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Die Oberschenkelhalsfraktur auch Schenkelhalsbruch genannt, ist ein hüftgelenksnaher Bruch des Oberschenkelknochens. Die Fraktur des Oberschenkelhalses, zwischen Kopf und Schaft des Knochens, entsteht meist durch Sturz auf die Seite, kommt besonders in höherem Alter vor und ist durch Osteoporose häufiger bei Frauen als bei Männern.
Formen
Unterschieden werden nach ihrer Lokalisation und der sich daraus ergebenden Konsequenzen für die Behandlung:
Mediale Schenkelhalsfraktur (86 %)
Es handelt sich um eine
Fraktur des Oberschenkelhalses nahe dem Hüftkopf. Unterschieden werden die medialen Oberschenkelhalsfrakturen nach dem Neigungswinkel der
Frakturlinie entsprechend der Klassifikation nach
Pauwels (1-4). Von dem Neigungswinkel und dem
Dislokationsgrad der Fraktur hängt die weitere
Behandlung ab. Meistens erfolgt die Versorgung der medialen Oberschenkelhalsfraktur beim alten Menschen durch
Implantation einer
Hüfttotalendoprothese, beim jüngeren Patienten muss man versuchen, den Schenkelkopf zu erhalten. Nichtdislozierte bzw. eingestauchte mediale Oberschenkelhalsfrakturen und mit flachem Frakturneigungswinkel werden häufig mittels Zugschrauben behandelt (siehe Abbildung).
Image:Shf ohne dislokation medial ap.jpg|Aufnahme vor der OP. a.p.-Aufnahme. Die Fraktur ist mit einem Pfeil markiert.
Image:Shf medial nicht disloziert seitlich.jpg|Seitliche Aufnahme. Die Fraktur ist mit einem Pfeil markiert.
Image:Shf medial verschraubt.jpg|Nach OP mit Zugschrauben. a.p.-Aufnahme. Man sieht die Noch liegende Redondrainagen..
Image:Shf medial verschraubt seitlich.jpg|Seitliche Aufnahme.
Behandlung einer nicht dislozierten medialen Schenkelhalsfraktur bei einer 92-jährigen Patientin.
Intermediäre Schenkelhalsfraktur (10 %)
Laterale Schenkelhalsfraktur (4 %)
Bei Frakturen in der Basis des Schenkelhalses werden oft mit einer Osteosynthese wie die
pertrochantären Femurfrakturen versorgt. Verschiedene Verfahren können verwandt werden u. a. die Gleitnagel-Osteosynthese, die Versorgung mit dynamischer Hüftschraube (DHS)
Prävention
Eine sehr effektive Methode um Oberschenkelhalsfrakturen vorzubeugen bzw. diese zu verhindern sind
Hüftprotektoren.
Komplikationen
Je größer der Dislokationsgrad ist, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit einer
Femurkopfnekrose.
Eine Komplikation der Verschraubung ist die aseptische Kopfnekrose, die eine sekundäre Implantation einer Hüftprotese nötig macht.
Typische allgemeine Komplikationen sind:
Siehe auch
Weblinks
Unfallchirurgie
Hip fracture