| Wappen | Karte |
|---|---|
| Sin_escudo.svg Wappen | Karte_Oberstdorf_in_Deutschland.png |
| Basisdaten | |
| Staat: | Deutschland |
| Bundesland: | Bayern |
| Regierungsbezirk: | Schwaben |
| Landkreis: | Oberallgäu |
| Region: | Oberallgäu, Allgäu |
| Geografische Lage: | |
| Höhe: | 815 m ü. NN |
| Fläche: | 230 km² |
| Einwohner: | 9.874 (30. Dezember 2003) |
| Bevölkerungsdichte: | 43 Einwohner je km² |
| Postleitzahl: | 87561 |
| Vorwahl: | 08322 |
| Kfz-Kennzeichen: | OA |
| Gemeindeschlüssel: | 09 7 80 133 |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: | Markt Oberstdorf Prinzenstraße 4a 87561 Oberstdorf |
| Website: | www.oberstdorf.de |
| Politik | |
| Bürgermeister: | Thomas Müller |
| Stellvertretender Bürgermeister: | Günter Meßenzehl |
Oberstdorf, die südlichste Gemeinde Deutschlands, ist eine im Landkreis Oberallgäu in Bayern gelegene Marktgemeinde mit etwa 9.800 Einwohnern. Mit einer Ausdehnung von 230 Quadratkilometern ist Oberstdorf nach der Landeshauptstadt München flächenmäßig die zweitgrößte Gemeinde im Freistaat. 17 km südwestlich des Ortskerns liegt das Haldenwanger Eck, die südlichste Stelle Deutschlands.
Oberstdorf_view.jpg Oberstdorf liegt in den Allgäuer Alpen 815 Meter über dem Meer. Es ist ein heilklimatischer Kurort und Kneippkurort. Außerdem dient es mit seiner Skiflugschanze und dem Eisstadion als Wintersportplatz und beliebtes Ziel für Bergsteiger.
Die Gemeinde verfügt über zwei Gondelbahnen, die Fellhornbahn und die Nebelhornbahn, die an den Startpunkt des Hindelanger Klettersteigs fährt. Aufgrund seiner grenznahen Lage ist Oberstdorf Ausgangspunkt zu zahlreichen Zwei-Länder-Bergtouren zwischen Deutschland und Österreich. Auch mit dem Auto gelangt man in das österreichische Nachbartal, das Kleinwalsertal.
Oberstdorf besitzt eine katholische Seelenkapelle aus dem 15. Jahrhundert und Bauernhäuser des 17. und 18. Jahrhunderts.
Im Jahr 1742 wurde der letzte Bär im Oytal erlegt. 1787 bauten die Oberstdorfer ihr erstes Schulhaus. Am 5. Mai und am 6. Mai 1865 wütete eine Feuersbrunst, der 146 Häuser zum Opfer fallen. Zwei Drittel des Gebäudebestandes wurden vernichtet. Das Rathaus musste neu gebaut werden. 1885 fanden sich schon 2.353 Kurgäste im Ort ein. Die Eisenbahnverbindung Sonthofen-Oberstdorf wurde 1888 in Betrieb genommen. Der Fremdenverkehr wurde bedeutsamer Wirtschaftsfaktor.
Die Breitachklamm öffnete 1905 für Besucher. Die Schattenbergschanze erlebte 1926 ihr erstes Skispringen mit 35 Meter längster gemessener Weite. Die Nebelhornbahn transportiert seit 1930 Besucher in die Alpenwelt. Im Jahre 1937 wurde die Gemeinde heilklimatischer Kurort und seit 1964 ist sie ein leistungsfähiger Kneippkurort.
1950 wurde auf dem Berg Söllereck die Söllereckbahn gebaut. Im selben Jahr fand die erste Skiflugwoche auf der neuen Skiflugschanze statt. Oberstdorf_um_1900.jpg
1972 wurden die Gemeinde Tiefenbach und die Orte Schöllang, Reichenbach und Rubi der ehemaligen Gemeinde Schöllang eingemeindet. Die Fellhornbahn nahm ihren Betrieb auf. Ferner wurde der Bau der Heini-Klopfer-Skiflugschanze begonnen. Ein Jahr später fanden die ersten Skiflug-Weltmeisterschaften in Oberstdorf statt. 1988 kamen die Skiflieger ein zweites Mal nach Oberstdorf.
1992 wurde das Ortszentrum für den Autoverkehr gesperrt. Mit dem Pkw Anreisende können rund 1.000 Parkplätze am Ortseingang nutzen und mit einer Buslinie in die Ortsmitte gelangen. Eine Fußgängerzone umfasst große Teile des Dorfzentrums, die restlichen Bereiche sind großteils verkehrsberuhigt.
Oytal und Dietersbachertal werden durch Höfats und Rauheck getrennt. Gerstruben, Deutschlands höchstgelegenes Dorf liegt am Beginn des Dietersbachertals.
Das Rappenalptal ist das längste der Täler und führt an Deutschlands südlichst gelegenem Dorf, Einödsbach, vorbei zum südlichsten Punkt Deutschlands. Am Ende des Tals führt der Schrofenpass nach Österreich.
Es besteht eine Städtepartnerschaft mit dem französischen Dorf Megève in Hochsavoyen. Es ist genau wie Oberstdorf ein Fremdenverkehrsdorf mit viel Ski- und Wandertourismus.
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