Als Notkirche bezeichnet man im allgemeinen einen Raum oder ein Gebäude, der als Antwort auf einen Notlage mit einfachen Mitteln für den provisorischen Gebrauch als Kirchengebäude hergerichtet wird. Das kann eine Baracke oder eine Scheune sein.
Im besonderen ist der Name Notkirche jedoch mit einem Kirchbauprogramm der Evangelischen Kirche in Deutschland verbunden, das nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs von dem Architekten Otto Bartning entwickelt wurde, um den Mangel an gottesdienstlichen Räumen, der durch die Zerstörung vieler Kirchen und den Zuzug von Flüchtlingen entstanden war, mit schnellen und einfachen Mitteln zu beseitigen.
Bartning, der auf seine Erfahrungen unter anderem beim Bau der Stahlkirche auf der Pressa-Ausstellung in Köln (1928) zurückgreifen konnte, entwickelte einen Modellraum in Leichtbauweise. Das benötigte Holz wurde meist von Gemeinden in Skandinavien oder den USA gestiftet. Sogar Trümmersteine konnten zum Bau verwendet werden. Das Grundmodell ließ sich leicht für lokale Bedürfnisse variieren.
Das Konzept war so erfolgreich, dass einige der danach gebauten 49 Kirchen bis heute in Gebrauch sind.
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"Notkirche".
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