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Mit diesem Begriff ist gemeint

  1. in der Philosophie: die Verneinung der Möglichkeit, dass Verallgemeinerungen auf etwas wirklich Allgemeines verweisen. – Universalienproblem
  2. im Recht: ein Begriff für die bekräftigte Konstanz des Geldbetrags gegenüber Schwankungen des Geldwerts. – Nominalismus (Recht)

Die Gemeinsamkeit beider Bedeutungen lässt sich folgendermaßen umschreiben: Geld ist ein Symbol der Verallgemeinerung. Wenn man sich darüber einig ist, dass sich Werte niemals vergleichen lassen, bekräftigt man damit die Unabhängigkeit des Geldes von allen konkreten Werten. Es ist ein willkürliches, menschengemachtes Fantasieprodukt. In der europäischen Geschichte führt die mittelalterliche Verachtung des Geldes allerdings zur modernen Emanzipation des Geldes: Gerade aufgrund ihrer Unabhängigkeit vom Besonderen – weil sie eben nichts wirklich Allgemeines erfasst – darf die Verallgemeinerung geschehen (vgl. Induktion). Die weitgehende Stabilität des Geldes im 19. Jahrhundert führte allerdings zu der Vorstellung, dass es Wirklichkeit sei (vgl. Inflation, Börsencrash).

nominalism | nominalisme | Nominalizmus

 

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