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Niederglatt ist eine politische Gemeinde im Bezirk Dielsdorf des Kantons Zürich in der Schweiz.

Wappen


Blasonierung
In Blau ein fünfstrahliger goldener Stern, überhöht von einem gestürzten, gebildeten goldenen Halbmond

Das Gemeindewappen Niederglatt ist dem Wappen der Obervogtei Neuamt nachempfunden. Es zeigt auf blauem Grund einen goldenen Stern und darüber einen goldenen Halbmond.

Geographie


Niederglatt liegt im Zürcher Unterland auf beiden Seiten des Flüsschens Glatt. Nördlich liegt die Stadt Bülach und die Gemeinde Höri, südwestlich die Gemeinde Niederhasli, südöstlich die Gemeinde Oberglatt ZH. Im Nordwesten begrenzt das Neeracherried, ein Naturschutzgebiet von nationaler Bedeutung, die Gemeinde. Zur Gemeinde gehören die Ortsteile Nöschikon und Grafschaft.

Bevölkerung


Bevölkerungsentwicklung
Jahr Einwohner
1880 572
1920 635
1950 872
1960 1505
1970 2421
1980 2950
1990 3379
2000 3719
2003 3947

Das starke Wachstum wurde durch die Nähe zur Stadt Zürich und den Bau des Flughafens Zürich-Kloten sowie den Bau der Eisenbahn Zürich–Bülach ausgelöst.

Geschichte


Die älteste erhaltene urkundliche Erwähnung des Ortsnamens erfolgte 1141 als Niderunglatto. Nöschikon ist jedoch viel älter. Bei der alemannischen Landnahme (zwischen 500 und 700) muss ein Clanchef namens Nosso sich mit seinen Leuten in Nossinchova niedergelassen haben.

Das Gemeindegebiet gehörte von 1442 bis 1798 zur Obervogtei Neuamt. Der Ortsteil rechts der Glatt gehörte im Gegensatz dazu zur Grafschaft Kyburg und wird heute noch als Grafschaft bezeichnet.

1840 wurde die bisherige Zivilgemeinde Niederglatt mit Beschluss des Grossen Rates des Kantons Zürich von der Gemeinde Niederhasli abgetrennt und zur selbstständigen politischen Gemeinde erklärt.

Niederglatt gehört immer noch zur reformierten Kirchgemeinde und zur Oberstufenschulgemeinde Niederhasli.

Infrastruktur


Seit alters her war Niederglatt das Zentrum des Neuamts. Das Notariat für die Gemeinden des früheren Neuamts steht bis heute in Niederglatt.

1972 erhielt die Gemeinde einen eigenen Friedhof. Im neuen Dorfzentrum Eichi wurde 1980 eine Kirche, ein Oberstufenschulhaus und ein grösserer Mehrzwecksaal fertiggestellt. 1990 wurde dieses Zentrum mit einem Gemeindehaus und einem Altersheim mit 40 Betten ergänzt. Am Altersheim sind auch die Gemeinden Höri, Neerach, Stadel und Weiach beteiligt.

Wirtschaft


Der bedeutendste Betrieb war im 20. Jahrhundert das Metallwerk Refonda direkt beim Bahnhof. Dort wurden Aluminiumabfälle zur Wiederverwertung eingeschmolzen. Der Schmelzbetrieb wurde um 1990 eingestellt, nachdem in der Umgebung der Grenzwert für Dioxinablagerungen überschritten wurde. Neu ist dort die Allega AG, zunächst wie die Refonda eine Tochterfirma der Alusuisse, jetzt Bestandteil des Alcan-Konzerns ansässig. Ebenfalls beim Bahnhof bedruckt die Firma ISCO Verpackungsmaterial. Eine weitere Firma ist die sto AG, welche Fassadendämmsysteme, Putze und Farben herstellt. Daneben hat Niederglatt etliche Gewerbebetriebe.

Niederglatt war ursprünglich ein reines Bauerndorf. Nach dem Bau der Eisenbahnen ins Wehntal und nach Bülach liessen sich um 1900 Industriebetriebe nieder, die neue Verdienstmöglichkeiten brachten. Heute gibt es nur noch wenige Landwirte, die vorwiegend im Ackerbau tätig sind, der traditionellen Wirtschaftsform im Zürcher Unterland.

Ein Teil der Bevölkerung ist im örtlichen oder regionalen Gewerbe beschäftigt, der grössere jedoch in der Region Flughafen und in der Stadt Zürich.

Politik


Die SVP hat 46.6%, die SP 17.3%, die FDP 14.2%, die GP 7.0%, die CVP 4.5% und die EVP 2.6% der Wählerstimmen.

Gemeindepräsidentin ist Verena Egloff.

Weblinks


Ort in der Schweiz | Ort im Kanton Zürich | Schweizer Gemeinde

Niederglatt (Zurich) | Niederglatt

 

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