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Die Nordfriesischen Inseln befinden sich vor der westlichen Küste Schleswig-Holsteins bzw. Jütlands im nordfriesischen Wattenmeer, das zur Nordsee gehört. Sie sind vom Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer umgeben, selbst jedoch nicht Bestandteil des Schutzgebietes. Die Inseln gehören zum Kreis Nordfriesland und zum dänischen Sønderjyllands Amt.

Außer den eigentlichen, größeren Inseln gibt es die kleineren Halligen, die zum Schutz vor Hochwasser nicht mit Deichen sondern mit Warften versehen sind.

Verkehr


Autofähren der Wyker Dampfschiffs-Reederei Föhr-Amrum GmbH verbinden den Hafen Dagebüll auf dem Festland mit den Inseln Föhr (Hafen Wyk) und Amrum (Hafen Wittdün) sowie den festländischen Hafen Schlüttsiel mit den Halligen Hooge und Langeneß und der Insel Amrum. Autofähren der Neuen Pellwormer Dampfschiffahrtsgesellschaft bedienen die Verbindung vom Hafen Strucklahnungshörn auf Nordstrand zur Insel Pellworm. Ein Schnellboot verbindet die Orte Strucklahnungshörn auf Nordstrand mit Hallig Hooge, Wittdün auf Amrum und Hörnum auf Sylt. Die Halbinsel Nordstrand ist wie auch die dänische Insel Rømø durch einen Damm mit einer Autostraße mit dem Festland verbunden, die Insel Sylt hat über den Hindenburgdamm eine Bahnverbindung zum Festland. Sylt ist über eine Schiffsverbindung zwischen List und der dänischen Insel Rømø auch per Autofähre zu erreichen. Zu den Halligen Oland, Langeneß und Nordstrandischmoor existieren Lorenbahnenverbindungen zur Versorgung.

Bei Niedrigwasser liegt das Watt zwischen einigen Inseln, Halligen und dem Festland frei. So fällt zwischen Amrum und Föhr ein 8 km langer Wattenweg frei, der witterungs- und tidebedingt nicht täglich begehbar ist. An vielen Orten werden geführte Wattwanderungen angeboten.

Entstehung


Die Inseln und Halligen sind im Verlauf der Jahrhunderte aus größeren, mehr zusammenhängenden Landmassen entstanden, die durch Sturmfluten auseinandergerissen wurden. So gehörten zum Beispiel die heutigen Inseln Nordstrand und Pellworm in früherer Zeit zu einer großen Insel oder besser Landmasse der damalig zerklüfteten Küste, die den Namen Strand trug und deren größter Ort Rungholt war. Strand wurde am 16. Januar 1362 in der zweiten Marcellusflut (Grote Mansdränke) zu einem großen Teil zerstört. In einer weiteren Sturmflut im Jahr 1634 zerbrach das verbliebene alte Nordstrand dann in die Inseln Nordstrand und Pellworm und die Hallig Nordstrandischmoor.

Die Inseln im Überblick


Zu den nordfriesischen Inseln gehören (von Nord nach Süd):

  • Deutsche Sandbänke
    • Japsand
    • Norderoogsand
    • Süderoogsand

Literatur


  • Klaus Wernicke, Guntram Riecken: Nordfriesische Inseln und Halligen. Neumünster, Karl Wachholtz Verlag. 1992. ISBN 3529055050
  • Gerhard Eckert: Nordfriesische Inseln und Küstenbadeorte. Frankfurt am Main, Umschau Verlag. 1974. ISBN 3524002994
  • Albert am Zehnhoff: Sylt, Amrum, Föhr, Helgoland, Pellworm, Nordstrand und Halligen. Natur und Kultur auf Helgoland und den Nordfriesischen Inseln. Entdeckungsreisen durch eine Landschaft zwischen Meer und Festlandküste. Köln, Dumont. 1979. ISBN 3770110935
  • Henry Koehn, Carl Häberlin, Julius Tedsen, Georg Warnecke: Die Nordfriesischen Inseln. de Gruyter, Berlin. 1961. ISBN 3110005646
  • Henry Koehn: Die Nordfriesischen Inseln. Die Entwicklung ihrer Landschaft und die Geschichte ihres Volkstums. de Gruyter, Hamburg. 1954.
  • O. Zeisse: Beiträge zur Geologie der Nordfriesischen Inseln. Reprint der Originalausgabe von 1888. 1990. o.O. ISBN 3860311212
  • G. Weigelt: Die nordfriesischen Inseln vormals und jetzt. Eine Skizze des Landes und seiner Bewohner. Meissner, Hamburg. 1873.

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