| Stadtwappen | Lage der Stadt |
|---|---|
| Stadtwappen der kreisfreien Stadt Oberhausen.png | Lage der kreisfreien Stadt Oberhausen in Deutschland.png |
| Basisdaten | |
| Bundesland: | Nordrhein-Westfalen |
| Regierungsbezirk: | Düsseldorf |
| Regionalverband: | Ruhr |
| Landschaftsverband: | Rheinland |
| Gemeindeart: | Kreisfreie Stadt |
| Geografische Lage: | |
| Höhe: | 78 m ü. NN |
| Fläche: | 77,04 km² |
| Einwohner: | 218.756 (31. Dezember 2005) |
| Bevölkerungsdichte: | 2845 Einwohner/km² |
| Postleitzahlen: | 46001-46149 alt: 4200 |
| Vorwahlen: | 02 08 |
| Kfz-Kennzeichen: | OB |
| Gemeindeschlüssel: | 05 1 19 000 |
| Gliederung des Stadtgebiets: | 3 Stadtbezirke |
| Hausanschrift der Stadtverwaltung: | Schwartzstr. 72 46045 Oberhausen |
| Website: | www.oberhausen.de |
| Politik | |
| Oberbürgermeister: | Klaus Wehling (SPD) |
| Schulden: | 374 Mio. € (Stand: 31. Dezember 2002) |
Seit 1975 ist das Stadtgebiet in die drei Stadtbezirke Alt-Oberhausen, Osterfeld und Sterkrade gegliedert. Sie haben jeweils eine Bezirksvertretung mit einem Bezirksvorsteher. Die Bezirksvertretung hat je nach Größe des Stadtbezirks zwischen 15 und 19 Mitglieder und wird bei jeder Kommunalwahl (alle 5 Jahre) von der Bevölkerung des Stadtbezirks gewählt.
Für statistische Zwecke werden die Stadtbezirke in mehrere Stadtteile unterteilt, die nach den ehemaligen Gemeinden bzw. Gemarkungen oder neu entstandenen Wohngebieten benannt wurden:
- | Stadt Dinslaken (Kreis Wesel) | Stadt Bottrop | - | Windrose klein.png | Stadt Essen | - | Stadt Duisburg | Stadt Mülheim an der Ruhr |
Die Besiedlung nahm, bedingt durch den Abbau von Kohle, anfänglich auch Eisenerz stark zu. Wie andere Orte im Ruhrgebiet wuchs auch Oberhausen vom ländlichen Raum zum Industriestandort mit Zechen, Stahlwerken und chemischer Industrie heran.
Die Anfänge der Eisenverhüttung gehen sogar noch weiter zurück. Die Antoniehütte (auch St.-Antony-Hütte) liegt im (heutigen) Stadtgebiet Oberhausen. Sie wird als die Wiege der Ruhrindustrie (1758) bezeichnet.
Die Bürgermeisterei Oberhausen wird am 1. Februar 1862 auf emsiges Betreiben eines Duisburger Landrats aus Teilen von sechs anderen Gemeinden gebildet. Die Urzelle und den größten Gebietsanteil (zwei Drittel) lieferte die Gemeinde Borbeck mit den Ortsteilen Lippern und Lirich, die bisher zum Reichsstift Essen gehörten. Dazu kamen Teile von Alstaden, Dümpten und Styrum und der Bürgermeisterei Mülheim-Land. Daneben kommen noch kleinere Teile von Meiderich und Buschhausen. Den Namen Oberhausen erhält die junge Gemeinde vom 1847 neuangelegten gleichnamigen Bahnhof (seinerzeit erster Bahnhof der Gemeinde Borbeck) an der Cöln-Mindener Eisenbahn, der wiederum seinen Namen von dem an der Emscher gelegenen Schloss des Grafen Westerholt erhalten hatte. Bereits zwölf Jahre danach am 10. September 1874 erhält die Gemeinde Oberhausen durch Einführung der Städteordnung die Stadtrechte. Sie wurde damit kreisangehörige Stadt des Landkreises Mülheim an der Ruhr, der kurz zuvor am 8. Dezember 1873 aus dem Landkreis Duisburg (nach Ausscheiden von Duisburg als Stadtkreis am 27. Juni 1873) hervorgegangen war. Am 1. April 1901 scheidet auch Oberhausen aus ihm aus, nachdem es gemäß der Rheinischen Provinzialordnung die Marke von 40.000 Einwohnern erreicht hatte und damit ebenfalls Stadtkreis wurde.
Es folgen weitere Gebietszuwächse:
Osterfeld gehörte seit 1811 zur Bürgermeisterei Bottrop im Landkreis Recklinghausen, löst sich am 1. Juli 1891 im Zuge der Industrialisierung von der damaligen Gemeinde Bottrop und erhält am 17. Juni 1921 Stadtrechte. Nachdem es die Marke von 30.000 Einwohnern überschritten hatte, scheidet Osterfeld gemäß der Westfälischen Provinzialordnung am 1. Januar 1922 auch aus dem Landkreis Recklinghausen aus und wird selbständiger Stadtkreis.
Sterkrade gehörte zur Bürgermeisterei Holten im Landkreis Dinslaken bzw. ab 27. September 1823 zum Landkreis Duisburg und ab 8. Dezember 1873 zum Landkreis Mülheim an der Ruhr. Am 1. April 1886 wird die Bürgermeisterei Holten in die Bürgermeistereien Beeck und Sterkrade (mit den Gemeinden Sterkrade, Stadt Holten, Amt Holten und Buschhausen) geteilt, die am 20. April 1887 zum Landkreis Ruhrort und am 1. April 1909 zum Landkreis Dinslaken kommen. Zum gleichen Zeitpunkt wird Buschhausen geteilt. Der größte Teil wird nach Sterkrade eingemeindet. Ein kleineres Gebiet im Süden kommt zu Oberhausen, der Grafenbusch mit dem Schloss Oberhausen. Am 1. April 1913 erhält Sterkrade Stadtrechte, die Bürgermeisterei Sterkrade wird in die Stadt Sterkrade und die Bürgermeisterei Holten geteilt. Bereits am 1. Juli 1917 werden die Bürgermeisterei Holten und ein großer Teil der Bürgermeisterei Hiesfeld, die Orte Barmingholten, Schmachtendorf und Walsumermark, in die Stadt Sterkrade eingegliedert. Dadurch überschreitet Sterkrade die Marke von 40.000 Einwohnern, um gemäß der Rheinischen Provinzialordnung aus dem Landkreis Dinslaken auszuscheiden und selbständiger Stadtkreis zu werden.
Im Zuge der Kommunalen Neugliederung im Ruhrgebiet werden am 29. Juli 1929 die Stadtkreise Oberhausen, Osterfeld und Sterkrade zum neuen Stadtkreis Oberhausen (Rheinland) mit Korrekturen an den Grenzen zu den Nachbarstädten Duisburg und Mülheim an der Ruhr vereinigt. Die Einwohnerzahl von Alt-Oberhausen hatte bereits um das Jahr 1914 die 100.000-Grenze überschritten und damit Oberhausen zur Großstadt gemacht. Heute hat Oberhausen etwa 220.000 Einwohner.
Die Gebietsreform von 1929 führte dazu, dass die heutige kreisfreie Stadt Oberhausen nach wie vor drei Zentren hat, zu denen sich in den 1990er Jahren die "Neue Mitte" als viertes Zentrum gesellte.
1905 hatte Oberhausen mehr als 50.000 Einwohner. 1914 überschritt die Einwohnerzahl der Stadt die Grenze von 100.000, wodurch sie zur Großstadt wurde. Einen Zuwachs um mehr als 80.000 Personen auf rund 190.000 Einwohner brachte am 29. Juli 1929 die Eingemeindung von Sterkrade (50.661 Einwohner 1925) und Osterfeld (32.655 Einwohner 1925). Im Jahre 1962 erreichte die Bevölkerungszahl der Stadt mit über 260.000 ihren historischen Höchststand. Ende Dezember 2005 lebten in Oberhausen nach amtlicher Fortschreibung 218.756 Menschen mit Hauptwohnsitz.
Die folgende Übersicht zeigt die Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Dabei handelt es sich um Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen Ämter beziehungsweise der Stadtverwaltung selbst. Die Angaben beziehen sich ab 1861 auf die „Ortsanwesende Bevölkerung“, ab 1925 auf die Wohnbevölkerung und seit 1987 auf die „Bevölkerung am Ort der Hauptwohnung“.
| Jahr | Einwohner | - | 3. Dezember 1861 ¹ | 5590 | - | 1. Dezember 1871 ¹ | 10.563 | - | 1. Dezember 1875 ¹ | 15.430 | - | 1. Dezember 1880 ¹ | 16.680 | - | 1. Dezember 1885 ¹ | 20.400 | - | 1. Dezember 1890 ¹ | 25.249 | - | 2. Dezember 1895 ¹ | 30.154 | - | 1. Dezember 1900 ¹ | 42.148 | - | 1. Dezember 1905 ¹ | 52.166 | - | 1. Dezember 1910 ¹ | 89.900 | - | 1. Dezember 1916 ¹ | 94.428 | - | 5. Dezember 1917 ¹ | 94.886 | - | 8. Oktober 1919 ¹ | 98.677 | - | 16. Juni 1925 ¹ | 105.121 | - | 16. Juni 1933 ¹ | 192.345 | - | 17. Mai 1939 ¹ | 191.842 |
|---|
| Jahr | Einwohner | - | 31. Dezember 1945 | 168.206 | - | 29. Oktober 1946 ¹ | 174.117 | - | 13. September 1950 ¹ | 202.808 | - | 25. September 1956 ¹ | 241.570 | - | 6. Juni 1961 ¹ | 256.773 | - | 31. Dezember 1965 | 259.810 | - | 27. Mai 1970 ¹ | 246.736 | - | 31. Dezember 1975 | 237.147 | - | 31. Dezember 1980 | 228.947 | - | 31. Dezember 1985 | 222.664 | - | 25. Mai 1987 ¹ | 220.286 | - | 31. Dezember 1990 | 223.840 | - | 31. Dezember 1995 | 224.397 | - | 31. Dezember 2000 | 222.151 | - | 31. Dezember 2005 | 218.756 |
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Bevölkerung
Die Arbeitslosenquote beträgt 15,7 % (Dezember 2005), die Zahl der gemeldeten offenen Stellen in Oberhausen beträgt 1552, der Ausländeranteil liegt bei 12,4 %. Die Altersstruktur stellt sich wie folgt dar:
1958 wurden alle katholischen Pfarrgemeinden Oberhausens dem neuen Ruhr-Bistum Essen zugeordnet. 1960 fasste der erste Bischof von Essen alle Oberhausener Kirchengemeinden zum Stadtdekanat Oberhausen zusammen, das seither in die Dekanate Oberhausen und Sterkrade-Osterfeld gegliedert ist.
In Oberhausen gibt es folgende katholische Kirchen:
Nach Gründung der Stadt Oberhausen 1862 wuchs die Zahl der Evangelischen Gemeindeglieder im südlichen Bereich der heutigen Stadt Oberhausen (Alstaden, Dümpten und Styrum beziehungsweise Lippern und Lirich) schnell. 1864 entstand die Evangelische Kirchengemeinde Oberhausen I mit der Christuskirche und 1893 die Evangelische Kirchengemeinde Oberhausen II mit der Lutherkirche als Mittelpunkt. In Sterkrade waren auf der Königshardt bereits seit 1774 die ersten Protestanten ansässig, doch konnte erst 1846 die Kirchengemeinde Sterkrade * gegründet werden. In Osterfeld geschah dies erst 1896. Alle evangelischen Kirchengemeinden Oberhausens bis auf Osterfeld gehörten zur Rheinischen Provinzialkirche der Evangelischen Kirche in Preußen bzw. zur Evangelischen Kirche im Rheinland. Osterfeld gehörte zur Westfälischen Provinzialkirche der Evangelischen Kirche in Preußen bzw. zur Evangelischen Kirche von Westfalen.
1954 wurde Oberhausen Sitz eines eigenen Kirchenkreises innerhalb der Evangelischen Kirche im Rheinland, zu dem heute alle 12 Kirchengemeinden der Stadt gehören:
die Christus-Kirchengemeinde, die Markus-Kirchengemeinde und die Paulus-Kirchengemeinde (früher Oberhausen I), die Luther-Kirchengemeinde (früher Oberhausen II), die Apostel-Kirchengemeinde * und die Auferstehungs-Kirchengemeinde (früher Osterfeld) sowie die Kirchengemeinden Alstaden, Buschhausen, Holten, Königshardt, Schmachtendorf und Sterkrade.
Neben den beiden großen christlichen Kirchen gibt es in Oberhausen auch Gemeinden, die zu Freikirchen gehören, darunter Evangelisch- freikirchliche Gemeinden (Baptisten), Evangelisch-methodistische Gemeinden (Methodisten) und Freie Evangelische Gemeinden (FeG), sowie die Altkatholische Kirche.
Ferner sind in Oberhausen auch mehrere Gemeinden der Neuapostolischen Kirche vertreten.
Während der Zeit des Nationalsozialismus wurde der Oberbürgermeister von der NSDAP eingesetzt. Nach dem Zweiten Weltkrieg setzte die Militärregierung der Britischen Besatzungszone einen neuen Oberbürgermeister ein und 1946 führte sie die Kommunalverfassung nach britischem Vorbild ein. Danach gab es einen von den Bürgern gewählten "Rat der Stadt", dessen Mitglieder als "Stadtverordnete" bezeichnet wurden. Der Oberbürgermeister, der ehrenamtlich tätig war, wurde als Vorsitzender und Repräsentant der Stadt vom Rat aus seiner Mitte gewählt. Ebenfalls vom Rat gewählt wurde der hauptamtliche Oberstadtdirektor als Leiter der Stadtverwaltung. 1997 wurde die Doppelspitze bei Stadt Oberhausen aufgrund der geänderten Gemeindeordnung NRW aufgehoben. Seitdem gibt es nur noch den hauptamtlichen Oberbürgermeister, der Vorsitzender des Rates, Leiter der Stadtverwaltung und Repräsentant der Stadt ist. 1999 wurde er zum ersten Mal direkt gewählt.
Oberbürgermeister von Osterfeld
Oberbürgermeister von Sterkrade
Oberstadtdirektoren
Der Gemeinderat der Stadt Oberhausen hat seit der Kommunalwahl 1999 insgesamt 58 Mitglieder. Seit den Kommunalwahlen 2004 verteilen sie sich auf die einzelnen Parteien wie folgt:
Das Wappen der Stadt Oberhausen zeigt in einem durch eine silberne Spitze von Blau und Rot gespaltenem Schild darin schräg gekreuzt ein schwarzer Schlägel und ein schwarzes Eisen (die Symbole des Bergbaus), vorne ein von zwei silbernen Schlangen umwundener silberner Merkurstab, hinten gekreuzt eine silberne Zange und ein silberner Hammer, überdeckt mit einem silbernen Zahnrad. Die Stadtflagge ist blau-weiß, bis 1952 schwarz-weiß-rot.
Das Wappen wurde der Stadt bereits 1888 von König Wilhelm I. von Preußen verliehen. Allerdings war das vordere Feld zunächst Schwarz statt Blau. Am 21. Oktober 1952 verlieh das Innenministerium Nordrhein-Westfalen das Wappen neu in seinen heutigen Farben. Es vereint die Symbole der allgemeinen Industrie (Zange und Hammer), der Hüttenwerke (Zahnrad) und des Bergbaus (Schlägel und Eisen) mit dem Symbol für Handel und Verkehr (Merkurstab).
mit der Stadt
unterhält die Stadt Oberhausen freundschaftliche Beziehungen.Oberhausen ist Sitz der Deutschen Hörfunkakademie.
An Museen gibt es im Schloss Oberhausen die Ludwig-Galerie, eine Institution der Peter und Irene Ludwig-Stiftung mit wechselnden Ausstellungen. Auf der Westseite des Oberhausener Hauptbahnhofs gelegen zeigt das Rheinische Industriemuseum eine Dauerausstellung zu 150 Jahren Eisen- und Stahlgeschichte an Rhein und Ruhr sowie wechselnde Themenaustellungen.
Oberhausen Gasometer Centro.jpg
Das Ebertbad, ein ehemaliges Schwimmbad, hat sich zu einem der herausragendsten Veranstaltungsorte für Kleinkunst entwickelt. Es war außerdem die Heimspielstätte der Missfits, einem der bekanntesten Kabarett-Duos in Deutschland.
Ein bedeutendes Bauwerk und ein Wahrzeichen der Stadt ist das Schloss Oberhausen, ein ehemaliger Herrensitz an der Emscher, welcher der Stadt den Namen gab. Heute beherbergt das Gebäude, das nach Kriegszerstörungen im Zweiten Weltkrieg wiederaufgebaut wurde, die Galerie Ludwig.
Auf dem Altmarkt, dem zentralen Platz der auf einem rechtwinkligen städtebaulichen Raster entstandenen Innenstadt, steht das Wahrzeichen von Alt-Oberhausen, eine klassizistische Säule mit einer vergoldeten Siegesgöttin Nike über dem Kapitell.
Sehenswert ist auch das Rathaus der Stadt, das 1930 in den Formen des Backsteinexpressionismus durch die Baumeister Freitag und Jüngerich erbaut wurde.
Ein architektonisch besonders interessanter Platz in der City ist der Friedensplatz mit dem Amtsgericht aus dem Jahr 1907, dem Europa-Haus und den expressionistischen Backsteingebäuden an den Längsseiten, die dem Platz zusammen mit den Wasser- und Baumachsen eine strenge Symmetrie verleihen. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts auf ehemaligem Industriegelände angelegt ist der Friedensplatz ein wichtiges Bindeglied zwischen Altmarkt, Hauptbahnhof und Rathaus.
Weitere bedeutende Bauwerke in Oberhausen sind die Burg Vondern in Osterfeld, das Kastell in Holten und die Baumeister-Windmühle in Buschhausen.
Von besonderem architektonischen und städtebaulichen Interesse sind die zahlreichen Arbeitersiedlungen des 19. und 20. Jahrhunderts, darunter die Siedlung Eisenheim in Osterfeld.
Ein weiteres bedeutendes Baudenkmal stellt das von dem Architekten Peter Behrens entworfene Industriedepot der ehemaligen Gutehoffnungshütte dar, das in gleichzeitig monumentaler und sachlicher Formgebung die Essener Straße beherrscht und gemeinsam mit Gasometer und Werksgasthaus an die einstige Gutehoffungshütte erinnert. Heute dient das Backsteingebäude aus den 20er Jahren als Depot des Rheinischen Industriemuseums.
In den 1990er Jahren entstand auf dem ehemaligen Industriegelände der Gutehoffnungshütte, später Thyssen, als neues Stadtzentrum die "Neue Mitte Oberhausen" (CentrO). Durch städtebauliche Maßnahmen, die Ansiedlung von modernen Dienstleistungs- und Industrieunternehmen und durch umfangreiche Investitionen in die Infrastruktur wurde ein Strukturwandel vom Industriestandort zum Dienstleistungs- und Tourismusstandort vollzogen.
Das Einkaufszentrum CentrO (Shopping Mall) bildet den Kern des Projektes. Weitere wichtige Bestandteil der Neuen Mitte sind die Multifunktionshalle König-Pilsener-ARENA, der Freizeit- und Vergnügungspark CentrO.PARK, ein Multiplex-Kino, ein Erlebnis-Aquarium (Sea Life), ein Yachthafen (Marina) und eine Musicalhalle (TheatrO CentrO). Die "Neue Mitte" hat sich inzwischen zum Publikumsmagnet der Stadt entwickelt.
Am Rande der "Neuen Mitte" befindet sich ein weiteres Wahrzeichen der Stadt, der ehemalige Gasometer der Gutehoffnungshütte. Im Rahmen der IBA Emscher Park wurde er zu einem Veranstaltungsort umgebaut. Das Dach des 117,5 m hohen Gasometers ist seitdem als Beobachtungsplattform zu Fuß oder per Aufzug zu erreichen und bietet eine eindrucksvolle Sicht auf die facettenreiche Kulturlandschaft des Ruhrgebietes. Wechselnde Ausstellungen und Installationen, in den letzten Jahren unter anderem von Christo oder Bill Viola finden immer ein fasziniertes Publikum.
Erfolgreich ist im Basketball derzeit die Damenmannschaft von NBO92, die in der ersten Bundesliga spielt und in der Spielzeit 2004/05 Deutscher Vizemeister wurde. Außerdem vertreten die Revierlöwen Oberhausen die Stadt im Eishockey, sowie die Fireballs Sterkrade und die Piranhas Oberhausen im Inlineskaterhockey. Die Tennisspieler des OTHC (Oberhausener Tennis- und Hockeyclub) spielten zeitweise in der 1. Tennis-Bundesliga.
Am 13. September 2006 findet in Oberhausen u.a. eine der fünf "WM-Nights" der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 der Menschen mit geistiger Behinderung statt.
Erwachsen aus Kontakten, die seit 1952 bestehen, veranstaltet die Stadt Oberhausen jährlich eine multilaterale Jugendbegegnung, die sogenannte MULTI.
Die Sterkrader Fronleichnamskirmes ist die größte Straßenkirmes in Europa.
Traditionell findet am Tag vor Rosenmontag ein Straßenkarneval in der Innenstadt statt.
Im Schienenpersonennahverkehr verkehren eine Reihe von RegionalExpress- und RegionalBahn-Linien sowie die S-Bahn-Linien 2 und 3. Außer dem Hauptbahnhof gibt es drei weitere Bahnhöfe bzw. Haltepunkte. Durchgeführt wird der Schienenpersonennahverkehr (SPNV) von der DB Regio NRW und der Prignitzer Eisenbahn GmbH.
Den Straßenpersonennahverkehr in Oberhausen bedienen neben dem örtlichen Betrieb, der STOAG, vier weitere Nahverkehrsbetriebe, die DVG, die EVAG, die MVG und die Vestische Straßenbahnen GmbH. Als innovativ gilt die ÖPNV-Trasse Oberhausen, die im Zuge des Neubaus des CentrO in der Neuen Mitte gebaut wurde. Auf ihr verkehrt neben einer Reihe von Buslinien wieder die Straßenbahn von Mülheim an der Ruhr über den Hauptbahnhof bis zum Bahnhof Sterkrade. Ende Oktober 2004 wurde diese Strecke um einen 800 m langen Abschnitt bis zum Sterkrader Neumarkt verlängert, der in Richtung Bahnhof von Linienbussen mitbenutzt werden kann. Für den gesamten öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) gilt der Tarif des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr (VRR) und tarifraumüberschreitend der NRW-Tarif.
| A 2 (E 34) | Oberhausen – Dortmund – Hannover AS 2 Oberhausen-Königshardt |
| A 3 (E 35) | Arnheim – Oberhausen – Köln – Frankfurt am Main AS 9 Dinslaken-Süd, AS 11 Oberhausen-Holten, AS 13 Oberhausen-Lirich |
| A 40 | Venlo – Duisburg – Essen – Dortmund AS 15 Mülheim, AS 16 Mülheim-Styrum, AS 17 Mülheim-Dümpten |
| A 42 | Kamp-Lintfort – Gelsenkirchen - Castrop-Rauxel AS 9 Oberhausen-Buschhausen, AS 10 Oberhausen-Zentrum, AS 11 Oberhausen-Osterfeld |
| A 516 | AK Oberhausen - Oberhausen-Eisenheim AS 2 Oberhausen-Sterkrade, AS 3 Oberhausen-Eisenheim |
Seit 1970 in Oberhausen ansässig ist der Asso Verlag, der heute vorrangig Belletristik, Anthologien, Biografien und Sachbücher aus der Region veröffentlicht. Das bei Asso erschienene politische Volksliederbuch Lieder gegen den Tritt war lange Zeit Kult in linken Studentenkreisen.
1984-2005 war hier die Elektrikfirma BEKA ansässig, nach Insolvenz und Neugründung 2005 jetzt eltec.
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