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Fahrzeugdaten NEF
Besatzung: Notarzt, evtl. Rettungsassistent (D) bzw. Notfallsanitäter (Ö) als Fahrer
Einsatz: akute Notfälle mit Notarztindikation
Ausstattung: DIN 75079: Notarzt-Einsatzfahrzeug

Das Notarzteinsatzfahrzeug (NEF) ist ein Fahrzeug des Rettungsdienstes, das den Notarzt zum Einsatzort bringt. Diesem Kraftfahrzeug mit einem zulässigem Gesamtgewicht bis 3,5t fehlt eine Möglichkeit, Patienten zu transportieren. Es dient der präklinischen Versorgung von Notfallpatienten, die ärztlicher Hilfeleistung bedürfen.

Das NEF ist als Notarztzubringer neben dem Rettungswagen, der den Patiententransport ermöglicht, Bestandteil des Rendezvous-Systems, im Gegensatz zum Kompaktsystem, bei dem ein Rettungswagen mit Notarzt (=Notarztwagen) zum Einsatz kommt.

Personal


Das NEF ist wenigstens durch einen Notarzt besetzt. Häufig steht ihm ein Fahrer zur Seite, bestenfalls mit der Qualifikation als Rettungsassistent (Deutschland) bzw. ein Notfallsanitäter (in Österreich). Die landesrechtlichen Vorschriften regeln das unterschiedlich. Ein Fahrer mit entsprechender Qualifikation beinhaltet die Vorteile, dass der NA einen gut ausgebildeten Assistenten an der Hand hat, sollte das NEF als erstes Fahrzeug am Notfallort eintriffen, der NA kann ohne weiteres den Transport begleiten, ohne dass das Fahrzeug am Einsatzort zurückbleibt oder er währenddessen ohne Assistenz arbeiten muss.

In manchen ländlichen Gebieten verrichtet ein niedergelassener Arzt mit „Fachkundenachweis Rettungsdienst“ Notarztdienst, teilweise als Ergänzung zum regulären. In diesem Fall sind die Ärzte meistens Selbstfahrer. Der Transport des Fahrzeugs ist dann meist ungeklärt. Entweder ein Besatzungsmitglied des Rettungswagens, der Arzt selbst oder eine Arzthelferin aus der ärztlichen Praxis fahren dann häufig den Wagen.

Oftmals befindet sich noch ein Praktikant (angehender Notarzt, Rettungsassistent oder Notfallsanitäter) an Bord. Zudem bieten immer mehr Universitäten Medizinstudierenden im Rahmen des Studiums die Möglichkeit, als Praktikant Fahrzeug und Notarztdienst kennenzulernen.

Normung & Fahrzeuge


Die Ausstattung eines NEF regelt deutschlandweit die DIN 75079. Neben der Beladung werden dort auch entsprechende Anforderungen an die Fahrzeugtechnik (Beschleunigung, maximale Beladung) gestellt. Eine europaweit einheitliche Normung ist bisher nicht vorgesehen.

Als NEF werden meist Pkws in der Kombivariante eingesetzt, hin und wieder finden sich auch Kleinbusse. Erstere sind wendig, schnell und haben eine geringe Durchfahrtshöhe, zweitere sind meist so ausgestattet, dass sie auch für die Einsatzleitung eingesetzt werden können. Bild:Vw_t4_v_sst.jpg|Kleinbus Bild:Florian Borken 2-82-1 (16.04.2004).JPG|Geländevariante Bild:NEF_BMW.jpg|Kombi Bild:NEF_Landeck.jpg|Aufbau auf Minivan

Geschichte und Verbreitung


Das NEF-System wurde erstmals in den 1960er Jahren in Heidelberg erfolgreich erprobt und von da an bundesweit eingesetzt. Neben Deutschland und Österreich existiert ein solches System auch im französischen Rettungsdienst, weshalb man vom sogenannten frankogermanischen System spricht, im Gegensatz zum angloamerikanischen System, bei dem der Patient möglichst schnell in das nächste Krankenhaus gebracht und erst dort ärztlich versorgt wird.

Sonderformen


  • Kinder-NEF: mit einem pädiatrischen Notarzt besetzt
  • Toxikologischer Notarztdienst: spezialisiert auf die Behandlung von Vergiftungsnotfällen. Der Notarzt hat besondere Erfahrung in der Toxikologie.

Siehe auch


Rettungsdienstfahrzeug | Nutzfahrzeug

Fly-car | Véhicule radio-médicalisé

 

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