Okeanos (griechisch Ωκεανός - der Ozean) ist eine Gestalt der griechischen Mythologie, die in verschiedenen Erzählungen recht unterschiedlich in Erscheinung tritt - zumindest wird in der orphischen Erzählung die Bedeutung des Wassers für die Entstehung des Lebens stärker betont.
Mit seiner Schwester und Gattin Tethys zeugte er die Flussgötter, Meeres- und Quellnymphen - die Okeaniden, von denen die Gewässer abstammen. Später trennten sich die beiden. Hätten sie dies nicht getan, würden sie noch immer Quellen und Flüsse zeugen, so dass die Welt aus den Fugen geriete. Da sich weder Okeanos noch Tethys am Aufstand der übrigen Titanen gegen Zeus beteiligten, ließ ihnen Zeus die Herrschaft über ihr angestammtes Reich. Und Okeanos umfließt immer noch den Erdkreis - und ganz im Westen das Elysion, die Insel der Seligen. Die Söhne des Okeanos nach dieser Version sind bei den Okeaniden aufgelistet. Mit Theia, einer anderen Schwester, war er Vater der Kerkopen.
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