| Wappen | Karte |
|---|---|
| Wappen Offenburg.png | Offenburg in Germany.png |
| Basisdaten | |
| Bundesland: | Baden-Württemberg |
| Regierungsbezirk: | Freiburg |
| Region: | Südlicher Oberrhein |
| Landkreis: | Ortenaukreis |
| Gemeindeart: | Große Kreisstadt |
| Geografische Lage: | |
| Höhe: | 160 m ü. NN |
| Fläche: | 78,39 km² |
| Einwohner: | 58.821 (31. März 2005) |
| Bevölkerungsdichte: | 750 Einwohner je km² |
| Ausländeranteil: | 9,7 % |
| Postleitzahlen: | 77601-77656 (alt: 7600) |
| Vorwahl: | 0781 |
| Kfz-Kennzeichen: | OG |
| Gemeindeschlüssel: | 08 3 17 096 |
| Stadtgliederung: | Kernstadt und 11 Stadtteile |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Hauptstr. 90 77652 Offenburg |
| Offizielle Website: | www.offenburg.de |
| E-Mail-Adresse: | info@offenburg.de |
| Politik | |
| Oberbürgermeisterin: | Edith Schreiner (CDU) |
Seit 1. April 1956 ist Offenburg Große Kreisstadt. Mit den Gemeinden Durbach, Hohberg, Ortenberg und Schutterwald hat die Stadt Offenburg eine Verwaltungsgemeinschaft vereinbart.
Alle 11 Stadtteile sind zugleich Ortschaften im Sinne der baden-württembergischen Gemeindeordnung, das heißt es gibt jeweils einen von den Wahlberechtigten bei jeder Kommunalwahl zu wählenden Ortschaftsrat mit einem Ortsvorsteher als Vorsitzenden.
Zu einigen Stadtteilen gehören teilweise weitere separat gelegene Wohnplätze mit eigenem Namen, die meist nur sehr wenige Einwohner haben, inzwischen aber teilweise auch schon mit dem Hauptort zusammen gewachsen sind. Andererseits gibt es auch neue Wohngebiete mit eigenem Namen, deren Grenzen meist jedoch nicht genau festgelegt sind. Im Einzelnen gehören folgende Wohnplätze zu den Stadtteilen:
Für die umliegenden Gemeinden übernimmt das Oberzentrum Offenburg auch die Funktion des Mittelbereichs. Im Einzelnen gehören folgende Städte und Gemeinden im Ortenaukreis zum Mittelbereich Offenburg: Appenweier, Bad Peterstal-Griesbach, Berghaupten, Biberach (Baden), Durbach, Gengenbach, Hohberg, Lautenbach, Neuried (Baden), Nordrach, Oberharmersbach, Oberkirch, Ohlsbach, Oppenau, Ortenberg (Baden), Schutterwald und Zell am Harmersbach. Darüber hinaus gibt es Verflechtungen mit dem Raum Straßburg in Frankreich.
Im Jahre 1803 verlor Offenburg seinen Status als Freie Reichsstadt und wurde dem Land Baden zugeteilt, das 1806 zum Großherzogtum erhoben wurde. Offenburg wurde Sitz eines Amtes, später Bezirksamtes.
Im Vorfeld der Badischen Revolution, einem Teil der Märzrevolution 1848/49, wurden im Gasthaus Salmen am 12. September 1847 bei der radikaldemokratischen Offenburger Versammlung die Forderungen des Volkes in Baden proklamiert. Neben der Lossagung von den Karlsbader Beschlüssen wurden auch Grund- und Menschenrechte wie die Pressefreiheit und eine progressive Einkommensteuer gefordert.
Am 19. März 1848 fand die 2. Offenburger Volksversammlung mit 20.000 Teilnehmern statt, die die Forderungen von 1847 bestätigte und erweiterte. Unter anderem wurde die Forderung ins Land getragen, in jeder Gemeinde einen „vaterländischen Verein“ zu gründen, desses Aufgabe es sei, für die Bewaffnung, die politische und soziale Bildung des Volkes sowie seiner ihm zustehenden Rechte Sorge zu tragen. Dieser Aufforderung verhallte nicht. Nach vorsichtigen Schätzungen bestanden ein Jahr später zwischen 420 und 430 Volksvereine mit etwa 35-40.000 Mitgliedern. Zusammen mit den Turn-, Gesang- und Schützenvereinen war ein politischer Mobilisierungsgrad erreicht, der einzigartig in der Geschichte Badens ist. In der ersten Landesversammlung der Badischen Volksvereine, am 12.‒13. Mai 1849, trafen sich die demokratischen Kräfte im „Bethlehem Badens“, von wo aus, nach Bekanntwerden der Meuterei der Badischen Truppen in Rastatt, der Landesausschuss der Badischen Volksvereine am 13. Mai nach Karlsruhe zog, um dort die politische Macht zu übernehmen, als erste republikanisch-demokratische Regierung auf deutschem Boden.
1939 wurde Offenburg Sitz des Landkreises Offenburg, der aus dem bisherigen Bezirksamt hervorging.
Ende der 1930er Jahre überschritt die Einwohnerzahl der Stadt Offenburg die 20.000-Grenze. Daher wurde die Stadt bereits mit Inkrafttreten der baden-württembergischen Gemeindeordnung am 1. April 1956 zur Großen Kreisstadt erklärt.
1940 - Die Deportation die letzten in Offenburg lebenden Deutschen jüdischen Glaubens am 22. Oktober nach Gurs
Siehe auch: Denkmal daran in Neckarzimmern.
In den frühen 1970er Jahren wurden im Zuge der Gemeindereform 11 ehemals selbständige Gemeinden in die Stadt eingegliedert. Damit erreichte das Stadtgebiet seine heutige Ausdehnung. Am 1. Januar 1973 wurde Offenburg Sitz des aus mehreren Landkreisen neu gebildeten Ortenaukreises.
1980 fanden in Offenburg die Heimattage Baden-Württemberg statt.
Bohlsbach 960 als „Badelsbach“, Bühl 1242 als „villa Buhele“, Elgersweier 1242 als „villa Ergerswilre“, Fessenbach 1245 als „rivus Vessenbach“, Griesheim 1242, Rammersweier 1242 als „Romeswilre“, Waltersweier 777 als „Waltharisvillare“, Weier 1308 als „Wilre“, Windschläg 1111 bzw. 1114 als „Windisleh“ und Zunsweier 1136 als „Zunswilre“. Zell-Weierbach entstand 1820 durch Vereinigung mehrerer Orte, darunter Zell, das 1242 als "Celle" und Weierbach, das 1235 als „Weyerbach“ erstmals erwähnt worden war, ferner Hasengrund, das 1655 von Weierbach getrennt worden war.
Nach 1525 trat die Stadt zur Reformation über, doch kehrte sie nach 1530 wieder zum alten Glauben zurück und blieb danach über Jahrhunderte eine ausschließlich katholische Stadt. 1591 verbot der Rat der Stadt sogar die Aufnahme nichtkatholischer Bürger. Nach Aufhebung des Bistums Straßburg 1803 gehörte die Kirchengemeinde zunächst zum Bistum Konstanz bevor diese 1821/27 Teil des neu gegründeten Erzbistums Freiburg wurde. Auch hier wurde Offenburg Sitz eines Dekanats, zu dem alle katholischen Gemeinden im heutigen Stadtgebiet gehören. Neben den bereits genannten Gemeinden entstanden 1917 die Dreifaltigkeitspfarrei (Kirche von 1906) und 1956 die Pfarrkuratie St. Josef (Josefskirche im Stadtteil Hildboltsweier von 1938/39), aus der 1973 die Pfarrei Heilig Geist hervorging. (Heilig-Geist-Kirche im Stadtteil Albersbösch 1973) und die Pfarrei St. Fidelis. Auch in den Stadtteilen Bohlsbach, Bühl, Elgersweier, Griesbach, Rammersweier, Waltersweier, Weier, Weingarten (Zell-Weierbach), Windschläg und Zunsweier gibt es jeweils eine katholische Gemeinde (zu den zugehörigen Kirchen vgl. bei Bauwerke). Fessenbach gehört zur Gemeinde Weingarten.
Anfang des 19. Jahrhunderts zogen auch Protestanten nach Offenburg. 1847 wurde die evangelische Gemeinde gegründet. Anfangs konnte sie in der ehemaligen Klosterkirche des Kapuzinerklosters ihre Gottesdienste abhalten, bis 1857 die evangelische Stadtkirche erbaut wurde. Zur Gemeinde gehörten auch die Protestanten der heutigen Stadtteile Offenburgs, sofern es dort damals überhaupt Protestanten gab. 1912 wurde eine 2. Pfarrei in der Stadtkirchengemeinde errichtet. 1927 entstand die Auferstehungsgemeinde, die heute auch für den Stadtteil Fessenbach zuständig ist (ihre heutige Kirche ist ein Beton-Neubau). Nach dem 2. Weltkrieg wurden weitere evangelische Gemeinden gegründet und zwar die Erlösergemeinde 1958 mit Kirche von 1963 (daraus entstand dann 1970 die Christusgemeinde unter anderem für den Stadtteil Elgersweier und 1995 die Lukasgemeinde in Schutterwald), die Johannes-Brenz-Gemeinde (1975 unter anderem für Rammersweier, Zell-Weierbach, Durbach und Ebersweier) und die Matthäusgemeinde (1980 für die Stadtteile Bohlsbach, Bühl, Griesheim, Waltersweier, Weier und Windschläg). Somit gehören zu den Offenburger Kirchengemeinden auch die Protestanten der Nachbargemeinden Durbach, Ortenberg und Schutterwald. Alle Kirchengemeinden gehörten zunächst zum Kirchenbezirk Lahr der Evangelischen Landeskirche in Baden. Heute ist Offenburg Sitz eines eigenen Dekanats, zu dem die Gemeinden gehören.
Neben den beiden großen Kirchen gibt es auch Gemeinden, die zu Freikirchen gehören, darunter eine Evangelisch-freikirchliche Gemeinde (Baptisten) und die Gemeinschaft der Siebenten-Tags-Adventisten. Auch die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage und die Neuapostolische Kirche ist in Offenburg vertreten.
| Jahr | Einwohnerzahlen |
|---|---|
| 1802 | 2.390 |
| 1825 | 3.564 |
| 1852 | 4.226 |
| 1. Dezember 1871 | 5.754 |
| 1. Dezember 1880 ¹ | 7.274 |
| 1. Dezember 1900 ¹ | 13.664 |
| 1. Dezember 1910 ¹ | 16.848 |
| 16. Juni 1925 ¹ | 16.613 |
| 16. Juni 1933 ¹ | 17.976 |
| 17. Mai 1939 ¹ | 20.133 |
| 1946 ¹ | 19.574 |
| Jahr | Einwohnerzahlen |
|---|---|
| 13. September 1950 ¹ | 22.560 |
| 6. Juni 1961 ¹ | 27.569 |
| 27. Mai 1970 ¹ | 33.051 |
| 31. Dezember 1975 | 51.553 |
| 31. Dezember 1980 | 50.486 |
| 27. Mai 1987 ¹ | 51.311 |
| 31. Dezember 1990 | 52.964 |
| 31. Dezember 1995 | 56.045 |
| 31. Dezember 2000 | 57.455 |
| 31. März 2005 | 58.821 |
Die Bürgermeister und Oberbürgermeister
Außerdem unterhält der Stadtteil Zell-Weierbach seit 1964 mit der französischen Stadt St. Jean de Losne sowie seit 1993 der Stadtteil Bohlsbach mit der Stadt Perrigny eine Städtepartnerschaft.
Das Museum im Ritterhaus zeigt Objekte aus den Bereichen Geschichte, Kultur, Natur und Kunst.
Die Kirchen der Kernstadt sind die Heilig-Kreuz-Kirche, die auf den Grundmauern einer Kirche aus dem 13. Jahrhundert nach dem Stadtbrand von 1689 ab 1700 neu errichtete, katholische Hauptkirche der Stadt, die Dreifaltigkeitskirche (zweite katholische Pfarrkirche, erbaut 1906 bis 1908), das Kapuzinerkloster mit Kirche (erbaut 1641 bis 1647, diente nach Auflösung des Klosters ab 1847 als evangelische Kirche, ab 1873 altkatholische Kirche), das Franziskanerkloster (nach dem Stadtbrand von 1689 wieder aufgebaut ), die 1700 barock erneuerte Kirche des ehemaligen Andreasspitals, das Kloster Unserer Lieben Frau und die evangelische Stadtkirche (erbaut 1857 bis 1864). 1938/39 wurde noch die katholische St. Josefs-Kirche und 1960 die Pfarrkirche St. Fidelis errichtet, sowie 1973 die Heilig-Geist-Kirche im neuentstandenen Stadtteil Albersbösch und 1980 die St. Martin Kirche in Offenburg-Süd (Stegermatt). Für die Protestanten entstand 1963 die Erlöserkirche mit Gemeindezentrum.
In den Stadtteilen gibt es folgende Kirchen:
Katholische Kirche St. Laurentius Bohlsbach (erbaut 1666), katholische Kirche St. Peter Bühl (erbaut 1861/62 im neogotischen Stil), katholische Kirche St. Marcus Elgersweier (erbaut 1761 mit wahrscheinlich älterem Chor sowie Westturm von 1881), katholische Kirche St. Nikolaus Griesheim (erbaut 1740 in barockem Stil mit altem Chorturm), katholische Kirche Herz-Jesu Rammersweier (erbaut 1955), katholische Kirche St. Johannes Nepomuk und Quirin Waltersweier (erbaut 1748 wohl auf älteren Fundamenten, 1878 vergrößert), katholische Kirche St. Johannes der Täufer Weier (erbaut 1862/1880 unter Einbeziehung des Chores der 1531 geweihten früheren Kirche), katholische Kirche St. Pankratius Windschläg (erbaut 1835/37 im neuromanischen Stil unter Verwendung des Turms der 1350 erstmals genannten Vorgängerkirche), katholische Kirche zu den Hl. Philipp und Jakob Weingarten in Zell-Weierbach (erbaut im 16./17. Jahrhundert mit Chor aus dem 15. Jahrhundert wurde 1880 vergrößert. Die Vorgängerkirche war 1396 zu Unserer Lieben Frau geweiht worden.) und katholische Kirche St. Sixtus Zunsweier (erbaut 1736/43 in barockem Stil auf älteren Fundamenten einer bereits 1136 erwähnten Kirche). Evangelische Kirchen sind die Christuskirche Elgersweier von 1970, die Johannes-Brenz-Kirche von 1975 und die Matthäuskirche von 1980. Darüber hinaus steht im Stadtteil Zell-Weierbach die Wahlfahrtskirche Maria Schmerzen.
Die AB-AS.svg 55 Offenburg der Bundesautobahn 5 ist knapp 5 km von der Stadtmitte entfernt.
Die Stadt ist auch für ihre Fahrradfreundlichkeit bekannt.
Seit 20. November 1998 ist Offenburg auch Sitz des Briefzentrums 77 der Deutschen Post AG.
Offenburg ist auch Sitz des Ernährungszentrums Südlicher Oberrhein (eröffnet 1997), eines von vier solcher Zentren in Baden-Württemberg. Dieses ist dem Landratsamt Ortenaukreis in dessen Funktion als Untere Landwirtschaftsbehörde angegliedert.
Ferner gibt es ein Staatliches Seminar für Didaktik und Lehrerbildung (Grund- und Hauptschulen) in Offenburg.
An allgemeinbildenden Schulen gibt es in Offenburg drei Gymnasien (Schiller-Gymnasium, Grimmelshausen-Gymnasium und Oken-Gymnasium), zwei Realschulen (Erich-Kästner- und Theodor-Heuss-Realschule), eine Förderschule (Waldbach-Schule II), 10 Grund- und Hauptschulen (Eichendorffschule, Georg-Monsch-Schule, Konrad-Adenauer-Schule, Lorenz-Oken-Schule Bohlsbach und Waldbach-Schule I sowie je eine Grund- und Hauptschule in den Stadtteilen Elgersweier, Weier, Windschläg, Zell-Weierbach und Zunsweier) sowie vier Grundschulen (Anne-Frank-Grundschule und je eine Grundschule in den Stadtteilen Fessenbach, Griesheim und Rammersweier).
Der Ortenaukreis ist Träger der drei Beruflichen Schulen (Friedrich-August-Haselwander-Gewerbeschule mit Technischem Gymnasium, Kaufmännischen Schule mit Wirtschaftsgymnasium und Haus- und Landwirtschaftliche Schule Offenburg mit Ernährungswissenschaftlichem und Biotechnologischem Gymnasium) sowie der Hansjakob-Schule für Geistigbehinderte mit Schulkindergarten, der Schule für Kranke am Klinikum Offenburg und der Schule für Körperbehinderte mit Schulkindergarten.
Mehrere Privatschulen runden das schulische Angebot Offenburgs ab. Darunter eine Freie Waldorfschule (seit 1982), ein Abendgymnasium, eine Abendrealschule, das Mädchengymnasium und die Mädchenrealschule am Kloster Unserer Lieben Frau, die Freie Schule Spatz für Erziehungshilfe, das Haus Fichtenhalde mit einer Schule für Erziehungshilfe, die CJD Christophorusschule Offenburg, eine Evangelische Altenpflegeschule, eine Fachschule für Landwirtschaft, eine Krankenpflegeschule am Klinikum und am St. Josefskrankenhaus sowie eine Schule für Kinder und Jugendliche in längerer Krankenhausbehandlung an der Klinik an der Lindenhöhe.
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