Ein Obelisk (v. lat. obeliscus, v. griech. obelískos: obelós — Spitzsäule, *spieß; Pl.: Obelisken) ist ein freistehender, hoher, sich nach oben verjüngender Steinpfeiler, der eine pyramidenförmige Spitze hat.
Der Obelisk stellt wie die Pyramide die steingewordenen Strahlen des Sonnengottes dar und ist die Verbindung zwischen der hiesigen und der Götterwelt.
Römische Kaiser brachten 13 Obelisken als Siegestrophäen aus Ägypten nach Rom. Einige wurden im frühen Mittelalter wegen ihres "heidnischen" Ursprungs zerstört oder zerfielen.
Den größten Obelisken ließ die Pharaonin Hatschepsut herstellen und aufrichten. Er steht bis heute im Amun-Tempel in Karnak bei Luxor und ist 32 m hoch. Seine Spitze war vergoldet.
Große original ägyptische Obelisken stehen heute außer in Luxor (4) und Rom (13) noch je einer in Heliopolis, Kairo, Paris (Obelisk von Luxor), London (St. George's Circus), Wimborne, Istanbul, Urbino, Florenz, Catania und Caesarea Maritima.
Je ein kleiner befindet sich in Luxor und in Durham.
Siehe auch:
1823 wurde auf dem Braunschweiger Löwenwall ein Obelisk nach einem Entwurf von Peter Joseph Krahe zu Ehren der in den Befreiungskriegen gefallenen Braunschweigischen Herzöge Karl Wilhelm Ferdinand und Friedrich Wilhelm errichtet.
Der höchste Obelisk - das Washington Monument in Washington (D.C.) - ist 169,3 Meter hoch.
Der Obelisk wird auch von den Freimaurern als Signum verwendet.
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