Nienburg/Weser ist die
Kreisstadt des gleichnamigen
Landkreises in
Niedersachsen.
Geografie
Geografische Lage
Die Stadt Nienburg liegt unmittelbar an der Weser im Zentrum Niedersachsens zwischen Hannover (50 km) und Bremen (65 km)
Einwohner
(jeweils zum 31. Dezember)
Stadtgliederung
Nienburg/Weser,
einschließlich der Ortschaften
- Erichshagen
- Holtorf
- Langendamm
- Schäferhof/Kattriede
Geschichte
Der vormalige Ortsteil
Wölpe verweist auf das ehemals hier ansässige Grafengeschlecht von Wölpe und deren untergegangene Burg.
Politik
Stadtrat
Die 38 Sitze des Stadtrates verteilen sich wie folgt:
(Stand: Kommunalwahl am 9. September 2001)
Städtepartnerschaften
Nienburgs Partnerstädte sind
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Bauwerke
Das Rathaus, eines der ältesten und eindrucksvollsten Gebäude der Stadt, erbaut vermutlich im 14. Jahrhundert; die Pfarrkirche St. Martin, Hauptkirche der Stadt und Wahrzeichen mit dem 72 m hohen Turm; der restaurierte Posthof, ein ehemaliger
Burgmannshof und über viele Jahrzehnte die kurfürstliche und später Königlich-Hannoversche Post mit Posthalterei und Pferdewechsel; der Fresenhof, sagenumwobener Burgmannshof, auf dem vornehmlich die zum gräflichen Gefolge gehörenden Ritter wohnten, seit 1985 zu den Nienburger Museen gehörig; der Stockturm, eines der Wahrzeichen der Stadt, Rest der einstigen Wasserburg der Hoyaer Grafen; Patrizierhaus Lange Straße 41, das Eckhaus zur Weserstraße ist eines der schönsten Fachwerkhäuser der Stadt; Quaet-Faslem-Haus, als zweigeschossiges repräsentatives Wohnhaus im klassizistischen Stil errichtet. Das Gebäude dient heute als Museum; im Museumsgarten das Rauchhaus. 1633 als Kleinbauern- oder Häuslingshaus in einfachster Bauart errichtet. Das Gebäude stand ursprünglich in einem kleinen Ort im Landkreis Nienburg. Anfang der 60er Jahre wurde es originalgetreu in den Museumsgarten umgesetzt. Im Inneren ist das Spargelmuseum der Mittelweser-Region untergebracht.
In der nahen Umgebung der Kreisstadt finden sich als sehenswerte Ziele die Stiftskirche Bücken, der "Dom des Hoyaer Landes"; das mittelalterliche Zisterzienserkloster Loccum, ein im Jahre 1163 erbautes Ordenshaus; die historische Kuranlage von Bad Rehburg, ein in Deutschland einzigartiges Bau- und Kulturdenkmal aus der Zeit der Romantik mit dem frühklassizistischem Neuen Badehaus, der Wandelhalle, der Friederikenkapelle sowie einem Teil des ehemaligen Kurparks.
Naturdenkmäler
Landschaftlich sehr reizvoll ist der Oyler Berg, am Geestrand gelegen, mit einer herrlichen Aussicht und guten Spazierwegen; sehenswert der "Giebichenstein", ein durch die Eiszeiten in das Waldgebiet "Krähe" bei Stöckse östlich von Nienburg gelangter riesiger Findling, der größte seiner Art in Niedersachsen.
Sport
Nienburg ist auch Austragungsort des größten Volleyball-Jugendturniers Deutschlands "Kleine Nienburgerin". Das Event findet in diesem Jahr vom 09. bis 11. Juni 2006 statt. In diesem Jahr findet das Turnier zum 21. Mal statt. Der am höchsten spielende Fußballverein Nienburgs ist der ASC Nienburg. Er spielt derzeit in der Landesliga (Bezirk Hannover).
Regelmäßige Veranstaltungen
Der Spargelmarkt an einem Wochenende in der zweiten Maihälfte; Ende Juni/Anfang Juli - am Montag nach "Johanni" - der traditionelle Scheibenschießenausmarsch und als Abschluss am Mittwoch nach "Johanni" das "Pellkartoffelessen" mit Matjes und Speckstippe an einer mehrere hundert Meter langen Tafel in der Fußgängerzone; das Altstadtfest als größte Innenstadtfete am vierten Wochenende im September; kulturelle Veranstaltungsreihe "Nienburger Herbst" mit umfangreichem Programm von September bis Dezember.
Kulinarische Spezialitäten
"Nienburger Spargel", die besondere Delikatesse in vielen Variationen aus dem heimischen Anbaugebiet; geräucherter Weseraal, am besten frisch aus dem Rauch der seit vielen Generationen bestehenden Weserfischerei Dobberschütz am Weserwall.
Kleine Nienburgerin
Die kleine Nienburgerin ist die Titelfigur eines Volksliedes. 1975 wurde ihr hinter dem Posthof ein Bronzedenkmal gesetzt. Seit 1994 wird jedes Jahr eine junge Frau aus der Kreisstadt gewählt, um bei diversen Anlässen gemeinsam mit Vertretern aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft die Stadt zu repräsentieren. Bei ihren Auftritten trägt sie ein historisches Kleid aus der Biedermeierzeit.
Wirtschaft und Infrastruktur
Verkehr
Nienburg ist Endpunkt der S2 der
S-Bahn Hannover, es besteht ferner Eisenbahnanschluss nach
Bremen,
Rotenburg (Wümme) und
Minden (
Weser-Aller-Bahn). Nienburg liegt an der
Bundesstraße 215, an der
Bundesstraße 214 und an der
Bundesstraße 6. Direkter Anschluss an das Netz der Binnenwasserstraßen über die Weser. Anschluss an den
Mittellandkanal in 35 km Entfernung.
Bildung
In Nienburg/Weser befand sich bis 2004 ein Standort der
Fachhochschule Hannover mit den Fachbereichen für
Architektur und
Bauingenieurwesen und etwa 850 Studenten. Diese waren aus der alten Baugewerbeschule des 19. Jahrhunderts hervorgegangen, an der der Baumeister
Bruno Emanuel Quaet-Faslem als königlicher Baurat lehrte. Die beiden Fachbereiche werden nach dem Beschluss der niedersächsischen Landesregierung von 2003 geschlossen. Seit dem Wintersemester 2004/05 werden keine Studenten mehr zugelassen.
Mit längerer historischer Tradition liegen auch die beiden Gymnasien in der Innenstadt von Nienburg: die Albert-Schweitzer-Schule und das Marion-Dönhoff-Gymnasium, eine „Umweltschule in Europa“. Letzteres hieß bis zum 08.Mai 2006 Gymnasium Hindenburgschule.
Persönlichkeiten
Söhne und Töchter der Stadt
Weblinks
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