Norderstedt ist eine Stadt im Kreis Segeberg im Süden Schleswig-Holsteins, direkt an der Grenze zu Hamburg. Die Stadt Norderstedt ist die größte Stadt im Kreis Segeberg.
Geografie
Norderstedt liegt am Nordrand von
Hamburg und grenzt an die Stadtteile
Niendorf,
Langenhorn,
Hummelsbüttel,
Poppenbüttel,
Lemsahl-Mellingstedt und
Duvenstedt. Norderstedt ist flächenmäßig die drittgrößte und von der Einwohnerzahl die fünftgrößte
Stadt in
Schleswig-Holstein.
Von Norderstedt aus erreicht man in ca. 90 Minuten die Nord- oder die Ostsee und in 40 Minuten das Zentrum von Hamburg.
Geschichte
Die Stadt ist am 1. Januar
1970 durch Zusammenschluss der
Gemeinden
Friedrichsgabe und
Garstedt (beide
Kreis Pinneberg) mit
Harksheide und
Glashütte (beide
Kreis Stormarn) entstanden. Die neue Stadt wurde dem
Kreis Segeberg zugeordnet.
Am 1. Januar 2005 erhielt Norderstedt den Status einer "Großen kreisangehörigen Stadt".
Stadtteile
Garstedt
Garstedt wurde erstmals
1370 urkundlich erwähnt, das erwähnende Dokument entstammt den Archiven der
Handelskammer Hamburg. Garstedt ist der älteste und wirtschaftlich stärkste Stadtteil. Ursprünglich am Rand des Harksheidemoors gelegen, profitierten die Bauern von einer deutlich besseren Bodenqualität als in den benachbarten Dörfern.
Im Zuge der Verkoppelung (einer umfassenden Landreform) im Jahr 1794 vergrößerte sich Garstedt (auch genannt Garstedter Hagen) um Garstedter Feld (heute die Region um die Garstedter Feldstraße und den Kohfurth). In dieser Region siedelten sich die ärmeren Dorfbewohner an, die hauptsächlich von der Torfgewinnung lebten, als einfache Handwerker oder als Tagelöhner arbeiteten.
Danach begann der Aufstieg zu einem Handwerksort. 1887 wurde die erste Windmühle gebaut (am Möhlenbarg) und 1889 wurden Garstedt und Harksheide zu einer unabhängigen Kirchengemeinde. Zur Jahrhundertwende 1900 wurden bereits 1327 Einwohner gezählt. Die erste Kirche der noch jungen Christus-Kirchengemeinde zu Garstedt wurde aber erst im Jahr 1906 errichtet. Bis zum Jahr 1939 hatte sich die Zahl der Einwohner auf 4869 fast vervierfacht.
Große Bedeutung für die Region hatte von Beginn an der Ochsenzoll, eine Zollgrenze zwischen Hamburg und Holstein. Vom 15. bis in das frühe 19. Jahrhundert hinein, wurden Ochsen durch das Harksheidemoor getrieben, das bis dahin die größte Moor- und Heidelandschaft in Holstein bildete. Die Ochsen mussten an der Grenze zum Stadtstaat Hamburg verzollt werden. Bis 1840 wurde der Zoll in Garstedt entrichtet (am Ende der Ulzburger Straße), danach in einer Zollstation in Harksheide (am Beginn der Langenhorner Chaussee). Straßennamen wie Schmuggelstieg in der Nähe erinnern noch heute daran. Als Schleswig-Holstein 1867 den Status einer preußischen Provinz bekam, wurde die Zollstation geschlossen.
Der Weg, den die Ochsen seit dem 15. Jahrhundert durch das Harksheidemoor nahmen, bildete auch die Grenze zwischen den landesherrlichen Ämtern Pinneberg, zu dessen Herrschaftsbereich Garstedt gehörte, und Tremsbüttel zu dem der heutige Norderstedter Stadtteil Harksheide gehörte. Der Weg bleibt als Verwaltungsgrenze zwischen Garstedt/Friedrichsgabe und Harksheide bis zur Stadtgründung 1970 erhalten.
Harksheide
Harksheide wurde erstmals
1374 urkundlich erwähnt. Es liegt direkt nördlich des
Ochsenzolls. Bis
1876 gehörte Harksheide zum
Kanzleigut Tangstedt und war ein
Vorwerk von
Tremsbüttel, bis es
1693 zu einem eigenen Gut wurde. Anschließend wurde es zur preußischen Landgemeinde im
Kreis Stormarn. Im Rahmen der Einführung der preußischen
Kommunalverfassung wurde das Dorf
1889 dem
Amtsbezirk Tangstedt zugeordnet.
Durch die lange, verwaltungstechnische Zugehörigkeit zu Tangstedt (Stormarn) hat Harksheide nie ein Ortszentrum entwickelt, so bildete von Anfang an nur eine lose Ansammlung von Gebäuden. So betiteln Dokumente aus dem 19. Jahrhundert die Ortschaft auch häufiger als Ansiedlung, denn als Dorf.
Neben der Landwirtschaft bildete die Torfgewinnung die Lebensgrundlage der Bevölkerung. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts nahm die Bevölkerungszahl beständig ab, ein Trend, der erst mit Anschluss an den Hamburger Nahverkehr umgekehrt werden konnte.
Mit dem Ausbau der Hochbahn bis zum Ochsenzoll entwickelte sich Harksheide zur Hamburger Vorstadtsiedlung. Aufgrund des Bevölkerungszuwachses, 1939 hatte der Ort bereits 2.800 Einwohner, wurde Harksheide 1938 amtsfreie Gemeinde.
Von 1934-1939 betrieb die zionistische Jugendorganisation "Hechaluz" (hebräisch: der Pionier) auf dem "Brüderhof" bei Harksheide eine landwirtschaftliche Ausbildungsstätte (siehe Hachschara), in der junge Juden auf die Auswanderung nach Palästina und die Arbeit im Kibbuz vorbereitet wurden. Für die jungen Juden war dies eine Möglichkeit, der zunehmenden Diskriminierung im Deutschen Reich zu entfliehen. Für das nationalsozialistische Regime war es eine Maßnahme, mit der die Vertreibung der Juden vorangetrieben wurde.
Nach dem zweiten Weltkrieg verdoppelte sich die Bevölkerung durch ausgebombte Hamburger und Ostvertriebene. Auf dem Gelände des früheren SS-Übungs- und Schießplatzes wurden ab 1955 die Gartenstadt Falkenberg und das Gewerbegebiet Stonsdorf errichtet. Zum 1. Januar 1970 ging Harksheide in der neu gegründeten Stadt Norderstedt auf und wechselte damit auch in den Kreis Segeberg. Harksheide hatte damals ca. 20.000 Einwohner.
Glashütte
Wittmoor im Herbst 2005.JPG
Glashütte gehörte ursprünglich unter der Bezeichnung "Tangstedterheide" zum
Kanzleigut Tangstedt. Es bestand aus einzeln liegenden Bauernstellen des Gutes. Dieses ließ im Glasmoor um
1740 eine Glashütte anlegen, deren Betrieb aber bereits
1774 wieder eingestellt werden musste.
1876 wurde Tangstedterheide eine vom Kanzleigut eigenständige Landgemeinde, die im Rahmen der Einführung der preußischen Kommunalverfassung zum
Amtsbezirk Tangstedt kam. Wirtschaftlich lebte das Dorf neben der Landwirtschaft vor allem von der Abtorfung der teilweise im Gemeindegebiet gelegenen Moore Glasmoor und
Wittmoor, so wurde
1869 eine Presstorffabrik eröffnet.
1896 erfolgte die Umbenennung in Glashütte, um der Eigenständigkeit auch im Namen Rechnung zu tragen.
1917 kaufte
Hamburg das Glasmoor, um dort eine
Justizvollzugsanstalt einzurichten (
JVA Glasmoor,
1922 eröffnet), deren Insassen beim
Torfabbau eingesetzt wurden. Mit der Verlängerung der Hamburger
Hochbahn bis zum Ochsenzoll begann
1921 der Bevölkerungszuwachs, der bis zum Kriegsbeginn
1939 zu einer Bevölkerung 1.300 Einwohnern führte. Vom März bis Oktober
1933 bestand in Glashütte im
Wittmoor eines der ersten, nach dem Machtantritt der
NSDAP installierten
Konzentrationslager: 140 Gegner des nationalsozialistischen Regimes wurden dort festgehalten, drangsaliert und zur Arbeit im Torfabbau gezwungen. Nach dem zweiten Weltkrieg gehörte Glashütte zunächst zum
Amt Tangstedt im
Kreis Stormarn, bevor es zum
1. Januar 1970 in der neu gegründeten Stadt Norderstedt aufging und damit auch in
Kreis Segeberg wechselte. Glashütte hatte damals 6.800 Einwohner.
Friedrichsgabe
Friedrichsgabe ist die jüngste der vier Ortschaften, die zu Norderstedt zusammengefasst wurden. Sie wurde erst 1821 von
Johann Daniel Lawaetz, einem Manufakteur und Händler aus
Altona als
Armenkolonie gegründet. Lawaetz bekam das nötige Land auf der Pinneberger Harksheide vom dänischen König
Frederik VI., der zugleich Herzog von Schleswig und Holstein war. Zur Erinnerung an die Großzügigkeit des Königs, erhielt die neue Ortschaft den Namen
Frederiksgabe.
Die Besiedlung begann mit zunächst 20 armen Familien, sie sollten, so der Grundgedanke des Projekts, von der Landwirtschaft leben und somit nicht länger von Almosen und Unterstützung abhängig sein.
Da Heidelandschaften aber keine besonders ertragreichen Böden sind, waren die Siedler bereits frühzeitig auf zusätzliche Einnahmequellen angewiesen. Wie in den Nachbarorten bot sich die Torfgewinnung an. 1873 wurde das Projekt zu einem Fehlschlag erklärt und offiziell beendet. Die Siedlung Frederiksgabe wurde mit den benachbarten Ansiedlungen Meeschensee, Haslohfurt und Dreibeken zur preußischen Gemeinde Friedrichsgabe zusammengelegt. Um 1900 lebten in Friedrichsgabe nur etwa 400 Menschen.
Einwohnerentwicklung
(jeweils zum 31. Dezember)
Politik
Wappen
Das Norderstedter Wappen stellt ein Geviert von Blau und Silber mit rotem Herzschild dar, darin ein achteckiger weißer Kompassstein mit Lilie.
Flagge
Inmitten eines weißen Tuches das Stadtwappen, etwas zur Stange hin verschoben.
Stadtvertretung
Bei der letzten
Kommunalwahl im März 2003 konnte die CDU die absolute Mehrheit erlangen (50,8%). Sie erhielt 21 der 40 Sitze (= 39 Sitze + 1 Mehrsitz). Da Alfred L. Wagner zur CDU wechselte, verlor die Bürgerpartei ihren Fraktionsstatus. Im Oktober 2005 sank die Anzahl der Sitze der CDU wieder auf 21, da Jens Kahlsdorf aus der CDU ausgetreten war und sein Mandat als fraktionsloser Stadtvertreter weiter ausübte. Lediglich die amtierende Stadtpräsidentin Charlotte Paschen hatte, wie Alfred L. Wagner, kein Direktmandat gewinnen können. Sie konnte jedoch als Listenkandidatin 1 durch den Rücktritt eines anderen CDU-Kandidaten nach der Wahl nachrücken.
Aktuelle Zusammensetzung der Stadtvertretung:
CDU: 21
SPD: 12
GALiN: 3 (Grüne Alternative Liste in Norderstedt)
FDP: 2
fraktionslos: 2
Oberbürgermeister
Der seit 1998 amtierende
Oberbürgermeister heißt Hans-Joachim Grote (CDU) und war der erste direkt gewählte Bürgermeister der Stadt. Im Juni 2004 wurde er in seinem Amt für weitere sechs Jahre bestätigt.
Da Norderstedt am 1. Januar 2005 den Status einer "Großen kreisangehörigen Stadt" erhielt, darf der Bürgermeister sich nun Oberbürgermeister nennen.
Seine Stellvertreter sind der Erste
Stadtrat Dr. Harald Freter und der Zweite Stadtrat Thomas Bosse.
Städtepartnerschaften
Besonderheiten
- Norderstedt hat eine der größten Kraftfahrzeugs-Dichten in Deutschland (537 Autos / 1000 Einwohner)
- Insgesamt 44 Kilometer Reitwege durchziehen Norderstedt.
- Durch das kommunale Telekommunikationsunternehmen wilhelm.tel sind momentan knapp 25.000 Norderstedter an ein modernes Glasfaser-Netzwerk angeschlossen und können so mit bis zu 50 MBit/s in das Internet.
- Norderstedt hat trotz seiner Größe keine Berufsfeuerwehr, sondern regelt diese Belange mit vier freiwilligen Feuerwehren. Außerdem wird dort der öffentliche Rettungsdienst durch einen privaten Rettungsdienst (KBA e.V.) gestellt. Norderstedt verfügt über kein eigenes Krankenhaus. Bedingt sind diese Besonderheiten durch die Nähe zu Hamburg, wo diese Einrichtungen zur Verfügung stehen und länderübergreifend genutzt werden.
- Der Zusammenschluss zur Stadt Norderstedt sollte auf Wunsch der vier Ursprungsgemeinden (s.o.) zum 1. Januar 1976 geschehen. Als Stadtname war "Holstein" ausgesucht worden. Das Bundesland Schleswig-Holstein setzte sich jedoch über das kommunale Selbstbestimmungsrecht hinweg und verordnete die Gründung von "Norderstedt" bereits zum 1. Januar 1970.
- Zur Findung des Stadtnamens diskutierte man über "Holstein" (in Schleswig-Holstein der Gegenpol zu Schleswig), "Süderstedt" (weil im Süden Schleswig-Holsteins gelegen) und "Norderstedt" (nördlich der Regionsmetropole Hamburg). "Norderstedt" war bereits Projektbezeichnung für ein Zuzugs- und Wohnbaugebiet für Flüchtlinge aus Ostdeutschland, das von mehreren umliegenden Gemeinden getragen wurde und auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz in Harksheide (Falkenberg) entstand.
- Norderstedt hat dieselbe Telefonvorwahl wie Hamburg (040). Beim alten vierstelligen Postleitzahlensystem (1961-1993) galt die Postleitzahl von Hamburg (2000) auch für Norderstedt.
- Mit der Verhüllung ihrer Türme sorgten die Kirchen 1999 für bundesweite Aufmerksamkeit. Mit der Aktion sollte auf die Finanznot der Gotteshäuser hingewiesen werden. 1991 geriet die Schalom-Gemeinde (mittlerweile mit der Kirchengemeinde Harksheide-Süd Vicelin zur Kirchengemeinde Vicelin-Schalom fusioniert) in die Schlagzeilen, als sie für einige Wochen von Flüchtlingen besetzt wurde, die nach rassistischen Angriffen aus Greifswald geflohen waren und gegen ihre Wiederverlegung dorthin Widerstand leisteten.
- Einzigartig in Deutschland gibt es einen Wochenmarkt, der über eine Stadtgrenze, gleichzeitig aber auch über die Ländergrenze Schleswig-Holstein/Hamburg geht.
- 2011 wird in Norderstedt eine Landesgartenschau stattfinden.
- Seit dem 1. Januar 2005 ist Norderstedt für eine Experimentierphase von 6 Jahren große kreisangehörige Stadt, also kreisangehörig, aber mit Sonderrechten ausgestattet.
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Friedhöfe in Norderstedt
Der Garstedter Friedhof ist seit dem Jahr 1903 Begräbnisplatz der evangelisch-lutherischen Christus-Kirchengemeinde zu Garstedt in Norderstedt.
Prominente Grabstätten:
Armin von Gerkan (1884 - 1969), dt. Archäologe und Bauforscher
Ernst Bader (1914 - 1999) dt. Schauspieler, Komponist (Tulpen aus Amsterdam)
- Städtischer Friedhof Harksheide
- Städtischer Friedhof Glashütte
- Städtischer Friedhof Friedrichsgabe
Sport
In Norderstedt existieren diverse Sportvereine, die meisten davon mit einem breiten Spektrum angebotener Sportarten.
Der größte Sportverein Norderstedts ist der 1. SC Norderstedt. Die Fußballmannschaft ist bekannt geworden durch den verpassten Aufstieg in die zweite Bundesliga gegen 1860 München 1990. 2003 wurde die Fußballabteilung ausgegliedert und als eigenständiger Verein unter dem Namen Eintracht Norderstedt von 2003 neugegründet.
Weitere Fußball-Sportvereine oder Sportvereine mit Fußballabteilungen sind TuRa Harksheide, Norderstedter SV, SV Friedrichsgabe, Glashütter SV, FFC Nordlichter Norderstedt und der neugegründete Fußballklub Norderstedter Fußballclub (NFC).
Ein weiterer wichtiger Verein ist die Startgemeinschaft Wasserratten e.V. Dieser Schwimmverein bildet einen Leistungsstützpunkt in Schleswig-Holstein. Bekanntestes ehemaliges Vereinsmitglied ist Sandra Völker.
Der SV Friedrichsgabe beherbergt eine Mannschaft des American Football, die Nordic Wolves. Diese spielen im Moorbekstadion, das bis zu 3.500 Zuschauer fasst.
Im Stadtteil Glashütte befindet sich einer der größten Tennisvereine Schleswig-Holsteins; der TSC Glashütte e.V. mit 14 Außen- und 3 Hallenplätzen.
In Norderstedt gibt es auch einige Tanzsportvereine, die teilweise überregional bekannt sind: Die Tanzsportabteilung des 1. SC Norderstedt und der TSC Astoria Norderstedt (beide zum Tanzsportverband Schleswig-Holstein (TSH) gehörend) sowie der TC Elbe und der TTC Savoy (beide Hamburger Tanzsportverband (HATV)).
Das HSV-Trainingsgelände am Lindenhof im Stadtteil Harksheide wurde während der Fußball-WM 2006 vom Team der USA zum Trainieren genutzt. Dort fand am 5. Juni 2006 (aus "Sicherheitsgründen" unter Ausschluß der Öffentlichkeit) auch ein Freundschaftspiel der USA gegen das Team Angolas statt, das 1:0 für das US-Team endete.
Wirtschaft und Infrastruktur
Verkehr
Durch die Nähe zu Hamburg ist Norderstedt ideal in dessen Nahverkehrsnetz des
Hamburger Verkehrsverbundes eingebunden. Zahlreiche Busverbindungen, die Linie U1 der
Hamburger U-Bahn und die
Alsternordbahn verbinden Norderstedt mit Hamburg und dem nördlich gelegenen
Henstedt-Ulzburg und
Kaltenkirchen. Der Ende 2004 neugestaltete Busbahnhof im Stadtzentrum ist dabei ein wichtiger Knotenpunkt und ergänzt den zweiten Busbahnhof an der U-Bahn-Station "Norderstedt-Mitte".
Seit Ende 2004 ist es möglich, an Wochenenden und Feiertagen den regionalen Nahverkehr auch nachts zu benutzen.
Über die BAB A 7 und A 23 kann man Norderstedt auch mit dem Auto schnell erreichen. Zudem liegt der Flughafen Hamburg-Fuhlsbüttel nur wenige Kilometer entfernt, von wo aus Flugziele in der ganzen Welt erreicht werden können.
Medien
Norderstedt ist Sitz eines Regionalstudios des
NDR, das Beiträge für die Hörfunkwellen und das Fernsehprogramm produziert. In der Woche wird mehrfach pro Tag Regionales aus dem Studio Norderstedt im Programm der
NDR 1 Welle Nord über die Frequenzen Hamburg 89,5 MHz und Neumünster 106,4 MHz für das Hamburger Umland gesendet.
Norderstedt hat einen eigenen lokalen Fernsehsender, noa4, verfügbar auf Kanal K23 im Kabelnetz der wilhelm.tel GmbH.
Dieser strahlt sein Programm z. Zt. werktags von 18:30 Uhr bis 12:00 Uhr am Folgetag aus (alle 30 Minuten Wiederholung "Aktuelles aus unserer Stadt").
Am Wochenende werden immer die Sendungen alle 2 ½ Stunden aus der vergangen Woche "Aktuelles aus unserer Stadt" wiederholt.
Außer im eigenen Kabelnetz kann noa4 im Internet über die Homepage des Senders empfangen werden.
Die gemeinsame Landesmedienanstalt der Länder Hamburg und Schleswig-Holstein soll ab März 2007 ihren Sitz in Norderstedt haben.
Wirtschaft
Über die Stadt verteilt existieren mehrere Gewerbegebiete mit teilweise international bekannten Unternehmen.
Glashütte beherbergt ein großes Gewerbegebiet, in dem u.a. die aus der Klinikbranche bekannten Firmen Ethicon und Schülke & Meyer ansässig sind. Des Weiteren befindet sich das Hauptwerk der Jungheinrich AG in Norderstedt.
Persönlichkeiten
Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben
- Der Komponist, Schauspieler und Liedtexter Ernst Bader (1914-1999) war Norderstedter Bürger und wurde nach seinem Tod beigesetzt auf dem Garstedter Friedhof.
- Der österreichische Komponist und Barpianist Hans Rahner (* 1905) wohnt und arbeitet in Norderstedt.
- Uwe Seeler lebt bis heute in der Stadt Norderstedt.
- Ebenso wohnt Ditmar Jakobs, der ehemalige Fußballprofi (unter anderem beim HSV) noch in Norderstedt.(Da das ehemalige Trainingsgelände des HSV in Norderstedt ist, haben einige der Spieler bzw. ehemalige Profis ihren Wohnsitz dort.)
- Die Goombay Dance Band, welche 1980 mit Sun of Jamaica einen Nr.1-Hit in der BRD hatte, ist in Norderstedt ansässig.
- Der Blues-Musiker Tom Shaka, welcher seit über dreißig Jahren in der internationalen Musikszene einen Namen hat, lebt in Norderstedt.
Literatur
- Manfred von Essen: Friedrichsgabe, Garstedt, Glashütte, Harksheide. Die Norderstedter Ursprungsgemeinden bis 1970, Norderstedt 1994
- Willy Klawe: "Im übrigen herrscht Zucht und Ordnung" Zur Geschichte des Konzentrationslagers Wittmoor ..., Hamburg 1987
- Karl-Heinz Schmidt: "...eine weitverstreute Siedlung". Chronik Tangstedter Heide/Glashütte bis 1936, Norderstedt 2000
Weblinks
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