Das Olberssche Paradoxon beschreibt einen Widerspruch, der sich aus der Annahme eines im Wesentlichen homogenen statischen sowie zeitlich und räumlich unendlichen Universums ergibt (kopernikanisches Prinzip). Sind die Sterne im Universum gleichmäßig verteilt, so müsste unter dieser Annahme in jeder Blickrichtung ein Stern erscheinen und der Himmel wäre überall so hell wie die Sonne. Dabei ist zu beachten, dass die Flächenhelligkeit eines Objektes unabhängig von der Entfernung zum Beobachter ist, es sei denn, das Licht würde durch dazwischen liegende Materie absorbiert. In diesem Fall würde jedoch die absorbierende Materie aufgeheizt werden, bis sie selbst wiederum anfängt zu glühen.
Aus dem Widerspruch folgt, dass das Universum nicht seit unbegrenzt langer Zeit existieren kann, so dass sich die absorbierende Materie noch nicht erhitzt und uns das Licht ferner Sterne noch nicht erreicht hat. Durch das olberssche Paradoxon wird also insbesondere die zeitliche Unendlichkeit angefochten.
Lösungen des Olbersschen Paradoxons, die die relative räumliche und zeitliche Unendlichkeit nicht anfechten, sind
Das Olberssche Paradoxon geht auf den deutschen Astronomen Heinrich Wilhelm Olbers zurück, der dieses Problem im Jahre 1826 formulierte, nachdem es bereits von anderen Wissenschaftlern aufgeworfen wurde. Zu seiner Zeit ging man von einem unendlichen Universum aus.
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