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Die Nulltoleranzstrategie ist eine in den USA vom neokonservativen Manhattan-Institut entwickelte Bezeichnung für ein konsequentes Durchgreifen und entsprechende Rechtsauslegung, um der Verwahrlosung und der Kriminalität in amerikanischen Großstädten zu begegnen. Dabei handelt es sich eher um eine Maxime als um eine Strategie. Aus ihr entwickelte sich die Broken-window-Theorie, die niemals empirisch überprüft wurde und sich deshalb auch z. B. nicht in Kriminologie-Lehrbüchern findet.

Die Nulltoleranzstrategie findet Anwendung sowohl im großen Maßstab (bundesstaatenweit oder countyweit), als auch im ganz kleinen, beispielsweise an Schulen oder in der Familie.

Auch außerhalb der USA hat sich der Begriff durchgesetzt und das Prinzip findet immer mehr Anwendung wie zum Beispiel in Malaysia und Singapur bei der Drogenpolitik.

Der Ansatz, insbesondere in den Gebieten, die durch städtebaulichen Zerfall (urban decay) auch eine erhöhte Kriminalitätsrate aufweisen, auch kleinste Übertretungen zu ahnden, führte in den USA zu Situationen, die die beachtlichen Erfolge relativieren: Durch die Erfolgsvereinbarungen mit der New Yorker Polizei entstand ein Konkurrenzdenken innerhalb der Institution Polizei, die zu einem Identitätsverlust führte (losing corporate identity). Das harte Einschreiten brachte auch Bürgerrechtler auf den Plan, die die Nulltoleranzstrategie als unvereinbar mit rechtsstaatlichen Prinzipien sahen.

Das Verfolgen einer Nulltoleranzstrategie kann als besondere Form der Kriminalprävention aufgefasst werden.

Siehe auch


Weblinks


Kriminologie

Zero tolerance | Tolérance zéro | Nultolerantiebeleid | Nolltolerans

 

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