Oberwil (BL) ist eine politische Gemeinde im Bezirk Arlesheim des Kantons Basel-Landschaft in der Schweiz.
Geographie
Oberwil liegt 7 km von
Basel entfernt auf 316 m ü.M. im
Leimental am Westhang des
Bruderholzes. Seine Nachbardörfer sind
Biel-Benken,
Therwil,
Reinach,
Bottmingen,
Binningen,
Allschwil und das französische
Neuwiller.
Die Fläche des Gemeindegebiets beträgt 788 Hektaren, davon sind 45 % Landwirtschaftsfläche, 20 % Wald, 34 % Siedlungsgebiet und 1 % unproduktive Fläche.
Wappen
Roter Untergrund, in der Mitte ein senkrechter, silberner Wellenpfahl, welcher den Birsig darstellt. Rechts davon einen stehenden silbernen Schlüssel mit einem "O" im Schlüsselgriff und links ein stehendes silbernes Schwert. Diese beiden Symbole stehen für die Kirchenpatrone St. Peter und Paul.
Geschichte
Auf dem Gemeindegebiet von Oberwil fand man Überreste aus der
Bronze-,
Eisen- und der
Römerzeit sowie
frühmittelalterliche Töpferöfen. Um
1100 hörte man erstmals von
Obervvilre. Das Gebiet gehörte ab dem
Mittelalter zum Besitz des
Bischofs von Basel, aber zwischenzeitlich bekannte sich das Dorf, wie viele andere Baselbieter Dörfer, von
1529 bis
1585 zur Reformation, war aber immer in der Jurisdiktion des Fürstbischofs von Basel. Bischof Christof von Blarer von Wartensee rekatholisierte seine weltliche Herrschaft, womit alle neun Birseckschen Gemeinden wieder zum römisch-katholischen Glauben zurückkamen. Nach dem Untergang des Fürstbistums Basel im Jahre 1792 befand sich auch Oberwil für eine kurze Zeit in der Raurachischen Republik und wurde danach in napoleonischer Zeit ein Teil Frankreichs. Am
Wiener Kongress von
1815 wurde das Birseck dem Stand Basel zugeschlagen, während die restlichen Teile des Fürstbistums (Laufental und Jura) zum Stand Bern kamen. Im Oktober 2005 wurde die 10'000 Einwohner-Grenze erreicht. Oberwil gilt seither offiziell als Stadt.
Sehenswürdigkeiten
- Katholische Pfarrkirche St. Peter und Paul mit Steinkistengräber aus dem Frühmittelalter
- Häring-Huus, ein spätgotisches "Sigristenhaus"
- Spätbarockes Pfarrhaus aus dem Jahr 1783 mit romantischen Wandbildern im Studierzimmer und "Panoramen der Umgebung" von 1820
- Sprützehüsli, erstes 1827 erbautes Schulhaus und späteres Feuerwehrmagazin, welches heute ein kulturelles Zentrum für Ausstellungen und Veranstaltungen ist
Bevölkerung
Heute sind 32 % der Bevölkerung römisch-katholisch und 38 % reformiert. Der Ausländeranteil beträgt 16.8 %.
Persönlichkeiten
Berühmte Einwohner
Politik
Gemeindepräsident ist Rudolf Mohler-Moser (
FDP). Partnergemeinde ist
Aschau in Tirol.
Weblinks
Ort in der Schweiz | Ort im Kanton Basel-Landschaft | Schweizer Gemeinde
Oberwil (Basilea)