Die University of Notre Dame wurde im Jahre 1842 von dem französischen Priester Edward Sorin gegründet.
Als katholische Universität wird die in South Bend im US-Bundesstaat Indiana (zwei Autostunden von Chicago entfernt) beheimatete Hochschule in erster Linie von katholischen Studenten besucht.
Noch heute wird die Universität, an der rund 10.000 Studenten eingeschrieben sind, von katholischen Geistlichen der "Kongregation vom Heiligen Kreuz" geführt. Bis 1972 waren an der Universität nur Männer zugelassen. Die Universität zählt derzeit zu den Top 100-Universitäten der USA (siehe *).
Wahrzeichen ist der Golden Dome, ein Kuppelbau mit vergoldetem Dach, auf dessen Spitze die Heilige Mutter Maria residiert.
Die Football-Abteilung der Universität gestaltet als Unabhängige in der NCAA ihren Spielplan (und Fernseh-Vertrag) selber, während die anderen Sportarten (z.B. Basketball, Fussball etc.) der Big East Conference angeschlossen sind. Ausserdem ist Notre Dame die einzige Universität die einen eigenen TV-Vertrag für die nationale Übertragung ihrer Heimspiele abgeschlossen hat.
Die weit über 100-jährige Geschichte der Irish ist mit insgesamt 811 Siegen (74,4% Erfolgsquote) eine der erfolgreichsten im College Football überhaupt, hinter den Michigan Wolverines (842 mit 74,6%), gegen die sie am 23. November 1887 ihr allererstes Spiel verloren und seither eine grosse Rivalität verbindet.
Das Team wurde schon in den 1920er Jahren berühmt, als 88% der Spiele gewonnen wurden. Im Jahr 1930 wurde die Geschichte der Mannschaft erstmals verfilmt. Dabei kam der Starspieler und spätere Trainer Knute Rockne, der die Dreharbeiten besuchen wollte, bei einem Flugzeugabsturz ums Leben. 1940 entstand daraufhin der Hollywood-Film Knute Rockne, All American. ("All American" steht dabei für das alljährlich von Sportjournalisten gewählte "All-Star-Team" der College-Football-Mannschaften.) Neben vier Spielern, die als "vier apokalyptische Reiter" bekannt wurden, spielte darin der schon 1920 an Lungenentzündung verstorbener George Gipp (im Film gespielt von Ronald Reagan) eine wesentliche Rolle. Dessen letzten Worte "Win one for the Gipper" wurden in entscheidenden Spielsituationen als Motivation zitiert. Reagan behielt nach dieser Rolle den Spitznamen "Gipper" bei und ließ sich in seiner späteren politischen Karriere mit dem Slogan zitieren.
Sieben Heisman Trophy-Gewinner wurden hervorgebracht, und zudem spätere NFL-Stars wie Joe Theisman, Rick Mirer, Ricky Watters, Jerome Bettis, Ron Powlus und last but not least Joe Montana. In den letzten 20 Jahren gewannen folgende Spieler wichtige nationale Auszeichnungen: Vince Lombardi Award: Aaron Taylor (1993) und Chris Zorich (1990); Walter Camp Award: Raghib "The Rocket" Ismail (1990); Johny Unitas Golden Arm Award: Tony Rice (1989) und Heisman Trophy: Tim Brown (1989). Die früheren Heisman Trophy Gewinner waren: John Huarte (1964), Paul Hornung (1956), Johnny Lattner (1953), Leon Hart (1949), Johnny Lujack (1947) und Angelo Bertelli (1943).
Die Heimspiele werden im 80'795 Zuschauer fassenden Notre Dame Stadium ausgetragen, welches im Jahre 1997 modernisiert und erweitert wurde. Zuvor hatte es eine Kapazität von 59'075 Zuschauern. Seit 1991 waren mit einer einzigen Ausnahme sämtlich Heimspiele ausverkauft. Aus diesem Grunde werden die Tickets jeweils fix zugeteilt: Studenten, Lehrpersonal, Angestellte, Gönner, Ehemalige etc. haben Vorrang. Nur gerade 16'000 Tickets werden an "externe" Saisonkarten-Besitzer verkauft.
The Irish wurden letzte Saison mit einer 9-2-Bilanz als fünftbestes unter den über 100 Teams der Division I-A eingestuft (AP poll). Sie trafen am 2. Januar 2006 in der Fiesta Bowl in Tempe, Arizona auf die Ohio State Buckeyes (4. ebenfalls mit 9-2) und verloren 20-34.
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