Ole Bornemann Bull (* 5. Februar 1810 in Bergen; † 17. August 1880 in Lysø bei Bergen) war ein norwegischer Violinist und Komponist.
Da ihm in Europa der künstlerische Durchbruch versagt blieb, setzte er seine Hoffnung auf 5 Konzerttourneen, die er durch die Vereinigten Staaten unternahm. Dort interpretierte er populäre Werke, aber auch eigene Kompositionen über Amerikanische Themen. Diesen gab er Titel wie: Niagara, - Einsamkeit der Prairie, - Im Gedenken an G. Washington. Er war der festen Überzeugung, dass Norwegen seine eigene nationale Kunstrichtung entwickeln musste. So studierte Edvard Grieg (ein Neffe von Ole's Bruder) auf Bulls Veranlassung am Leipziger Konservatorium.
Viele seiner Werke sind von sentimentalem Charakter und tragen Bezeichnungen wie
Durch die damals aufkommenden Ideen eines Kommunalsozialismus angezogen, kaufte Bull in Pennsylvania rund 3.000 Hektar Land um dort seine Ideen zu verwirklichen. Er nannte das Gebiet „Oleana“. Wegen seines fehlenden Geschäftssinnes scheiterte dieses Unternehmen bereits nach weniger als 2 Jahren. Das Gebiet ist heute als Ole Bull State Park bekannt.
Durch diese soziale Einstellung gilt er deshalb als eine der großen nationalen und kosmopolitischen Persönlichkeiten Norwegens. Er starb 1880 an einem Krebsleiden auf der ihm gehörenden und nach romantischen Idealen gestalten Insel Lysøen in der Kommune Os. Sein Haus, "die kleine Alhambra" im arabisch-maurischen Stil und mit russischem Kuppelturm, ist heute ein Museum.
Norwegischer Komponist | Violinist | Mann | Geboren 1810 | Gestorben 1880
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