Der heutige Iserlohner Stadtteil Oestrich war eine Gemeinde im Sauerland im Kreis Iserlohn mit etwa 9.000 Einwohnern. Bis 1808 gehörte Oestrich zur Grafschaft Limburg und zwischen 1817 und 1902 zum Amt Limburg im Landkreis Iserlohn. Seit 1975 ist Oestrich ein Stadtteil von Iserlohn.
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An verkehrsgünstiger Stelle gelegen, nahe dem Kreuzungspunkt zweier Reichswege, blühte das kleine Bauerndorf wohl auf, wurde aber auch immer wieder durch Kriegseinflüsse und Krankheiten stark zurückgeworfen. Im 30-Jährigen Krieg überlebten nur 7 Einwohner eine Pestepedemie im Jahre 1636 und pflanzten einer Legende nach zum Dank sieben Linden am Eingang zum Friedhof "Am Lindenplatz".
Nach der Gründung des Kreises Iserlohn 1815 wurde die Gemeinde Oestrich mit den Nachbargemeinden Letmathe, Elsey, Limburg und Reh zum Amt Limburg zusammengeschlossen. 1868 wurde beim Bau der Zweigstrecke Letmathe-Iserlohn im Grüner Tal die Dechenhöhle entdeckt. 1903, als die Gemeinden Limburg und Elsey zur Stadtgemeinde Hohenlimburg zusammen geschlossen wurden, bildete Oestrich mit Letmathe zusammen das Amt Letmathe-Oestrich.
1921 trennten sich die beiden Gemeinden und Oestrich bildete mit der Gemeinde Lössel (aus dem Amt Hemer) das Amt Oestrich und 1956 vereinigte sich das Amt Oestrich mit dem inzwischen Stadt gewordenen Letmathe zur neuen Stadt Letmathe. Dabei mussten bedeutende Teile der Gemeinde Oestrich an die Stadt Iserlohn abgetreten werden (Gerlingsen, Hombruch, Iserlohner Heide, Barendorfer Bruch). 1975 wurde Letmathe mit Oestrich dann von Iserlohn eingemeindet.
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