Nike Wagner (* 9. Juni 1945 in Überlingen am Bodensee) ist eine deutsche Publizistin und Dramaturgin.
Leben
Nike Wagner wurde als drittes Kind von
Wieland Wagner und seiner Frau, der Choreografin
Gertrud Reissinger geboren. Sie ist somit eine Urenkelin von
Richard Wagner und Ur-Urenkelin von
Franz Liszt. Nike Wagner wuchs in Richard Wagners Haus "Wahnfried" in
Bayreuth auf. Sie studierte Musik-, Theater- und Literaturwissenschaft in
München,
Berlin und den
USA, wo sie
1973 über den Wiener Kritiker
Karl Kraus promovierte. Sie arbeitete von
1967 bis
1968 als Redaktionsassistentin beim
NDR-Fernsehen. Wissenschaftlich wirkte sie an zahlreichen Symposien und Kolloquien über Musik und Literatur im In- und Ausland mit. Seit
1975 ist sie auch freischaffende Autorin.
1999 verhinderte ihr Onkel
Wolfgang Wagner den Erfolg ihrer Bewerbung um die Festspielleitung in Bayreuth.
2004 arbeitete sie als Dramaturgin
Der Ring des Nibelungen-Inszenierung an der
Bayerischen Staatsoper in München. Im selben Jahr übernahm Nike Wagner die künstlerische Gesamtleitung des Kunstfests
Weimar. Nike Wagner ist Mitglied der
Sächsischen Akademie der Künste.
Nike Wagner ist verheiratet mit dem Musikwissenschaftler Jürg Stenzl. Sie hatte eine Tochter Louise aus ihrer ersten Ehe mit dem Regisseur Jean Launay. Wagner lebt seit 1986 in Wien.
Werk
In ihren Werken setzt sich Nike Wagner unter anderem mit der
Wiener Moderne um
1900 auseinander. Auch Leben und Werk Richard Wagners und dessen Nachwirkungen sind Thema ihrer Arbeit. Sie ist eine profilierte Kritikerin des
Bayreuther Festspielbetriebs.
Publikationen
- "Geist und Geschlecht. Karl Kraus und die Erotik der Wiener Moderne". Frankfurt/M. 1982
- "Über Wagner. Von Musikern, Dichtern und Liebhabern. Eine Anthologie". Stuttgart 1995
- "Wagner Theater". Frankfurt am Main/Leipzig 1998
- "Traumtheater: Szenarien der Moderne". Frankfurt/M. 2001
Weblinks
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