article

Die Offensive gegen die Pelzindustrie (im Folgenden kurz: Offensive) ist eine seit 2000 laufende, länderübergreifende Kampagne mit dem Ziel, den Pelzhandel abzuschaffen. Die Offensive ist selbst keine Organisation, sondern ein strategischer Zusammenschluss von verschiedenen Vereinen und Gruppierungen aus dem Tierrechtsspektrum.

Die Offensive zielt außer gegen sogenannte Pelzfarmen hauptsächlich gegen Kaufhauskonzerne und Textilproduzenten, die Pelze oder Pelzapplikationen verkaufen. Mehrere dieser Konzerne sind aus dem Pelzhandel ausgestiegen, nachdem sie Ziel der Kampagne wurden. So erklärten z.B. die KarstadtQuelle AG, C&A, und Zara in verschiedenen Kampagnenjahren den Verzicht auf Pelzprodukte. Der Otto-Versand verzichtete bereits im Vorfeld einer möglichen Kampagne. Zur Zeit richtet sich die Offensive gegen die beiden Kaufhausketten Peek&Cloppenburg (Nord bzw. West).

Der Schwerpunkt der Kampagne auf großen Kaufhausketten liegt darin begründet, dass diese im Vergleich zum Fachgeschäft, das bewusst aufgesucht werden muss, eine niedrigere Einstiegshürde beim Pelzkauf darstellen und so als Motor der zeitweilig wiedererstarkten Pelzindustrie dienten.

Bedingt durch den Zusammenschluss von verschiedenartigen Gruppen, reichen die Aktionsformen der Offensive von Demonstrationen, und Aufklärungsarbeit bis zu direkten Aktionen, wie Go-Ins, Ankettungen und Sachbeschädigung.

Kritisiert wird von der Offensive gegen die Pelzindustrie, dass die Haltung von Pelztieren grundsätzlich nicht artgerecht durchgeführt werden könne. Zur Zeit werden z.B. Nerze, einzelgängerische Wasserbewohner mit einem natürlichen Revier von mehreren Quadratkilometern, in Reihen enger Drahtgitterkäfige ohne Zugang zum Wasser und über ihrem eigenen Kot gehalten. Darüber hinaus behaupten Sprecher der Offensive, dass die deutschen Pelzfarmen die Richtlinien der Veterinärämter oft nicht einhalten und nur durch Nächlässigkeit der zuständigen Gemeinden ihre Lizenz behalten können. Kritisiert wird auch der Fallenfang, da die herkömmlichen Fallen gefangene Tiere oft nicht sofort töten, sondern ihren Verletzungen und dem Verhungern preisgeben. Im Allgemeinen lehnt die Offensive, bedingt durch den Tierrechtsgedanken, aber die unnötige Tötung von Tieren in allen Lebensbereichen grundsätzlich ab.

Siehe auch


Weblinks


Tierschutz

 

This article is licensed under the GNU Free Documentation License. It uses material from the "Offensive gegen die Pelzindustrie".

Home Pageartsbusinesscomputersgameshealthhospitalshomekids & teensnewsphysiciansrecreationreferenceregionalscienceshoppingsocietysportsworld