Der Begriff Nomen (v. lat. nomen, nominis „Name“ aus griech. onoma; Pl.: Nomina, auch Nomen) wird in vielen Schulgrammatiken synonym mit der Bezeichnung Substantiv gebraucht. Diese Verwendung des Nomen ist unter Linguisten allerdings umstritten, wobei darauf hinzuweisen ist, dass der Begriff Nomen alle deklinierbaren Wortarten einschließt, der Begriff Substantiv hingegen schließt nur die einzelne Wortart der „Namenwörter“ ein
In Sätzen nehmen Nomina hauptsächlich die Funktion des Subjekts oder des Objekts ein. Nomina werden in Konkreta und Abstrakta eingeteilt. Während erstere Dinge sind, die sensorisch wahrnehmbar sind (z. B. „Haus“, „Baum“), sind die Abstrakta Dinge aus der Metawelt, die also nicht mit den Sinnen erfahrbar sind (z. B. „Historie“, „Vorstellung“, „Liebe“).
Im ursprünglichem Sinne bezeichnete man mit Nomen den Namen von Personen, die wie „Meier“, „Müller“ oder „Schuster“ eigentlich aus einer Kategorie von Berufen abstammen. Diese haben aber im Laufe der Zeit eine Kategorien-Transformation erfahren und sind von der Kategorie der Berufsbezeichnungen in die Kategorie der Eigennamen (lat. nomen proprium) übernommen worden.