Roussillon_19960800-19.jpg in Südfrankreich]] Ocker (v. griech. ὠχρός „blass, blassgelb“) sind Gemische aus Brauneisenstein mit Ton, Quarz und Kalk. Als Pigment findet das gelb-rote, bis ins braun tendierende Pulver Anwendung in der Malerei.
Bereits in der Höhlenmalerei wurde Ocker verwendet. Ebenso in der Antike und im Mittelalter. Heute wird Ocker fast nur noch auf künstlicher Basis hergestellt und nur noch in geringen Mengen aus Erde durch langwierige Ausschlämmverfahren gewonnen. Hierbei wird das Pigment in einer Reihe von Klärbecken ausgewaschen und von Ballaststoffen gereinigt. Dieser Grundstoff wird dann getrocknet und durch ein Brennverfahren auf den gewünschten Farbton gebracht.
1803 analysierte der deutsche Chemiker Martin H. Klaproth in Berlin einen Cerit aus Bastnäs. Er benannte die neue Erde Ochroiterde.
Bekanntester Abbauort in Europa ist der französische Ort Roussillon (Stadt). Berühmt für seine besonders gute Qualität war der Goldocker mit seinem reinen Farbton und seiner hohen Lichtbeständigkeit. Ein eindrucksvolles, ebenfalls aufgegebenes Abbaugebiet liegt etwa 20 km östlich von Roussillon im Colorado bei Bouvène, südlich von Rustrel. Vereinzelt wurde auch u.a. in der Oberpfalz, z.B. bei Ermhof im frühen 20. Jahrhundert von Farbgräbern Ocker gewonnen.
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