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Ohrid
 

Ohrid (mazedonisch Охрид/Ohrid, albanisch Ohër/Ohri, auch Ochrid oder Achrida) ist eine Stadt im Südwesten der Republik Mazedonien, am östlichen Ufer des Ohridsees gelegen. Sie hat 55.749 Einwohner (Volkszählung 2002), davon 84,6% Mazedonier, 5,5% Albaner und 4,2% Türken. Wichtigster Wirtschaftszweig der an Baudenkmälern reichen Stadt ist heute der Tourismus.

Geschichte


Die Stadt wurde in der Antike als Lychnidos gegründet. Sie lag an der Via Egnatia, die den Adriahafen Dyrrachion (heute Durrës) mit Byzanz verband. Archäologische Funde (z.B. die Polyconhous Basilica aus dem fünften Jahrhundert) bezeugen die frühe Annahme des Christentums. Bischöfe aus Lychnidos waren auf mehreren ökumenischen Konzilien zugegen.

Seit dem Jahr 879 ist der Name Ohrid belegt. Um die erste Jahrtausendwende war Ohrid kurze Zeit die Hauptstadt des (west-)bulgarischen Reiches. Über der Stadt thront die Ruine der Festung des Zaren Samuil. Als Bischofsstadt war Ohrid im Mittelalter ein bedeutendes kulturelles Zentrum des Bulgarischen Reiches, wovon noch heute zahlreiche Kirchen- und Klostergebäude zeugen. In den Klöstern um Ohrid entstanden seit dem 9. Jahrhundert zahlreiche religiöse Handschriften. Sie stehen am Beginn der altkirchenslawischen Schriftkultur.

Zur Zeit der Osmanenherrschaft bestand bis ins 18. Jahrhundert ein Patriarchat, das für einen Großteil der orthodoxen Christen auf dem Balkan zuständig war.

Neben den gut erhaltenen orthodoxen Kirchen und Klöstern mit ihrer Architektur und ihren Kunstschätzen prägen die Bürgerhäuser mit ihrer typischen Balkanarchitektur das Stadtbild (in vergleichbar typischer Weise findet sich diese Architektur in den Stadtbildern der albanischen Städte Berat - "Stadt der tausend Fenster" - und Gjirokastra).

Daher wurden Ohrid und der Ohridsee im Jahr 1980 in das Weltkulturerbe-Programm der UNESCO aufgenommen.

Baudenkmäler und Museum


  • Kathedrale Hl. Sophie (10. Jhdt.)
  • Kirche des Hl. Johannes von Kaneo (13. Jhdt.)
  • Kirche des Hl. Klement (Hl. Pantelejmon) (10 Jhdt.)
  • Festung des Zaren Samuil (10./11. Jhdt)
  • Museum der slawischen Schriftkultur (Haus im balkanisch-osmanischen Stil d. 18. Jhdts.)
  • Kirche und Klosteranlage Sveti Naum (25 km südlich der Stadt)

Regelmäßige Veranstaltungen


  • Ohrid Summer Festival (leten Ohridiski festival), jährlich von Mitte Juli bis Mitte August stattfindendes Theater- und Musikfest
  • The Balkan Festival of Folk Songs and Dances, jährlich Anfang Juli stattfindendes Folklore- und Tanz-Festival

Literatur


Ohrid und seine Kunstschatzkammer, hrsg. v.: Fonds für Tourismus Ohrid (Deutsche Übers. von Ivanka Krecova). Ohrid 1994.

Bekannte Persönlichkeiten


Söhne und Töchter der Stadt


Weblinks


  • http://www.ohrid.com.mk/
  • http://www.ohrid.org.mk/
  • http://www.ohridsummer.com.mk/
  • http://www.ohrid.de/
  • http://elshani.freeservers.com

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