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Novell (sprich aber engl. [) ist eine US-amerikanische Hightech-Firma, die sich auf Netzwerk- und Internet-Software-Produkte spezialisiert hat.

Kennzahlen


Mit 5.200 Mitarbeitern erwirtschaftete Novell im Geschäftsjahr 1,198 Milliarden US-Dollar, wovon 448 Millionen US-Dollar aus einer außergerichtlichen Einigung mit Microsoft stammten Jürgen Kuri: "Restrukturierung belastet Novell-Bilanzen" auf heise.de, 2. Dezember 2005. Im vierten Quartal 2005 verkaufte Novell 65.000 Stand-Alone Subscriptions des Suse Linux Enterprise Server, was eine Steigerung von 216 Prozent im Jahresvergleich ausmacht Novell Presseservice: "Novell gibt Ergebnisse für das vierte Quartal und das Geschäftsjahr 2005 bekannt" – Pressemitteilung auf vibrio.de, 2. Dezember 2005.

Firmengeschichte


Die Firma begann 1979 in Provo, Utah unter dem Namen Novell Data Systems Inc. als Hardwarehersteller für CP/M-basierende Systeme. Im Januar 1983 wurde die Firma umbenannt in Novell Inc. und Ray Noorda wurde Firmenchef. Ebenso stellte die Firma 1983 ihr bedeutendstes Produkt, das Multi - Plattform – Netzwerkbetriebssystem Netware vor. Der Hersteller Novell Inc. ist im NASDAQ als NOVL gelistet.

Die Netzwerkprotokolle, die die Firma entwickelte, basieren auf den XNS, wurden aus IDP und SPP weiterentwickelt und heißen IPX (Internetwork Packet eXchange) und SPX (Sequenced Packet eXchange). Datei- und Druckdienste liefen auf dem NetWare Core Protocol (NCP) über IPX ebenso wie die Routinginformationen RIP und Dienstinformationen (SAP).

Novell erwarb für 80 Millionen US-Dollar die Firma Digital Research, den Hersteller von DR-DOS, einem MS-DOS ähnlichen aber Multitasking-fähigen Betriebssystem und vertrieb diese unter dem Namen Novell DOS (welches später als OpenDOS und dann als DR-DOS durch Caldera Systems vertrieben wurde).

Während der 80er Jahre ging es Novell sehr gut. Die Firma hatte mit ihrem Netzwerkbetriebssystem eine Monopolposition und konnte ihre Produkte teuer verkaufen. Das änderte sich jedoch in den 90er Jahren schlagartig, als das Betriebssystem Windows von dem Softwarehersteller Microsoft nach und nach mit immer mehr Netzwerkfunktionen ausgestattet wurde.

Aufbauend auf Unix SVR4 begann man bei Novell in Zusammenarbeit mit den Unix System Laboratories, unter dem Namen Univel, mit der Entwicklung eines eigenen Unix-Derivats, das im November 1992 unter dem Namen UnixWare veröffentlicht wurde.

Mit dem Aufkauf verschiedener Firmen versuchte Novell seine Marktstellung gegenüber dem neuen Konkurrenten zu behaupten. 1993 kaufte die Firma die Unix System Laboratories, inklusive der Firma Univel, für 350 Millionen US-Dollar von AT&T und lizenzierte die Rechte an andere Firmen. Im selben Jahr kaufte Novell auch noch die WordPerfect Corporation und von der Firma Borland die Tabellenkalkulation Quattro Pro.

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1995 wurde Unix an die SCO Group verkauft. Der Umfang des Verkaufs ist zwischen Novell und der SCO Group stark umstritten, insbesondere in Hinsicht auf das Copyright. Siehe dazu auch: SCO gegen Linux.

Digital Research wechselte zu Caldera. Mit dem WordPerfect Office war Novell recht glücklos. Es verlor zunehmend an Marktanteilen. Während die dazugehörige Groupware GroupWise als eigenständiges Produkt von Novell vertrieben wird, ging der Rest des WordPerfect Office, bestehend aus WordPerfect, Presentations und Quattro Pro, an Corel.

Im Juli 2001 kaufte Novell die Consulting Firma Cambridge Technology Partners um sie zu ihrer Verkaufsabteilung zu machen. Der CEO dieser Firma, Jack Messman, wurde bald auch Chef von Novell.

Am 4. August 2003 gab Novell den Kauf des 1999 gegründeten Softwareherstellers Ximian bekannt. Die Firma Ximian war mit Open Source Software auf dem Markt und bot unter anderem einen Desktop für verschiedene Linux-Distributionen an.

Novell gab am 4. November 2003 die Übernahme der Suse Linux AG zum Preis von 210 Millionen US-Dollar bekannt Oliver Diedrich: "Netzwerkspezialist Novell kauft Linux-Distributor SuSE" auf heise.de, 4. Dezember 2003. Die Transaktion wurde im Februar 2004 abgeschlossen. Die Suse Linux AG wurde dabei in eine GmbH umgewandelt, und als Tochterunternehmen vollständig in das Partner- und Vertriebsnetz von Novell integriert Markus Pflugbeil: "Suse und Novell in der Wikipedia" in einem Blog als Antwort auf eine Anfrage zu verschiedenen Daten, 12. Dezember 2005. Damit wurde Novell zu einem der größten Anbieter für Lösungen um das freie Betriebssystem Linux.

Im März 2005 hat Novell den OES (Open Enterprise Server) freigegeben. Dieser umfasst gleichermaßen Netware und den Suse Enterprise Server und bietet Novell-Bestandskunden die Möglichkeit einer allmählichen Migration hin zu Linux. Ferner erfolgte im Juli 2005 eine massive Unterstützung der Open-Source-Gemeinde durch Novell. Durch die betriebssystemunabhängige .NET-Entwicklungsumgebung Mono und durch Evolution bietet Novell weitere Migrationslösungen zu Linux an. Ebenfalls ist Novell an der Entwicklung von OpenOffice.org beteiligt. Ende des Geschäftsjahres 2005 musste Novell jedoch Verluste im Umsatz hinnehmen, und kündigte umfangreiche Strukturierungsmaßnahmen an, die auch Entlassungen von Mitarbeitern einschlossen. Ferner verließ einer der Mitbegründer Suses die Firma Oliver Diedrich: "Suse-Gründer verlässt Novell" auf heise.de, 9. November 2005.

Am 21. Juni 2006 wurde Jack Messman vom Novell-Vorstand als CEO entlassen. Ron Hovsepian soll ab sofort das Unternehmen in eine schwungvolle Linux-Zukunft leiten. Jack Messman: "Novell entlässt Firmenchef Jack Messman" auf heise.de, 21. Juni 2006.

Produkte


Novell bietet eine Reihe von Softwareprodukten für Unternehmen an. Dazu gehören unter anderem Während früher der Fokus auf dem Serverbetriebssystem Netware lag, wird er derzeit auf die Linux-Produkte, auf den Verzeichnisdienst und das Identitätsmanagement verlagert.

Weblinks


Quellen


Softwarehersteller | Unternehmen (USA) | Hardwarehersteller

Novell, Inc. | Novell | Novell | ノベル | Novell | Novell | Novell, Inc. | Novell | Novell

 

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