Ohmden ist eine Gemeinde im
Landkreis Esslingen, im
Versteinerungs-Schutzgebietes
Holzmaden-Ohmden gelegen. Der Ort gehört zur Randzone der
Metropolregion Stuttgart.
Geografie
Nachbargemeinden
Nachbargemeinden sind beginnend von Nord im Uhrzeigersinn:
Schlierbach,
Hattenhofen,
Zell unter Aichelberg,
Holzmaden und
Kirchheim unter Teck.
Geschichte
Ohmden wird erstmals unter dem Namen Amindon im Jahre
1125 im
Rotulus San Petrinus, einer Pergamentrolle des
Kloster St. Peter im Schwarzwald urkundlich erwähnt. Es beschreibt ein Tauschgeschäft, in dem
Herzog Konrad von Zähringen den Ort an das Kloster übereignete. Schließlich fiel das Dorf an das
Kloster Adelberg. Kirchlich gehörte es zu
Kirchheim unter Teck.
Der Ortsname Ohmden leitet sich von dem althochdeutschen Ausdruck âmat und bezeichnet die Öhmd, den zweiten Grasschnitt. Er wies im Laufe der Geschichte zahlreichen Varianten auf, beispielsweise Amindon, Ameden, Aymden, Ombden.
Seit 1938 gehörte Ohmden zum Landkreis Nürtingen, mit dem es 1973 im Landkreis Esslingen aufging.
Religionen
Seit der
Reformation ist Ohmden
evangelisch geprägt. Bis heute gibt es lediglich eine evangelische Kirchengemeinde. Die nächstgelegene
Römisch-Katholische Kirche befindet sich in
Kirchheim unter Teck.
Einwohnerentwicklung
Politik
Ohmden gehört der
Verwaltungsgemeinschaft Weilheim an der Teck an.
Wappen
Das Wappen Ohmdens zeigt in Schwarz einen sechszackigen Stern unter einem Hufeisen auf gelbem Schild. Über den Ursprung ist wenig bekannt. Das Hufeisensymbol könnte auf den vermutlich hohen Pferdebestand des Ortes hinweisen. Unterstützt wird die Deutung durch die Tatsache, dass nach der
Nördlinger Schlacht im Jahre
1634 aus der Gemeinde 125 Pferde requiriert wurde, eine für die damalige Ortsgröße enorme Anzahl. Sicher ist, dass der Stern ein nur zur Unterscheidung zu anderen Ortswappen mit Hufeisensymbol, welches in Württemberg immer wieder kehrte, eingeführt wurde und keine geschichtliche Bedeutung besitzt.
Während ein Siegel aus dem Jahre
1765 noch eine
Hirschstange über einem "O" zeigt, weist ein Siegel aus
1800 das Hufeisensymbol, noch ohne Stern, auf. Das heutige Wappen wurde am
11. Dezember 1973 durch das Innenministerium verliehen.
Wirtschaft und Infrastruktur
Bildung
Ohmden verfügt über eine eigene
Grundschule. Ältere Schüler müssen in die Nachbororte fahren, um weiterführende Schulen zu besuchen.
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Bauwerke
Besonders sehenswert ist die evangelische Pfarrkirche St. Cosmas und Damian aus dem
17. Jahrhundert. Sie enthält vier Altarflügelbilder von
Thomas Schick, die Szenen aus dem Leben der beiden Heiligen
Kosmas und
Damian zeigen und um
1500 entstanden sind. Sie waren für eine Vorgängerkirche produziert worden.
Weblinks
Ort in Baden-Württemberg | Landkreis Esslingen