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Oleander
 

Oleander
Rosa_oleander.jpg
: Dreifurchenpollen-Zweikeimblättrige
(Rosopsida)
: Asternähnliche (Asteridae)
: Enzianartige (Gentianales)
: Hundsgiftgewächse (Apocynaceae)
: Nerium
: Oleander
Wissenschaftlicher Name Nerium oleander L. Der Oleander (Nerium oleander), auch Rosenlorbeer genannt, gehört zu den Hundsgiftgewächsen (Apocynaceae). Alle Pflanzenteile sind giftig!

Erscheinungsbild


Oleander ist eine immergrüne verholzende Pflanze. Er hat lanzettförmige, ledrige, etwa 6 bis 10 cm lange dunkelgrüne Blätter, die normalerweise zu dritt, quirlförmig angeordnet, am Ast stehen. Die Blüten stehen zu mehreren in Trugdoldenblüte. Die zwittrigen Blüten sind fünfzählig. Die Blütezeit erstreckt sich von Mitte Juni bis in den September hinein. Die Blüte ist, je nach Sorte und Züchtung, weiß, gelblich oder in verschiedenen Rosa- bis Violetttönen. Vergilben: Die ältesten Blätter vergilben und der Oleander wirft sie nach einer Zeit ab (Mit der Zeit werden Blätter im unteren Bereich des Stammes gelb, dann bekommen sie braune Flecken und fallen ab.).

Herkunft


Oleander hat ein großes Verbreitungsgebiet in einem Streifen von Marokko und Südspanien über das ganze Mittelmeergebiet, den Nahen und Mittleren Osten, Indien bis China. Die früher vertretene Auffassung, bei den in Asien vorkommenden Wildformen handele es sich um eine eigene Art (Nerium indicum) wird wegen der zu geringen Unterschiede im Phänotyp heute nicht mehr bestätigt.

Giftigkeit


siehe dazu den Artikel: Liste giftiger Pflanzen

Nerium oleander enthält das herzwirksame Glykosid Oleandrin.

Es bewirkt Kopfschmerzen, Übelkeit und Krämpfe in der Stärke des Giftes des roten Fingerhutes. Bei stärkerer Dosierung können Herzrhythmusstörungen und Blockierungen der Erregungsleitung am Herzen auftreten, die zum Herzstillstand führen und tödlich enden können. Manchmal gelangt das Gift bei der Arbeit mit der Pflanze durch kleine Wunden in die Haut und kann Reizungen auslösen. Da die Blätter des Oleander extrem bitter schmecken, ist die Gefahr gering, dass kleine Kinder Oleander im Garten verzehren könnten. Jedoch schreiben schon antike Dichter über die Wirkungen der Pflanze, und im Mittelalter ist der Saft der Pflanze gegen Mäuse und Parasiten verwendet worden. Der gelbe Oleander gilt als besonders giftig.

Medizinische Anwendungen


Wie auch Fingerhutextrakt wird Oleander in der Homöopathie eingesetzt. Er ist blutdrucksenkend, soll zur Stärkung des Herzens und zur Heilungsunterstützung bei z. B. Darmentzündung dienen. Auch psychische Wirkungen sind wahrscheinlich, siehe Reserpin!

Etymologie


Der Name Oleander stammt ab von den zwei Wörten "olea" für Öl und "andreios" für stark, kräftig. Der Name der Gattung, Nerium, stammt vom lateinischen "nerium" =nass ab, und weist somit auf den bevorzugten natürlichen Standort dieser Pflanze, in Tälern von Fließgewässern (ähnlich von vielen Weiden-Arten, die einen ähnlichen Habitus haben), hin.

Bilder


Image:Nerium oleander.jpg|Habitus Image:Nerium oleander(01).jpg|Knospig Image:Espirradeira1.jpg|Blütenstände Image:Adelfa frutos.jpg|Früchte Image:Nerium oleander semillas.jpg|Samen Image:Oleander Blütenstand einfach.jpg|Blütenstand, einfach Image:Oleander Blüte einfach.jpg|Blüte, einfach Image:Vincent Willem van Gogh 122.jpg|Vincent van Gogh: Stillleben mit Oleander

Literatur


  • Christoph Köchel: Oleander. Ulmer, Stuttgart 2000, ISBN 3800166534

Weblinks


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Hundsgiftgewächse

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