Niederzier ist eine Gemeinde in Nordrhein-Westfalen, Deutschland, und gehört zum Kreis Düren.
Gemeindegliederung
Die Gemeinde Niederzier besteht aus den Ortschaften Niederzier,
Oberzier,
Ellen,
Hambach,
Krauthausen (Niederzier),
Berg (Niederzier),
Selhausen und
Huchem-Stammeln mit folgenden Ortsgrößen (Stand 2005):
| Ortsteil | Bevölkerung
|
| Niederzier | 3.612
|
| Huchem-Stammeln | 3.359
|
| Oberzier | 3.077
|
| Berg | ?
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| Ellen | 2.301
|
| Hambach | 1.383
|
| Krauthausen | 750
|
| Selhausen | 423
|
Geographie
Niederzier liegt in der
Jülicher Börde, die durch weite, ebene
Ackerflächen geprägt ist. Im Südwesten wird Niederzier durch das
Rurtal begrenzt, im Norden und Osten bildet die
Sophienhöhe und der
Tagebau Hambach eine künstliche Begrenzung der Gemeinde. Im Südosten verläuft die Gemeindegrenze entlang der
BAB 4.
Angrenzende Städte und Gemeinden sind im Nordwesten die Stadt Jülich, im Norden die Gemeinde Titz, im Nordosten die Gemeinde Elsdorf (Rhein-Erft-Kreis), im Südosten die Gemeinde Merzenich, im Süden die Stadt Düren und im Westen die Gemeinde Inden.
Geschichte
Niederzier und Oberzier können bereits im
12. Jahrhundert nachgewiesen werden. Die späteren Teile der Gemeinde gehörten bis zum Einmarsch der
Franzosen 1794 zum
Herzogtum Jülich, von
1794 bis
1814 standen die Teile der Gemeinde dann unter französischer Verwaltung. Durch die Grenzziehung des
Wiener Kongresses wurden die Ortschaften unter
preußische Verwaltung gestellt. Seine heutige Struktur besitzt die Gemeinde seit dem
1. Januar 1972, da zu diesem Zeitpunkt ein Gesetz zur Neuordnung des Raumes
Aachen in Kraft trat. Ab 1972 gehörte auch der Ort Lich-Steinstraß an der nördlichen Gemeindegrenze zum Gemeindegebiet. Dieser besteht heute nicht mehr; er fiel dem Braunkohletagebau Hambach zum Opfer und wurde Ende der achtziger Jahre nach
Jülich umgesiedelt (Neu-Lich-Steinstraß, Möhnewinkel).
Bohlen.jpg
Wenigen ist die Geschichte der Gebrüder Bohlen aus Oberzier bekannt. In den Jahren 1912 bis 1914 bauten sie die ersten Flugzeuge nach Lilienthal und Wright im weiten Umkreis und erprobten sie im Köttenicher Feld und auf der Stockheimer Heide. Paul Bohlen verzog später nach Marburg und sein Bruder Otto nach Frankfurt am Main.
Bauwerke
Das bekannteste Bauwerk der Gemeinde ist die
Wasserburg Niederzier, momentan dient sie als
Verwaltungssitz der
Gemeindeverwaltung. Nach der Zerstörung durch französische Truppen um
1674, wurde im Jahre
1698 das
Herrenhaus und
1765 die
Vorburg wieder aufgebaut worden. Ein zweites Mal wurde die Burg durch die Kämpfe an der Rurfront am
11. Februar 1945 zerstört. Nach dem
zweiten Weltkrieg wurde sie wiederaufgebaut und im Jahre
1975 und
1976 erfolgte die Erweiterung der Burg als Verwaltungssitz.
Freizeit- und Sportanlagen
Zu den regionalen Naherholungsgebieten gehört der
Ellbachpark in der Ortschaft Niederzier, sowie die
Sophienhöhe am Nordrand der Gemeindegrenze.
Verkehr
Autobahnanschlüsse
- (Abfahrt Jülich Ost)
- (Abfahrt Jülich West)
Bundesstraßen
Durch den südlichen Teil der Gemeinde Niederzier und durch den Ortsteil Selhausen führt die B56, nordwestwärts Richtung Jülich, südostwärs Richtung Düren.
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Der Tagebau Hambach, tiefster Braunkohletagebau Europas, kann von verschiedenen Aussichtspunkten im Gemeindegebiet eingesehen werden.
Museen
Karnevalsmuseum in der Rentei am Rathaus, welches aber im Jahr 2006 noch nach
Düren-Lendersdorf in ein Nebengebäude des Krankenhauses umziehen wird. Der Platz in Niederzier ist zu klein.
Politik
Kommunalwahl
Ergebnisse der letzten
Kommunalwahl im September 2004:
Gemeinderat
Aufgrund dieser Ergebnisse sind die 26 Sitze des Gemeinderates wie folgt verteilt:
- SPD - 13 Sitze
- CDU - 9 Sitze
- Grüne - 1 Sitz
- FDP - 1 Sitz
- BG - 2 Sitze
Bürgermeister
- Bürgermeister: Hartmut Nimmerrichter (SPD)
- 1. stellvertretender Bürgermeister: Heinz-Josef Wirtz (SPD)
- 2. stellvertretende Bürgermeisterin: Sylvia Frisch-Unterlugauer (CDU).
Städtepartnerschaften
Persönlichkeiten
Weblinks
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