8b06468r_Stan_Laurel_und_Oliver_Hardy.jpg Oliver Norvell Hardy (* 18. Januar 1892 in Harlem, Georgia; † 7. August 1957 in Hollywood, Kalifornien) war ein US-amerikanischer Komiker und Filmschauspieler. Zusammen mit Stan Laurel bildete er das wohl berühmteste komische Duo der Filmgeschichte.
1910 begann er als Geschäftsführer und Filmvorführer des Palace Theater, des ersten Kinos in Milledgeville, zu arbeiten. Dort sah er die frühen Comedys und beschloss, sich an diesem Genre zu versuchen.
1912 verließ er Milledgeville und zog nach Jacksonville, Florida, wo damals gerade die junge Kinoindustrie aufblühte. Dort fand er jedoch vorerst keine Anstellung in der Filmbranche und musste sich deswegen seinen Lebensunterhalt mit Auftritten als Sänger verdienen. Dasselbe tat er, als er 1913 weiter nach Atlanta zog, wo er seine erste Frau, die jüdische Pianistin Madelyn Saloshin, kennen lernte und noch im selben Jahr ehelichte. 1914 kehrte er mit seiner Frau nach Jacksonville zurück und fand bei der Lubin Company nun endlich Arbeit als Filmschauspieler. Sein erster Film war Outwitting Dad.
1921 begegnete er Stan Laurel zum ersten Mal in einem Film (The Lucky Dog). In der Zeit vor der künstlerischen Partnerschaft mit Laurel, also vor 1927, wirkte er in ca. 270 Stummfilm-Kurzfilmen mit, von denen aber nur gut 100 erhalten geblieben sind.
Der Filmproduzent Hal Roach nahm Hardy mit Stan Laurel unter Vertrag. 1927 begann die Welt-Karriere der beiden einzigartigen Genies der Komik, in deren Verlauf die stattliche Anzahl von 106 Filmen zustande gekommen ist, in denen sie gemeinsam auftreten.
In dem Duo spielte Hardy meist die Rolle des Mannes mit den großen Plänen, der schließlich an seinen Ansprüchen scheitert. In Erinnerung bleibt sein leidendes, verwundertes Gesicht, wenn er sich über seinen Partner Stan Laurel bzw. anderes Ungemach ärgert und in einem cholerischen Anfall ausbricht. Oliver Hardy war Freimaurer und Mitglied der Solomon Lodge No. 20 in Jacksonville. Einer der bekanntesten Filme, die auf die Freimaurerei anspielen, ist der Film Die Wüstensöhne (Sons of the Desert) von 1933. Dort begeben sich Stan Laurel und Oliver Hardy auf einen Konvent der Shriners (die zu den Freimaurern gehören) in Chicago, tragen deren Fes und treffen sich in einer Oase (Freimaurerloge).
In Deutschland und Österreich war das Paar schon zu Zeiten der Weimarer Republik bekannt und beliebt, und selbst in der Zeit des Nationalsozialismus waren sie in den Kinos als Dick und Doof zu sehen, bis die Nazis 1938 ein allgemeines Importverbot amerikanischer Filme verhängten. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden ihre Filme wieder gezeigt, und Laurel & Hardy wurden, nicht zuletzt dank der stetig zunehmenden Verbreitung des Fernsehens, im Laufe der Zeit immer populärer. Auch heute noch, mehr als 50 Jahre nach der Beendigung der Dreharbeiten an ihrem letzten Film, genießen Stan & Ollie postum eine Popularität, die ihresgleichen sucht.
Mann | US-Amerikaner | Schauspieler | Stummfilmschauspieler | Komiker | Freimaurer (20. Jh.) | Geboren 1892 | Gestorben 1957
Oliver Hardy | Oliver Hardy | Oliver Hardy | Oliver Hardy | Oliver Hardy
This article is licensed under the GNU Free Documentation License.
It uses material from the
"Oliver Hardy".
Home Page • arts • business • computers • games • health • hospitals • home • kids & teens • news • physicians • recreation• reference • regional • science • shopping • society • sports • world