Olaf Gulbransson (* 26. Mai 1873 in Oslo (Norwegen), † 18. September 1958 auf dem Schererhof über dem Tegernsee) war Maler, Zeichner und Karikaturist. Internationale Bekanntheit erlangte er als Zeichner der Satire-Zeitschrift Simplicissimus.
Im Empfangszimmer des Simplicissimus lernte Gulbransson die am 31. Juli 1882 in Bludenz (Vorarlberg) geborene Dichtererin Margarethe Jehly († 26. März 1934 in München) kennen, die er am 14. August 1906 heiratete. Olaf und Grete Gulbranssons Sohn Olaf Andreas Gulbransson (Architekt und Kirchenbauer) wurde am 23. Januar 1916 geboren. Die immer schwieriger werdende Künstlerehe wurde 1923 geschieden. Franz Schoenberner und Thomas Theodor Heine wollten den kritischen Kurs gegen die NSDAP auch nach deren „Machtergreifung“ 1933 weiterführen. Schoenberner und Heine mussten aber kurz nach dem Machtwechsel und einer Gewaltintervention der Sturmabteilung in den Geschäftsräumen des Simplicissimus fliehen. Beide haben u.a. Gulbransson beschuldigt die SA-Aktion eingefädelt zu haben. Gulbransson verhielt sich, seit Hitler an der Macht war, unkritisch der NSDAP gegenüber. Im selben Jahr hatte Gulbransson auch - zusammen mit u.a. Richard Strauss - Stellung bezogen gegen die „europäische“ Wagner-Vorstellung von Thomas Mann; Gulbransson sah darin die Verneinung des „nationalen Weges“.
Nach dem Krieg zeichnete Gulbransson sporadisch für die von 1946 bis 1950 in München unter US-Lizenz erscheinende satitrische Zeitschrift Der Simpl.
Auch Gulbranssons Enkel Jan Gulbransson ist als Künstler bekannt.
Norweger | Mann | Maler | Karikaturist | Norwegischer Maler | Geboren 1873 | Gestorben 1958
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