Old Shatterhand (Deutschland/Frankreich/Italien) - 1964, ist ein Kinofilm nach Motiven von Karl May (Karl-May-Film). Die Uraufführung erfolgte am 30. April 1964 im Mathäser-Filmpalast, München.
„Old Shatterhand“ war der teuerste aller Karl-May-Filme, basiert jedoch auf keiner Romanvorlage von Karl May. Komponist Riz Ortolani durfte für seine Filmmusik (die etwas an die Musik des Films „Die glorreichen Sieben“ erinnert) sogar einen Chor einsetzen.
Die tatsächliche Sängerin des im Film von Bardame Rosemarie (Kitty Mattern) gesungenen Liedes „Die Stunde kam“ ist heute nicht mehr bekannt.
Old Shatterhand (Lex Barker) kann bei seiner Rückkehr in den Westen Winnetous (Pierre Brice) Adoptivsohn Tujunga (Alain Tissier) aus den Händen von Banditen befreien. Er trifft in einer Missionsstation am Blauen Wasser die Halbindianerin Paloma Nakama (Daliah Lavi), die den kleinen Tom (Tom Putzgruber) bei sich aufgenommen hat, der den Überfall auf die Farm beobachtet hat und deshalb weiß, dass nicht die Apachen den Überfall begangen haben. Shatterhand will Paloma und Tom zur Sicherheit in der Stadt Golden Hill unterbringen. Auf dem Weg dorthin treffen sie einen Siedlertreck, angeführt von Captain Bradley (Guy Madison) und Corporal Bush (Gustavo Rojo). Nachdem der Treck in einem Canyon überfallen wird, liegen wieder zwei tote Apachen am Tatort. Aber Old Shatterhand durchschaut den Trick.
In Golden Hill geben die Saloonwirtin Rosemary (Kitty Mattern) und Sam Hawkens (Ralf Wolter) auf Paloma und Tom acht, während sich Shatterhand aufmacht, die Banditen zu suchen. Dabei trifft er auf Winnetou und gemeinsam kommen sie dahinter, dass die Komantschen die Überfälle begangen haben. In einem Zweikampf tötet Winnetou den Häuptling der Komantschen.
In Golden Hill versucht Sam Hakens die Spannung aufzulockern mit einem Schießtrick, bei dem ihm der kleine Tom helfen soll. Der Bandit Joe Burker ermordet Tom aus dem Hinterhalt und beseitigt damit den einzigen Zeugen des Überfalls auf die Farm. Old Shatterhand stellt Burker auf dessen Farm zur Rede und gerät dabei in einen Hinterhalt der Banditen. Sam Hawkens und Paloma kommen gerade rechtzeitig, um ihm zu helfen. Burker wird allerdings von Corporal Bush auf Befehl von Captain Bradley erschossen. Dieser ist also der geheimnisvolle Unbekannte, der den Friedensvertrag hintertreibt.
Soldaten nehmen am Blauen Wasser Tujunga gefangen, der verhindern wollte, dass sie die nackt badende Paloma belästigen und bringen ihn ins Fort Grant. Bei dem Versuch ihn zu befreien, wird auch Old Shatterhand von Captain Bradley festgesetzt, der in Abwesenheit von General Taylor (Charles Fawcett) das Kommando übernommen hat. Winnetou begibt sich mit seinen Kriegern auf den Kriegspfad, um Tujunga und Shatterhand zu befreien. Ein wilder Kampf entbrennt, bei dem die Soldaten sogar mit Kanonen auf die Indianer schießen. Shatterhand muss, gefesselt auf der Umzäunung des Forts, machtlos zusehen. Tujunga kann sich aus seinem Gefängnis befreien und sprengt sich mit dem Pulvermagazin des Forts in die Luft. Damit ist der Kampf beendet. General Taylor kehrt in das Fort zurück und lässt Captain Bradley festsetzen. Über ihn wird das Kriegsgericht urteilen. Shatterhand und Winnetou kehren mit dem toten Tujunga in die Jagdgründe der Apachen zurück.
Junge Stimme, Stuttgart, 13. Juni 1964:
„Der Dialog ist so grausam verkitscht und die Chargendarsteller sind so miserabel, daß man sich vorkommt wie auf einem Faschingsball. Der Kriegstanz der Apachen erregt stürmische Heiterkeit, und die stümperhafte Arbeit des Feuerwerkers beim Kampf um Fort Grant fällt sogar einem kurzsichtigen alten Mütterchen auf.“
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