Als Niereninsuffizienz bezeichnet man die akute oder chronische Abnahme der Nierenfunktion. Als Maß für die Nierenfunktion gilt die glomeruläre Filtrationsrate (GFR).
Stadien
Die Niereninsuffizienz wird in mehrere Stadien eingeteilt:
- Kompensierte Niereninsuffizienz: Glomeruläre Filtrationsrate messbar eingeschränkt, Laborwerte noch normal. Klinisch: Isosthenurie, Polyurie, Nykturie
- Stadium der kompensierten Retention: Laborwerte (Kreatinin < 6 mg/dl, Harnstoff) erhöht, Patient klinisch beschwerdefrei; renale Anämie, Hypertonie; sek. Hyperparthyreodismus; renale Acidose
- Präterminale Niereninsuffizienz: Patient symptomatisch, z.B. Gewichtsverlust, Anämie, Störung des Knochenstoffwechsels. Wird oft als Stadium der dekompensierten Retention bezeichnet. (Kreatinin > 6 mg/dl) Lungenödem, Herzinsuffizienz, Pruritus
- Terminale (dialysepflichtige) Niereninsuffizienz: Trotz Ausschöpfung konservativer Maßnahmen durchgehend klinische Beschwerden, lebensgefährliche Komplikation Hyperkaliämie. Therapie: Dialyse, Nierentransplantation.
Prognose: nach einer Nierentransplantation überleben > 90% der Patienten das erste Jahr und bis zu 75% der Patienten die nächsten 10 Jahre.
Siehe auch
Diurese,
Alport-Syndrom
WebLinks
www.netdoktor.de:
- Chronisches Nierenversagen
- Akutes Nierenversagen
- Harnvergiftung (Urämie)
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