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Das Oberschlesische Industriegebiet (polnisch: Górnośląskie Zagłębie Węglowe) ist das wichtigste Industriegebiet Polens. Es ist das Zentrum des Steinkohlebergbaus und der Schwerindustrie.

Im Zuge des Wiederaufbaus der polnischen Wirtschaft im Jahr 1945 wurde das Oberschlesische Industriegebiet gezielt vom Staat im Rahmen der Planwirtschaft wieder aufgebaut. Energie und Stahl waren für die weitere Industrialisierung des Landes essentiell. Auch nach 1970 wurden noch neue Hüttenwerke gebaut, wie etwa das Hüttenwerk Kattowitz.

Das im Süden Polens gelegene Oberschlesische Industriegebiet (polnisch: Gornoslaski Okreg Przemyslowy) ist das wichtigste Industriegebiet Polens. Schon im 12.Jh. begann der Abbau von Silber- und Bleierzen. Heute ist es das Zentrum des Steinkohlebergbaus und der Schwerindustrie. Dort wird 98 % der poln. Steinkohle und 53 % des Roheisens bearbeitet. Es ist außerdem das größte Ballungszentrum Polens mit ca. 3.500.000 Einwohnern. Im oberschlesischen Industriegebiet liegen die Städte Bytom, Katowice, Gliwice, Jaworzno, Zabrze, Tarnowice, Tychy, Sosnowiec und Siemianowice Slaskie.

Bedeutung für die polnische Wirtschaft


Im Zuge des Wiederaufbaus der polnischen Wirtschaft ab dem Jahr 1945 wurde das Oberschlesische Industriegebiet gezielt vom Staat im Rahmen der Planwirtschaft wieder aufgebaut. Energie, Stahl und Eisen waren für die weitere Industrialisierung des Landes essenziell. Auch nach 1970 wurden noch neue Hüttenwerke gebaut, wie etwa das Hüttenwerk Kattowitz.''

Polen hat in zwei Weltkriegen starke Verwüstungen erlitten, und das Land musste nahezu von neuem Industrialisiert werden. Dieser Prozess wurde sehr rasant vorangetrieben ohne Rücksicht auf Faktoren wie Umwelt. Schwerpunkt ist der Kohlebergbau und die Stahlproduktion. Das Gebiet hat einen Anteil von 16,8% an der Landesproduktion (Schwerindustrie).

Transformation


Mit der Wende 1989 setzte die Transformation von der Planwirtschaft zur freien Marktwirtschaft ein. Der wesentliche Schritt, die Privatisierung der Mehrzahl der Staatsbetriebe war früh und sehr rasant erfolgt. Dieser verlief mit großen Turbulenzen, wie z.B. dem drastischen Fall des Lohnniveaus und Massenarbeitslosigkeit, da viele Produktionsstätten geschlossen wurden, weil sie sich am freien Markt orientieren mussten und die staatlichen Subventionen ausblieben. Auch die hohe Bevölkerungsdichte und der hohe Anteil an Beschäftigten im sekundären Sektor sowie die Ausrichtung der Infrastruktur auf die Schwerindustrie trugen dazu bei, dass über 320.000 Arbeitsplätze verloren gingen. Diese Lage hat sich normalisiert und es sind zum Ausgleich für die verlorenen Arbeitsplätze im sekundären Sektor neue Arbeitsplätze im Dienstleistungsgewerbe entstanden. Trotzdem bleibt das Gebiet eine Problemregion mit der höchsten Arbeitslosigkeit Polens (20%). Es gibt immer noch mehrere Bergwerke und einige Stahlhütten, diese werden aber weiterhin abgebaut. Im Bergwerk, neben den ich groß geworden bin, ist in dem ehemaligen Verwaltungsgebäude ein Bürozentrum entstanden. Vor allem durch den EU-Beitritt gibt es immer mehr Investitionen in die Bevölkerungsreichste Region Polens.

Umweltprobleme


Die Gas- und Staubemission im Raum Katowice liegt 20-mal über dem Landesdurchschnitt. Hier waren zeitweise 40% der gesamten Luftbelastung des Landes auf lediglich 2,1% der Staatsfläche konzentriert. Auch die Wasserqualität entspricht noch nicht europäischen Standards. Die starke Siedlungsdichte im Oberschlesischen Industriegebiet verursachte eine Vermischung von Wohn- und Industriegebieten. Dadurch wurde die Gesundheit der Bewohner erheblich belastet. Im Oberschlesischen Industriegebiet liegt die Krankheitsrate signifikant über dem Landesdurchschnitt. Es gibt zum Beispiel 50% mehr Atemwegserkrankungen und die Krebsrate ist um 1/3 höher als im Rest Polens. Diese Umstände haben eine deutlich geringere Lebenserwartung zur Folge. Gründe für diese Probleme liegen hauptsächlich in den veralteten Industrieanlagen. So werden z.B. die Abwässer der Fabriken nur unzureichend gereinigt oder direkt ungeklärt in die Gewässer geleitet. Auch die starke Konzentration von Industrieanlagen nahe an den dicht besiedelten Wohngebieten liefert eine weitere Ursache für die erhöhte Krankheitsrate. Nach dem 2. Weltkrieg war es unwichtig die Umwelt zu schützen, sondern das einzige was zählte, war, die Produktivität zu steigern. Mit Umweltschutz hielt sich keiner auf. Es wurden immer mehr Fabriken und Bergwerke ohne Rücksicht auf die Wasser- und Luftverschmutzung gebaut. Diesen Problemen wirken EU und Regierung durch diverse Maßnahmen entgegen. So wurden einige verschmutzende Betriebe aus den Städten ausgelagert, der Emissionsschutz verbessert und die Betriebe modernisiert. Des weiteren sind eine Vielzahl von Umweltverträgen mit Investoren und der EG unterzeichnet worden. So wurden eine Reihe von Kläranlagen durch die EU finanziert. Verstöße gegen Umweltauflagen sollen von nun an auch effizienter verfolgt und gegebenenfalls bestraft werden. Bereits zwischen 1990 und 1999 konnte so die Umweltsituation spürbar verbessert werden, trotzdem bleibt das Oberschlesische Industriegebiet weiterhin ein „Umweltnotstandsgebiet“.

Es ist außerdem das größte Ballungszentrum Polens mit ca. 3.500.000 Einwohnern. Im Oberschlesischen Industriegebiet liegen die Städte:


Stadt / PowiatEinwohnerFläche
Katowice315 123164,6 km²
Sosnowiec228 19291,26 km²
Gliwice199 086134,2 km²
Zabrze190 15080,47 km²
Bytom189 50069,32 km²
*Powiat Wodzisławski155 124286,92 km²
Powiat Będziński151 289368,02 km²
Ruda Śląska149 00077,7 km²
*Rybnik141 755148 km²
Powiat Tarnogórski138 577642,63 km²
Tychy131 54782,63 km²
Dąbrowa Górnicza129 800188 km²
Powiat Gliwicki115 476663,35 km²
Chorzów114 03533,5 km²
*Powiat Raciborski112 570543,98 km²
Jaworzno96 476152,2 km²
*Jastrzębie Zdrój96 10985,44 km²
Powiat Mikołowski90 675231,53 km²
Mysłowice75 25966 km²
Siemianowice Śląskie73 43925,5 km²
*Żory62 49664,64 km²
Piekary Śląskie59 98439,6 km²
Powiat Bieruńsko-Lędziński55 822156,68 km²
Świętochłowice55 52713,22 km²
Chrzanów50 16679,33 km²
Oświęcim41 38230,3 km²
Trzebinia20 37331,3 km²
Libiąż17 67135,88 km²
Łazy16 077132,56 km²
Chełmek12 87727,24 km²
Bukowno10 76563,42 km²
Bolesław7 84241,42 km²
Sławków6 94336,60 km²
Total~3.5 million~6900 km²

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Upper Silesian Industry Area | Área Industrial de Silesia Superior | Górnośląskie Zagłębie Węglowe

 

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