| Wappen | Karte |
|---|---|
| Wappen_Oelsnitz-Erzgebirge.png | Lage_Oelsnitz-Erzgebirge.png |
| Basisdaten | |
| Bundesland: | Sachsen |
| Regierungsbezirk: | Chemnitz |
| Landkreis: | Stollberg |
| Geografische Lage: | |
| Höhe: | 373 m ü. NN (Post) |
| Fläche: | 26,28 km² |
| Einwohner: | 12.661 (30. April 2005) |
| Bevölkerungsdichte: | 482 Einwohner je km² |
| Postleitzahl: | 09376 |
| Vorwahl: | 037298 |
| Kfz-Kennzeichen: | STL |
| Gemeindeschlüssel: | 14 1 88 220 |
| Stadtgliederung: | Kernstadt; 5 Ortsteile |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Rathausplatz 1 09376 Oelsnitz/Erzgeb. |
| Website: | www.oelsnitz-erzgeb.de |
| Bürgermeister: | Hans-Ludwig-Richter |
Oelsnitz ist eine Stadt im Landkreis Stollberg, Freistaat Sachsen.
Der Name Oelsnitz, ursprünglich ein Flur- oder Gewässername, ist etwa 1000 Jahre alt. Er entstand vermutlich als Orientierungsname slawischer Sorben, die das damals noch unbesiedelte Erzgebirge begingen. Bedeutungsgleich wäre der Name "Ort am Erlenbach".
Der Zusatz "im Erzgebirge", welcher aber nicht richtig ist, da Oelsnitz im erzgebirgischen Becken liegt, wurde 1883 erstmals von der Post genutzt, um Verwechslungen zu vermeiden. Treffender und korrekt wäre "Oelsnitz am Erzgebirge".
Ende des 12. Jahrhunderts gründeten die Ritter von der Oelsnitz das Dorf Oelsnitz. Das Rittergeschlecht führt nach Überlieferung von 1368 im goldenen, damaszierten Schild einen roten Schrägrechtsbalken, belegt mit drei silbernen Kugeln. Der Helm trägt einen goldenen Flug, der mit dem Balken des Schildes bezeichnet ist. Ein als der Pirnaische Mönch bekannter Chronist beschreibt die Ritter von der Oelsnitz als "ein erbar Gesipp vom Dorfe bei der langen Lunckwicz". Nachfahren dieses Rittergeschlechts gibt es bis heute.
Teile des im Volksmund zu Recht so genannten Rittergutes existieren noch und werden teilweise auch noch für verschiedene Zwecke genutzt.
Als Dorf wird Oelsnitz erstmalig in einer Urkunde von 1386 genannt, als Kirchort bereits 1286.
Kaum ein anderer Ort ist in mehrere Grundherrschaften so zersplittert gewesen wie das alte Dorf Oelsnitz. Nach der Leipziger Teilung von 1485 unterstand der Ort bis zum Jahre 1547 sogar zwei verschiedenen Landesherren. Der grünhainische und der wildenfelsische Anteil gehörten zum Kurfürstentum der Ernestiner, der sächsisch-höfische mit dem Rittergut und dem Dorf Lugau dagegen den Herzögen vom Meißen, den Albertinern.
Der Werdegang von Oelsnitz wurde beeinflusst durch Bauernkrieg und Reformation um 1500, durch den Dreißigjährigen Krieg 1618–1648 und nicht zuletzt durch zwei Weltkriege.
Der bedeutendste Verlauf der Oelsnitzer Geschichte begann aber mit der Entdeckung der Steinkohle im Gebiet, geschehen durch den Zwickauer Bergfaktor Karl Gottlob Wolf auf dem Gebiet des heutigen Ortsteiles Neuoelsnitz. Chronisten sprachen nach Wolffs Erfolg von einem regelrechten Gründerfieber, 1844 wurden bereits 6 neue Gruben mit zahllosen Schächten betrieben. 1858 wurde Oelsnitz durch die "Chemnitz-Würschnitzer Kohlenstrecke" an das Eisenbahnnetz angeschlossen.
Die Entwicklung des Bergbaues brachte aber nicht nur Nutzen. Ende des 19. Jahrhunderts gingen Sensationsmeldungen durch die Weltpresse: "Das versinkende Oelsnitz". Die durch den Bergbau verursachten Bergschäden führten zu Bodensenkungen von teilweise mehr als 15 Metern. Zahlreiche Gebäude im Ortskern mussten deshalb abgerissen werden. Nicht zuletzt führte diese Entwicklung auch zu einer Neustrukturierung der Innenstadt.
1913 besuchte König Friedrich August III. die Schächte des Kohlenreviers.
1924 wurde die Gemeinde Oelsnitz durch die Sächsische Staatskanzlei zur Stadt erhoben.
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