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Die Kathedrale Notre-Dame de Paris in Paris ist eine der frühesten gotischen Kathedralen Frankreichs.

Sie ist Maria, der Mutter Jesu, geweiht (französisch: notre Dame = Unsere Frau). Da in Frankreich viele Kirchen den Namen Notre Dame tragen, wird sie zur Unterscheidung Notre-Dame de Paris genannt.

Geschichte


Der Bau wurde im Jahr 1163 unter Bischof Maurice de Sully begonnen und erst 1345 fertiggestellt. Die beiden Türme sind 69 Meter hoch, der Dachreiter 90 Meter. Das Kirchenschiff ist im Inneren 130 Meter lang, 48 Meter breit und 35 Meter hoch. 10.000 Personen finden in der Kirche Platz.

Während die französischen Könige traditionell in der Kathedrale Notre-Dame in Reims gekrönt wurden, ließ sich der zehnjährige englische König Heinrich VI. während des Hundertjährigen Krieges 1431 in Notre-Dame de Paris zum König von Frankreich krönen. Napoléon Bonaparte krönte sich am 2. Dezember 1804 in Notre-Dame de Paris in Anwesenheit des Papstes Pius VII. selbst zum Kaiser der Franzosen, seine Frau Joséphine krönte er zur Kaiserin. Im 19. Jahrhundert wurde der Bau - wie viele andere mittelalterliche Kirchen Frankreichs - von Eugène Viollet-le-Duc restauriert.

Besonders bekannt wurde die Kathedrale durch den Roman Der Glöckner von Notre-Dame (französisch Notre-Dame de Paris) von Victor Hugo und dessen weit über 20 Verfilmungen.

Frankreichs kilomètre zéro (Kilometer Null), der Referenzpunkt für die Entfernungsangaben z. B. der nach Paris führenden Autobahnen, liegt auf dem Platz vor der Kathedrale.

Musikgeschichtlich bedeutsam ist die Notre-Dame-Epoche (ca. 1160-1250). Ihr Name leitet sich von der Pariser Kathedralkirche her, an der die beiden Hauptvertreter dieser Kompositionsschule, Léonin und Pérotin als Magister tätig waren.

Die drei Titularorganisten der Kathedrale sind derzeit Olivier Latry, Philippe Lefèbvre und Jean-Pierre Leguay.

Weitere Bilder


Bild:Paris_1776.JPG|Notre-Dame de Paris 1776 Image:Paris-notre-dame-facade.jpg|Notre-Dame de Paris Bild:Figuren_auf_Notre_Dame.JPG|Figuren auf einem der Türme Bild:Paris_Gargoyle.jpg|Ein Wasserspeier an der Kathedrale „Notre Dame“

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