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  • Ochtrup
  • Langenhorst
  • Welbergen
! colspan="2" | Politik
Wappen Karte
WappenOchtrup.gif Lage der Stadt Ochtrup in Deutschland.png
Basisdaten
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Regierungsbezirk: Münster
Landkreis: Steinfurt
Geografische Lage:
Höhe: 55 m ü. NN
Fläche: 105,54 km²
Einwohner: 19.380 (31. Dezember 2005)
Bevölkerungsdichte: 184 Einwohner je km²
Postleitzahl: 48607
Vorwahl: 02553
Kfz-Kennzeichen: ST
Amtlicher Gemeindeschlüssel: 05 5 66 068
Gliederung des Stadtgebiets: 3 Stadtteile/Stadtbezirke
Adresse der Stadtverwaltung: Stadtverwaltung Ochtrup
Prof.-Gärtner-Str. 10
48607 Ochtrup
Offizielle Website: www.ochtrup.de
E-Mail-Adresse: post@ochtrup.de
Bürgermeister: Franz-Josef Melis (CDU)

Ochtrup ist eine Stadt im nordwestlichen Münsterland (Nordrhein-Westfalen).

Geschichte


Erstmals erwähnt wurde „Ohtepe“ (das östliche Epe od. Ostepe) im Jahre 1143 in einer Stiftsurkunde des Klosters Clarholz. Als Pfarrei wird der Ort 1203 zum ersten Mal genannt. OchtrupSchmidt-Schneekugel.jpg]]Zwischen dem 25. November und dem 30. November 2005 war die Kleinstadt mehrere Tage komplett, später teilweise ohne Strom und geriet bundesweit in die Schlagzeilen. Auslöser des Stromausfalls war ein massiver Wintereinbruch, bei dem die Hochspannungsleitungen zwischen Gronau und Ochtrup in Folge von starkem Schneefall und Winden übermäßig vereisten. Durch das Gewicht hingen die Leitungen bis auf wenige Meter über dem Boden. Dutzende von Strommasten knickten um. Notstromaggregate aus dem gesamten Bundesgebiet wurden von Hunderten freiwilliger Helfer rund um die Uhr betrieben. Trotzdem kam es - vor allem in der tierhaltenden Landwirtschaft sowie durch Produktionsausfall in anderen gewerblichen Betrieben - zu enormen finanziellen Schäden. In den Medien stritten sich der zuständige Energieversorger RWE und unabhängige Fachleute darüber, ob die ausschließlich oberirdisch angelegte Stromversorgung Ochtrups in den Vorjahren angemessen gewartet worden sei. Die RWE schloss jede Haftung aus, richtete aber einen Hilfsfonds über fünf Millionen Euro für die betroffene Region ein. Bundesweite Medien bezeichneten diesen Vorfall als den „folgenschwersten Stromausfall der Nachkriegsgeschichte“.

Religionen


Seit dem 27. November 2005 besitzt die Stadt Ochtrup mit den beiden Stadtteilen Welbergen und Langenhorst nur noch eine katholische Pfarrgemeinde mit etwa 12.000 Mitgliedern. An diesem Tag fusionierten die vier katholischen Ochtruper Pfarrgemeinden St. Lamberti, St. Marien, St. Johannes (Langenhorst) und St. Dionysius (Welbergen) zur neuen Pfarrgemeinde St. Lambertus. Die neue Pfarrkirche wurde die 1873 eingeweihte Pfarrkriche St. Lamberti. Die drei anderen Kirchen wurden zu sogenannten "Filialkirchen", in denen aber weiterhin regelmäßig Gottesdienste statt finden, und in denen auch ein eigenes Gemeindeleben zunächst weitergeführt wird. Weiterhin gibt es in Ochtrup eine evangelische Kirchengemeinde.

Kirchen, Freikirchen und Religionsgemeinschaften

  • St. Lamberti (katholisch - Pfarrkirche, Stadtmitte)
  • St. Marien (katholisch - Filialkirche, Stadtmitte)
  • St. Johannes (katholisch - Filialkirche, Langenhorst)
  • St. Dionysius (katholisch - Filialkirche, Welbergen)
    • die vier Kirchen bilden zusammen die katholische Pfarrgemeinde St. Lambertus.

  • Evangelische Kirche (evanglisch, Stadtmitte)

Wirtschaft


Die Stadt Ochtrup war seit dem 16. Jahrhundert eine Töpferstadt von besonderem Wert für die Region. Seit dem Ende des 18. Jahrhunderts siedelte sich ebenfalls die Textilindustrie an. Die erste Weberei der angesehenen Ochtruper Familie Laurenz, die 1854 gegründet wurde, existiert noch heute unter dem Namen „Van Delden“. Die denkmalgeschützten Produktionshallen der Firma werden seit dem 16. April 2004 als Einkaufszentrum für Textilien genutzt.

Verkehr

Ochtrup liegt im Länderdreieck Nordrhein-Westfalen, Niederlande und Niedersachsen und im Schnittpunkt der Bundesautobahnen A 31/A 30 sowie der B 54/B 403 und befindet sich in der Nähe des Dortmund-Ems-Kanals Rheine und des Kanalhafens Enschede. Der nächste internationale Flughafen befindet sich in Greven (Münster/Osnabrück). Im Bahnhof von Ochtrup hält die Regionalbahn RB 64 (die sog. „Euregio-Bahn“ von Münster nach Enschede über Steinfurt und Gronau). Diese Strecke wird von der DB Regionalbahn Westfalen mit Talent-Triebzügen täglich im Stundentakt befahren.

Grundschulen

  • Lambertischule
  • Marienschule
  • Von-Galen-Schule

Weiterführende Schulen

  • Städtische Hauptschule
  • Städtische Realschule
  • Städtisches Gymnasium

Partnerschaften


Es besteht eine Städtepartnerschaft mit der spanischen Stadt Valverde del Camino in Andalusien. Außerdem wird eine Städtefreundschaft mit dem niederländischen Lichtenvoorde (Seniorenbegegnung) gepflegt. Neben den städtischen Partnerschaften unterhalten die Schulen Partnerschaften zu Schulen in Europa und den USA.

Stadtgliederung


Ochtrup besteht heute aus der Stadt, drei großen Bauernschaften und zwei weiteren Dörfern.

  • Ochtrup
    • Stadtgebiet
    • Osterbauerschaft (nordöstlich der Stadt)
    • Westerbauerschaft (nordwestlich)
    • Weinerbauerschaft (südlich)
  • Langenhorst
    • Felderhook
  • Welbergen
    • Bökerhook
    • Schweringhook
    • Brink
    • Mohringhook
    • Lütkefeld

Kultur


Seit 1969 gibt es in Ochtrup einen Kinderrosenmontagsumzug. Organisator ist der Förderkreis Kinderkarneval Ochtrup e.V.. Das Kinderdreigestirn wird in jedem Jahr von einem anderen Schützenverein gestellt. Etwa 35.000 Menschen kommen am Rosenmontag nach Ochtrup.

Persönlichkeiten


Söhne und Töchter der Stadt

Literatur


  • Die Umwälzung der wirtschaftlichen und sozialen Verhältnisse in Ochtrup vom frühen 19. Jahrhundert bis in die Anfänge des 20. Jahrhunderts und ihre Folgen, Eckart Hammerström, VHS-Zweckverband Ochtrup, Ochtrup, 94, ISBN 3928270001

Weblinks


Ort in Nordrhein-Westfalen | Ort im Münsterland

Ochtrup | Ochtrup

 

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