Namen von dem Mündungswinkel Olpe und Bigge haben.
(„Ol-apa“ = Bach im feuchten Wiesengrund)
Erste Bodenfunde aus dem Olper Raum lassen sich datieren (rund 900 n. Chr.): Scherben- und Schlacken (Eisengewinnung und -verarbeitung) in der Wüstung Kimickerberg, Münzfund in Dahl (nach 1005).
1220: Erste urkundliche Erwähnung.
1311: Verleihung des Soester Stadtrechtes durch Erzbischof Heinrich II. Graf von Virneburg.
1500: Kreuzkapelle wird erstmals erwähnt.
1525: Erster Nachweis einer Schützengesellschaft.
1587 - 1697 sind im Gerichtsbezirk Olpe Hexenprozesse nachweisbar.
1615: Es gibt den ersten Lehrer in Olpe.
1634: Großer Stadtbrand.
1665: Erstmaliges Agatha-Gelübde zum Schutz vor Feuerbrünsten.
1673: Erstmals erfolgt das Rochus-Gelübde zum Schutz vor der Pest und anderen Seuchen.
1696: Letztmalige Verurteilung einer „Hexe“.
1711: Die Post kommt erstmals nach Olpe.
1795: Großer Brand von Olpe, Olpe wird zu 83% zerstört. Anstelle des mittelalterlichen Aussehen erfolgte der Wiederaufbau auf Grundlage eines Gesamtplans (drei breite parallele Straßen, rechtwinklig verbunden durch Nebenstraßen)
1819: Olpe wird Kreisstadt, vormals Bilsteiner Kreis, jetzt „Kreis Olpe“.
1828: Neugründung des Olper Schützenvereins. Sein Name lautet „St.-Sebastianus-Schützenverein“.
1842/44: Gründung der Evangelischen Gemeinde.
1863: Gründung des Ordensgemeinschaft „Franziskanerinnen von der ewigen Anbetung“
1864: Telegraphenstation in Olpe.
1875: Die Eisenbahn kommt nach Olpe. Erst nach Attendorn/Finnentrop, 1880 folgt Olpe-Rothemühle.
1888: Erstes elektrisches Licht.
1908/09: Die St.-Martinus-Kirche brennt nahezu vollständig nieder (vermutlich Brandstiftung) / Neubau im Stil der Neugotik.
28. März 1945: Schwerer Bombenangriff auf Olpe
1965: Einstau des Biggetalsperre.
1971: Freigabe Bundesautobahn 45.
1976: Freigabe Bundesautobahn 4.
Eingemeindungen
In Folge der kommunalen Neugliederung vom
1. Juli 1969 gehören heute neben der „alten Stadt“ (Stadt Olpe, Amt Olpe) auch die früheren selbstständigen Gemeinden Kleusheim, Olpe-Land und Rhode, sowie Teile der alten Gemeinden Helden (Oberveischede, Tecklinghausen, Neuenwald), Rahrbach (Fahlenscheid) und Kirchveischede (Apollmicke) zum neuen Stadtgebiet. Die Stadtfläche vergrößerte sich damit von 12,78 auf 85,65 km², die Einwohnerzahl stieg von 14.184 auf 21.705.
Religionen
Die Bevölkerung der Stadt Olpe ist überwiegend katholisch.
| Religion
| Anzahl
| Prozent
|
| Katholisch:
| 17.834
| 67,99%
|
| Evangelisch:
| 3.732
| 14,26%
|
| Sonstige Religion/Konfessionslose:
| 4.644
| 17,75%
|
Stadtpatron:
Hl. Martinus
Katholisch
Olpe gehört kirchlich gesehen zum
Erzbistum Paderborn. Auf mittlerer Ebene wird Olpe durch die „Seelsorgeregion Siegerland-Südsauerland“ verwaltet, die sich aus den
Dekanaten Elspe, Attendorn und Olpe bildet. Diese drei Dekanate werden am
1. Juli 2006 zu einem Dekanat zusammengeschlossen.
Auf unterster Ebene gibt es in Olpe zwei Pastoralverbünde, die zusammen mit den Kirchengemeinden aus Wenden und Drolshagen das Dekanat Olpe bilden:
- Olpebach-Täler bestehend aus der Pfarrei St. Marien Olpe mit den Kapellengemeinden: Günsen, Lütringhausen, Rhonard, Stachelau, Thieringhausen sowie des Kirchspiels Kleusheim mit den Orten: Alten- und Neuenkleusheim, Rehringhausen.
- Pastoralverbund Olpe-Biggesee bestehend aus der Pfarrei St. Martinus Olpe mit den Filialgemeinden Dahl-Friedrichsthal und Saßmicke sowie den Pfarrbezirken Heilig Geist im westlichen Bereich von Olpe und der Ortschaft Rüblinghausen, Hatzenberg und der Pfarrei St. Cyriakus in Rhode mit den Filialen Sondern, Oberveischede und Neger.
Außerdem gibt es zwei Klöster:
Evangelisch
Es gibt seit 1844 eine evangelische Kirchengemeinde. Ihr gehört die älteste Olper Kirche, die 1898 aus rotem Backstein erbaut worden ist.
Weitere religiöse Gemeinschaften
Ev. Freikirchliche Gemeinde,
Jehovas Zeugen, Neuapostolische Kirche, Islamische Gemeinde, Griechisch-Orthodoxe Kirche
Einwohnerentwicklung
(jeweils zum 31. Dezember)
Politik
Gemeinderat
| Wahlergebnisse der Kommunalwahl 2004
|
| Partei | Stimmen | Sitze
|
| CDU
| 49,9%
| 19
|
| UCW
| 29,4%
| 11
|
| SPD
| 15,1%
| 6
|
| Grüne
| 5,6%
| 2
|
Bürgermeister
- Horst Müller, CDU, seit 1997
Wappen
Das Wappen zeigt eine Episode aus dem Leben des
Hl. Martin, als er einem Bettler die Hälfte seines Mantels spendet. Schon im Jahre
1360 zierte diese Szene das älteste
Siegel der Stadt. Im Jahre
1911 kam als Zeichen der langen Zugehörigkeit zum
Kurfürstentum Köln (
1180 bis
1802) in der linken oberen Ecke das Kreuz der
Kölner Kurfürst-Erzbischöfe hinzu.
Städtepartnerschaften
Seit dem 28. Juli 2001 besteht eine
Städtepartnerschaft mit der
französischen Stadt
Gif-sur-Yvette. Das Städtische Gymnasium in Olpe führt seit Jahren einen regelmäßigen
Schüleraustausch mit einem Collège in Gif-sur-Yvette durch.
Parlaments-Abgeordnete
Europaparlament
Der aus
Olsberg stammende
Dr. med. Peter Liese (
CDU) bzw. (
EVP) ist seit
1994 der für Olpe gewählte Vertreter im Europäischen Parlament. Zum Wahlkreis gehören alle Städte und Gemeinden der Kreise Olpe, Soest, Siegen-Wittgenstein, sowie der Märkische Kreis und der Hochsauerlandkreis.
Bundestag
Seit 1994 ist
Hartmut Schauerte (
CDU) der Volksvertreter für den Wahlkreis 150, zu dem alle Kommunen des Kreises Olpe und der südliche Teil des Märkischen-Kreises (Halver, Herscheid, Kierspe, Lüdenscheid, Meinerzhagen und Schalksmühle) gehören. Schauerte wohnt mit seiner Familie in Kirchhundem-Flape.
Landtag
Theodor Kruse (
CDU) ist seit
1995 der Vertreter im
Landtag von NRW für den Kreis Olpe. Bei der letzten Landtagswahl 2005 bekam er 64 % der Stimmen.
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Kultur spielt eine wichtige Rolle in der Kreisstadt. Regelmäßige Veranstaltungen des städtischen Kulturamtes sowie von Vereinen aus den unterschiedlichsten Sparten prägen das Bild der Kulturarbeit in Olpe. Konzerte aller Art, Theaterstücke, Musicals, Kleinkunst-Acts, Ausstellungen u. v. m. werden regelmäßig in den Programmreihen angeboten.
Folgende Aufführungsorte gibt es:
- Stadthalle Olpe
- Marktplatz
- Aula der Realschule Olpe
- Lorenz-Jaeger-Haus (OT)
- Altes Lyzeum
- Kreishaus Olpe
- Kreuzkapelle
- Aula des Städtischen Gymnasiums
Bauwerke
- Historische Stadtmauer mit Engelsturm und Hexenturm
- Martinus-Kirche
- Kapellen (Kreuz-, Rochus- und Valentinskapelle)
- Evangelische Kirche
- Marktplatz mit Pannenklöpper-Denkmal
- Geschichtsbrunnen
Naturdenkmäler
Sport
Es gibt in Olpe verschiedenste Möglichkeiten, Sport zu treiben.
- Im frisch renovierten Freizeitbad Olpe gibt es verschiedene Becken und Thermalbereiche. Dazu gehören auch eine Saunalandschaft und ein Freibad. In der Imbergschule gibt es ein Lehrschwimmbecken. In Sondern gibt es die Möglichkeit, im Biggesee unter Aufsicht zu schwimmen.
- Es gibt in Olpe elf Fußballvereine, die auf zehn Fußballplätze spielen. Zum Kreuzbergstadion, das größte seiner Art in Olpe, gehören ein Rasen- und ein Kunstrasenplatz. Insgesamt finden dort ca. 5000 Besucher Platz.
- Gespurte Loipen zum Langlauf fahren gibt es bei Schnee in Thieringhausen. Ski-Abfahren kan man in Fahlenscheid. Dort gibt es zwei Doppelankerlifte und eine Beschneiungsanlage.
- Der Biggesee bietet als Stausee gute Voraussetzungen für das Tauchen. Die ortsansässigen Taucher treffen hier auch häufig auf Tauchgäste, die regelmäßig z.B. aus der näheren Umgebung wie Siegen den Biggesee betauchen, aber auch auf Gruppen aus dem Ausland.
Neben der
Tauchschule gibt es in Olpe den
Tauchclub Biggesee-Olpe e.V., hier steht neben dem breiten Ausbildungsangebot sowie dem wöchentlichen Training auch das Vereinsleben im Vordergrund.
- An dem Vorstaubecken hat sich der Ruderclub Biggesee niedergelassen, der fünf mal die Woche dort trainiert. Im Sommer findet dort dann die alljährliche Biggesee-Regatta statt, bei der bis zu 20 Vereine zum Beispiel um das blaue Band rudern. Von dem vereinseigenen Steg aus kann man nach Olpe (5km), ins Rosenthal (4km), und nach Stade (3,5km) rudern.
Regelmäßige Veranstaltungen
Das Brauchtum in Stadt und Land fußt auf Gebräuchen, die oft schon viele hundert Jahre alt sind. Ihren Ursprung haben sie vielfach in der kirchlichen Tradition.
- Olper Bracken
- Olper Schützenfest (Immer an dem Wochenende um den dritten Sonntag im Juli)
- Agatha-Tag (5. Februar) und Prozession (immer der darauf folgende Sonntag)
- Poschefeuer (Osterfeuer auf dem Gallenberg, dem Bratzkopf und in fast allen Dörfern der Stadt)
- Rochus-Gelübde mit anschließender Prozession
- St. Martin mit Umzug
- Orgelstück "Der alte Zimmermann" zu Weihnachten
- Ölper Tied (11 Uhr - traditionell für „Ölper“ Zeit für einen Umtrunk)
- Schützenfeste in vielen Ortsteilen
Kulinarische Spezialitäten
Das „Olper Beff“ ist eine Art Frikadelle in der auch Kartoffeln verarbeitet werden, die mit brauner Soße (Ochsenschwanzsuppe) warm zusammen mit einem Brötchen gereicht wird. Offiziell getestet wird dessen Qualität am Freitag des Schützenfestes auf der Beff-Probe.
Nur zum Olper Schützenfest wird in einigen Metzgereien der Stadt „Spürne“ angeboten, ein Aufschnitt aus gepökeltem Kuheuter. Zudem gibt es als Kindergetränk zum Schützenfest „Quatsch“ (Himbeersaft). Eine echte Olper Spezialität ist auch die Butterbrezel, die ursprünglich von der Bäckerei Gastreich, dann von der Bäckerei Sommerhoff und heute von der Konditorei Lüning hergestellt wird. In der Kornbrennerei Kemper Inh. Arens werden mit Wasser aus einem eigenen Brunnen ein besonders reiner Kornbrand sowie verschiedene Liköre hergestellt. Im Ortsteil Oberveischede braut seit einigen Jahren die Brauerei Müller in einer Hausbrauerei dunkles und helles Pils (Veischeder Landbier), das auch außer Haus verkauft wird. Eine benachbarte Bäckerei nutzt wiederum das Bier, um damit das „Veischeder Landbierbrot“ zu backen.
Wirtschaft und Infrastruktur
Der Reichtum an Wald, Erz und Wasser waren Grundlagen für das Entstehen von
Eisenhütten- und
Hammerwerken,
Pfannenschmieden und Lohgerbereien. Daneben begünstigte auch die Lage zwischen dem Siegerland einerseits und dem märkischen Sauerland andererseits die wirtschaftliche Entwicklung. Spätestens im 18. Jahrhundert war Olpe und seine nähere Umgebung eines der wirtschaftlichen Zentren des Herzogtums Westfalen.
- Pfannenschmiede (In Olpe Panneklöpper genannt)
- Sie haben in Olpe eine lange Tradition und somit auch eine wichtige Rolle im Leben der Stadt gespielt. Schon 1567 gab eine Zunft der Handschmiede, das "Schmiedeamt". Die Schmiede konzentrierten sich zunehmend auf die Herstellung Blechen. Geschützt durch die von den Kurfürsten immer wieder bestätigten Zunftprivilegien gelang es den Olper Breitschmieden eine fast monopolartige Stellung der Blechherstellung im südlichen Westfalen durchzusetzen. Als Erinnerung an die alte Schmiedezunft gibt es auf dem Marktplatz eine Bronze-Denkmal mit dem "Panneklöpper".
- Sie waren eine weitere Zunft im Gebiet von Olpe. Die Hammerwerke übernahmen die wichtigen Vorarbeiten für die Pfannenschmiede, aber auch für alle anderen Schmieden. Angetrieben wurden die Hammerwerke durch Wasserkraft.
- Seit Mitte des 16. Jhrd. kann Kupferbergbau in der Rhonard nachgewiesen werden. Neben vielen anderen kleinen Gruben in Olpe war die "Grube Rhonard" die Größte. Sie gehörte bis zum Jahre 1805 zum Familienbesitz der Brabecks. Bis sie im Jahre 1890 geschlossen wurde, war sie die älteste und letzte Grube im Stadtgebiet von Olpe. Neben Kupfer wurde auch Eisenerz zur Verarbeitung zu Pfannen abgebaut. Des Weiteren gab es kleine Vorkommen an Silber, Quecksilber und Zinnober.
- Weitere wichtige Berufszweige, die es in Olpe und Umgebung gab, waren Köhler, Lohgerber
Mittelständische und überregional tätige Betriebe verschiedener Branchen sind die Stützpfeiler des wirtschaftlichen Geschehens der Kreisstadt. Hierzu gehören Metallgießereien, Rohrziehereien, Gesenkschmieden, Armaturenfabriken, Maschinenfabriken sowie Betriebe für elektronische Erzeugnisse. Außerdem gibt es zahlreiche Betriebe und Firmen des Handwerks-, Handels- und Dienstleistungsgewerbes. Ein weiterer wichtiger Wirtschaftsfaktor ist der Tourismus.
- Karl Jungbecker GmbH & Co, Olpe
- Ohm & Häner GmbH & Co. KG, Olpe
- Peterseim GmbH & Co. KG, Olpe
- Gebr. Kemper GmbH & Co. KG, Olpe
- Schell GmbH & Co. KG
- Metallwerke Gustav Imhäuser GmbH & Co. KG
Verkehr
Schienen- und Busverkehr
Der
Bahnhof Olpe liegt an der
eingleisigen Biggetalbahn (
DB-Kursbuchstrecke 442), auf der stündlich im
Schienenpersonennahverkehr der
Biggesee-Express (RB 92) nach
Finnentrop mit Anschluss an den
Ruhr-Sieg-Express (RE 16) verkehrt.
Im Straßenpersonennahverkehr verkehren zahlreiche Buslinien, die Olpe auch mit seinen Nachbargemeinden und -städten verbinden. Betreiber sind die VWS mit Sitz in Siegen, eine Tochter der Stadtwerke Bonn, und die BRS (Busverkehr Rhein-Sieg GmbH). Außerdem fahren Linien der Busgesellschaft „Regionalverkehr Köln“ bis nach Olpe.
Schienen- und Straßenpersonennahverkehr sind in der Verkehrsgemeinschaft Westfalen Süd (VGWS) zusammengefasst.
Straßen
Die Stadt Olpe wird von zwei
Bundesautobahnen erschlossen:
sowie den Bundesstraßen
B 54 Hagen-Olpe-Siegen,
B 55 Olpe-Lennestadt-Meschede.
Schifffahrt
Schiffstouren kann man auf dem Biggesee unternehmen. Dort verkehren von April bis Ende Oktober zwei Schiffe der Personenschifffahrt Biggesee. Eine Rundfahrt dauert ca. 2 Stunden. Es gibt vier Zusteigemöglichkeiten.
Radwege
Rund um dem Biggesee und die
Listertalsperre gibt es ein geschlossenes Radwegenetz. Dieses führt bis zum Biggedamm in
Attendorn.
Wanderwege
Durch Olpe führt der 1.080 km lange
Wanderweg der Deutschen Einheit. Außerdem gibt es viele kleine gut markierte
Rundwanderwege.
Medien
Zeitung
Als Tageszeitung erscheinen in Olpe die Lokalausgaben der
Das bedeutet auch, dass jede dieser Zeitungen eine eigene Lokalredaktion bzw. eine Geschäftsstelle in Olpe hat. Mittlerweile erscheinen alle drei Zeitungen morgens, die Siegener Zeitung erschien bis zum Jahr 2000 als Nachmittagszeitung.
Radio
Der Kreis Olpe verfügt nicht über einen eigenen Lokalsender bzw. Lokalradio.
Aktuelle Nachrichten über Olpe kann man nur über das Radioprogramm des
WDR 2 aus
Regionalstudios Siegen empfangen, das Nachrichten aus Südwestfalen sendet, immer zur halben Stunde,
- Montag-Freitag: von 6.31 bis 17.31 Uhr,
- Samstag: von 7.31 bis 13.31 Uhr.
Mit einer Entscheidung vom 28. April 2006 ist jedoch der Kreis Olpe durch die LfM, die zuständige Aufsichtsbehörde für den Rundfunk in NRW, als mögliches Verbreitungsgebiet für Lokalfunk ausgewiesen worden. Eine Veranstaltergemeinschaft existiert seit vielen Jahren.
Fernsehen
Olpe gehört zum Redaktionsgebiet des Studios Siegen, dem Lokalsender des
WDR. Es sendet um
- Mo-Fr: 18.00 -18.05 Uhr einen kurzen Nachrichtenüberblick
- Mo-Sa: 19.30 - 20.00 Uhr die Lokalzeit Südwestfalen mit Berichten, Nachrichten, etc. aus der Region.
Öffentliche Einrichtungen
- Arbeitsamt
- Amtsgericht Olpe
- Forstamt Olpe
- Kreishaus (Kreisverwaltung) Olpe
- Kreiswasserwerke Olpe
Krankenhaus „St.-Martinus-Hospital“
Das Hospital wurde 1856 in Trägerschaft der Kirchengemeinde St. Martinus Olpe gegründet und zunächst von zwei Vincentinerinnen geleitet. Im Jahr werden dort knapp 11.000 Patienten überwiegend aus Olpe, Wenden und Drolshagen behandelt. Etwa 800 Voll- und Teilzeitkräfte betreuen 385 Betten. Zum Krankenhaus gehören eine
chirurgische Klinik, eine medizinische Klinik, eine Frauenklinik, eine Abteilung
Anästhesie und
Intensivpflege mit Schwerpunkt
Schmerztherapie, eine
Diagnostische Radiologie sowie eine
Psychiatrie. Schwestern der
Kongregation der Olper Franziskanerinnen übernahmen
1900 die Krankenhausleitung. Seit
1997 wird das St.-Martinus-Hospital als gemeinnützige GmbH geführt, die im Jahr
2000 mit dem katholischen St.-Josef-Hospital in
Lennestadt-Altenhundem zur "Katholischen Hospitalgesellschaft Südwestfalen gGmbH" fusionierte. Der Gesellschaft angegliedert sind unter anderem eine Krankenpflegeschule und ein Fachseminar für Altenpflege sowie ein ambulantes
Dialysezentrum.
Kinderhospiz Balthasar
Als das
Kinderhospiz im Jahre
1998 eröffnet wurde, war es das erste seiner Art in Deutschland. "Ein zweites Zuhause für die ganze Familie" ist eine der Leitlinien des Kinderhospizes. Sowohl Leben und Lachen, als auch Sterben und Trauern können hier stattfinden. Die ganze Familie wird zum Teil über Jahre hinweg bis zum Tod des Kindes begleitet. Jedes Jahr sind mehrere Aufenthalte von insgesamt bis zu 4 Wochen möglich.
Träger: die gemeinnützige "Gesellschaft der Franziskanerinnen zu Olpe mbH" (GFO).
Finanzierung: 1/3 Kostenträger wie Pflegeversicherung und zu 2/3 Spendengelder und Selbstbeteiligung der Familien.
Bildung
Olpe ist regional bedeutsamer Schulstandort. Es gibt hier viele verschiedene Bildungseinrichtungen.
| Schulen und Bildungseinrichtungen in Olpe
|
| Grundschulen | Weiterführende Schulen
|
| Gemeinschaftsgrundschule Hakemicke | Hauptschule: Hakemickeschule Städt. Gemeinschaftshauptschule
|
| Gemeinschaftsgrundschule Dahl | Realschule: Realschule Olpe-Drolshagen
|
| Katholische Bekenntnisgrundschule Auf dem Gallenberg | Gymnasien: Städt. Gymnasium; St.-Franziskus Gymnasium
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| Katholische Bekenntnisgrundschule Düringerschule | Fachschulen
|
| Katholische Bekenntnisgrundschule Hohenstein | Bäckerfachschule
|
| Katholische Bekenntnisgrundschule Rhode | Berufskolleg des Kreises Olpe
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| Sonderschulen | Fortbildungsakdemien für Gesundheitshilfe
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| Pestalozzischule, Schule für Lernbehinderte | Krankenpflegeschulen
|
| Westfälische Schule für Körperbehinderte | Sonstige Bildungseinrichtungen
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| Westfälische Schule für Sehbehinderte | Lehranstalt für Rettungsassistenten
|
| Westfälische Schule für Sprachbehinderte | Musikschule
|
| Westfälische Schule für Schwerhörige | Volkshochschule
|
Persönlichkeiten
Söhne und Töchter der Stadt
Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben
Literatur
- Westfälischer Städteatlas; Band: VIII; 3 Teilband. Im Auftrage der Historischen Kommission für Westfalen und mit Unterstützung des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe, hrsg. von Heinz Stoob † und Wilfried Ehbrecht. Stadtmappe Olpe, Autor: Manfred Wolf. ISBN: 3-89115-170-5; Dortmund-Altenbeken, 2004.
- Olpe, Stadt und Land; Herausgegeben vom Heimatverein für Olpe und Umgebung; Autor: Gretel Kemper; Verlag: Die Wiehlandschmiede; ISBN:3-925498-67-2, Olpe
Weblinks
Ort in Nordrhein-Westfalen | Olpe
Olpe, Germany | Olpe (stad) | Olpe