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Odinshühnchen
Phalaropus lobatus.jpg
: Vögel (Aves)
: Neukiefervögel (Neognathae)
: Regenpfeiferartige (Charadriiformes)
: Schnepfenvögel (Scolopacidae)
: Wassertreter (Phalaropus)
: Odinshühnchen
Wissenschaftlicher Name Phalaropus lobatus (Linnaeus, 1758) Das Odinshühnchen (Phalaropus lobatus) ist eine Art aus der Gattung der Wassertreter. Es zählt zu den arktischen Schnepfenvögel und kann gelegentlich während seiner Zugzeit in den Monaten August und September sowie April und Mai an der deutschen Nordseeküste beobachtet werden. Während dieser Zeit trägt es jedoch sein Schlicht- oder Ruhekleid, in dem es dem Thorshühnchen sehr ähnelt.

Erscheinungsbild


Brutkleid

Das Odinshühnchen zeichnet sich durch ein unverwechselbares Brutkleid aus. Seine Oberseite ist beim Weibchen schiefergrau, beim Männchen graubraun. Die Unterseite und die Kehle sind weiß. Auffällig ist ein Fleck auf dem Vorderhals, der bis zu den Wangen hinaufreicht und beim Weibchen orangerot, beim Männchen orangebraun und kleiner ist. Im Brutkleid ist damit das Odinshühnchen eindeutig vom Thorshühnchen zu unterscheiden, dass nach heute allgemein üblichem Verständnis die zweite Art in der Gattung der Wassertreter ist. Der früher gleichfalls dieser Gattung zugerechnete Wilson-Wassertreter wird heute meist als einzige Art in die Gattung Steganopus gestellt.

Ruhekleid

Nach der Mauser in der Zeit vom August bis Dezember wechselt das Odinshühnchen in das Ruhekleid, in dem die Geschlechter nicht mehr auseinander zu halten sind. Auch die Unterschiede zum Thorshühnchen sind nun weniger offensichtlich. Im Ruhekleid ist der Unterkörper weiß gefärbt; beim Odinshühnchen endet das Weiß auf dem Oberkopf vor der Scheitellinie. Der Rücken ist hellgrau, allerdings dunkler als beim Thorshühnchen.

Verbreitung


Phalaropus lobatus distribution.png Die Verbreitung des Odinshühnchen ist längst nicht so hocharktisch wie beim Thorshühnchen. So finden sich Brutvorkommen auch auf den Färöer, den Shetlandinseln, den Orkney und den Hebriden, sowie auf dem Festland Norwegens, Schwedens und Finnlands. Das Odinshühnchen brütet mitunter weit im Landesinneren und nicht zwingend so küstennah wie das Thorshühnchen. Die Winterquartiere liegen verstreut über tropische und subtropische Meere, aber auch an den Küsten Patagoniens und des südlichen Japans. Auf seinen Zügen ist es immer wieder am Neusiedlersee zu beobachten.

Lebensweise


Das Odinshühnchen zeichnet sich durch eine für Vögel ungewöhnliche Lebensweise aus. Das Weibchen sucht sich aktiv den Partner aus und wirbt um sie in einem auffälligen Balzflug. Die Männchen führen außerdem die Jungvögel. Diese Verhaltensweise ist auch für das Thorshühnchen typisch. Die Fortpflanzung und die Form des Nahrungserwerbs ist daher ausführlich in dem Hauptartikel Wassertreter (Vögel) beschrieben.

Literatur


  • Otto Höhn: Die Wassertreter (Phalaropodidae). Ziemsen, Wittenberg 1965, ISBN 3894327537
  • Josep del Hoyo et al.: Handbook of the Birds of the World, Band 3 (Hoatzin to Auks). Lynx Edicions, 1996, ISBN 8487334202
  • Bernhard Grzimek: Grzimeks Tierleben, Band 8 (Vögel 2). Kindler, 1969, ISBN 3828916031
  • Stanley Cramp, David Snow: The Complete Birds of the Western Palearctic. Oxford University Press, 1998, ISBN 0192685791

Weblink


Regenpfeiferartige

Тънкоклюн листокрак | Lyskonoh úzkozobý | Red-necked Phalarope | Vesipääsky | Phalarope à bec étroit | アカエリヒレアシシギ | Apvaliasnapis plaukikas | Grauwe franjepoot | Płatkonóg szydłodzioby | Smalnäbbad simsnäppa

 

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