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Ohrenbach
Die Ohre ist ein etwa 110 km langer, linker Nebenfluss der Elbe.
Flusslauf
Sie entspringt im
niedersächsischen Landkreis Gifhorn (unweit der Grenze zu
Sachsen-Anhalt) in der
Altmark rund 6 km südöstlich von
Wittingen. Ihre Quelle befindet sich in der kleinen Ortschaft
Ohrdorf. Von dort aus fließt die Ohre in südöstlicher Richtung als natürliche Grenze von
Niedersachsen und Sachsen-Anhalt durch das niedersächsische
Brome. Danach erreicht ihr Wasser endgültig Sachsen-Anhalt und dort zuerst den
Naturpark Drömling. Dort fließt sie weiter in östlicher Richtung und tangiert den Nordrand der
Magdeburger Börde. Die Ohre fließt durch den
Ohrekreis über
Haldensleben nach
Wolmirstedt und mündet bei
Rogätz in die Elbe.
Von Oebisfelde-Buchhorst bis Glindenberg nutzt der Mittellandkanal das Tal der Ohre und verläuft parallel zu ihr.
Bis zum 13. Jh. mündete sie bei Wolmirstedt in den damaligen Elbarm.
Landschaftsbild
Die Ohre bildete zusammen mit der
Aller nach der letzten Eiszeit im Bereich des heutigen
Drömling große Feuchtgebiete und Moore. Dieses nahezu abflusslose ca. 300
km² große Gebiet wurde unter preußischer Herrschaft gegen Ende des 18. Jahrhunderts durch den Bau zahlreicher Entwässerungsgräben urbar gemacht. Um den Erhalt der Landschaft zu sichern, schuf die Landesregierung von
Sachsen-Anhalt im Jahre 1990 den
Naturpark Drömling.
Interessantes
Die Ohre benutzt ab dem Drömling bis zur Einmündung in das Elbtal das Breslau-Magdeburg-Bremer
Urstromtal. Allerdings fließt sie entgegen der ursprünglichen Fließrichtung des Urstromtales (Ost nach West) von Westen nach Osten. Sie hat sich daher, von ihrer Mündung beginnend, rückschreitend in den alten Talboden eingeschnitten.
Fluss in Niedersachsen | Fluss in Sachsen-Anhalt
Ohre | Ohře | Ohre